FESTIVAL 2017

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OPEN AIR KURZFILMFESTIVAL
Volkskundemuseum Wien
4.7.–1.9.2017

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FILMFESTIVAL FÜR MENSCHEN AB 4 JAHREN
Volkskundemuseum Wien
13.7.–24.8.2017


DREIFACHES JUBILÄUMSJAHR

10 Jahre Kurzfilmsommer in Wien
8 Jahre Open Air Kurzfilmfestival im 8.
3 Jahre Filmfestival mit den 3 Punkten

Am 4. Juli wurde mit einem rauschenden Sommerfest, das das Volkskundemuseum Wien leuchten ließ, ins Festival hineingefeiert, am 1. September mit dem CycleCinemaClub und einem fahrradtauglichen Kurzfilmprogramm in die Zielgerade des Festivals geradelt. Die Wochen dazwischen haben einen besonderen Meilenstein in der Geschichte des Festivals markiert: ein dreifaches Jubiläumsjahr.

Wer hätte jemals zu träumen gewagt, wohin die Reise führt, als damals im Juli 2008 im Weltcafé in der Schwarzspanierstraße die ersten Kurzfilmprogramme aus dem DVD-Verleih von espressofilm und Filmgalerie 8½ über die Leinwand geflimmert sind. Bald schon war die Übersiedlung an einen größeren und luftigeren – Sommer! – Spielort notwendig. Seit dem Sommer 2010 hatte das nunmehrige Open Air Kurzfilmfestival espressofilm seine Homebase im Volkskundemuseum Wien im Herzen der Josefstadt. Dort fand 2015 auch die Wandlung zum barrierefreien Filmfestival dotdotdot statt: Open festival, open museum!

Ein »irreguläres« und gleich dreifaches Jubiläum ist für ein Filmfestival, das ein ausgeprägtes Faible für Transformationen und ungewöhnliche Leinwandformate pflegt, gerade recht. Rund 150 handverlesene kurze und mittellange Filme standen im Juli und August 2017 auf dem Programm, als sich zum achten Mal das Volkskundemuseum Wien acht Wochen lang in das Festivalzentrum des internationalen Open Air Kurzfilmfestivals verwandelte. Und der ungeheuerlichen Häufung an Jubiläen nicht genug: Gefeiert wurde auch der 100. Geburtstag des Museums und der 200. Geburtstag des Fahrrades.

Nach zwei durchwachsenen Open Air Sommern in der Saison 2015 und 2016 war dotdotdot ein Sommer beschert, an dem wir fast bei jeder Veranstaltung bestes Open Air Wetter genießen durften. Filmprogramm, Filmgespräche, Workshops, Festivalgäste, FestivalteilnehmerInnen klein und groß, Locations, Wetter – alles hat sich im Jubiläumsjahr 2017 zu einem wundervollen Festivalsommer zusammengefügt.


FESTIVALSCHWERPUNKTE

Im Programm des Jubiläumsjahres 2017 reihte sich ein Highlight an das nächste. Den Auftakt machte die vielbeachtete Österreich-Premiere der Shatterbox Anthology, die Geschichten von Frauen und filmschaffende Frauen im Independentkino sichtbar macht. Einen BesucherInnenrekord bescherte die erste Kooperation mit dem Cat Video Festival Vienna, das sich dem Phänomen der felinen Internetvorherrschaft widmet. Aufsehen erregte die weltweit erste vollständige Werkretrospektive der luxemburgisch-österreichischen Filmemacherin und Künstlerin Bady Minck mit der Wien-Premiere ihres neuesten Films MappaMundi.

Die mehrjährig konzipierte Schwerpunktreihe »connecting the dots« widmete sich nach der Auseinandersetzung mit Lyrik (2015: beyond words) und Tanz (2016: dotdotdance) in Kooperation mit ASIFA Austria und Animafest Zagreb unter dem Titel GRAPHIC TALES der prickelnden Liaison von Comic und Animationsfilm. In Kollaboration mit dem Dokumentarfilmfestival Ethnocineca, dem Transition Queer Minorities Film Festival und dem Volkskundemuseum Wien gestaltete dotdotdot einen filmischen Kommentar zur Sonderausstellung MILLIONAIRES OF TIME. Richtete sich in der Ausstellung der Fokus auf Roma Communities in der Ostslowakei, so erweiterte sich diese Perspektive im Filmprogramm auf europäische Roma Communities und trugen Filmschaffende weiterer europäischer Länder zur Diskussion bei.

Die Jubiläumsjahr-Retrospektive 8x8x8 – EINE FORMEL FÜR DIVERSITÄT IM ÖSTERREICHISCHEN FILM? war das Herzstück des Festivals und die bisher umfangreichste Eigenproduktion von dotdotdot. An acht Abenden wurde auf die vergangenen acht Festivaljahre im 8. und die vergangenen acht Jahre im österreichischen Film zurückgeblickt. Rund 50 Kurzfilme, die zwischen 2010 und 2017 entstanden sind, wurden in den acht abendfüllenden Programmen der Retrospektive gezeigt. Gemeinsam mit rund 40 Filmschaffenden – von (Kurdwin) Ayub bis (Virgil) Widrich, mit dem wir übrigens auch das erste 3D-Screening des Festivals genießen durften – wurden in ausführlichen Werkstattgesprächen Szenarien für Diversität im österreichischen Film entworfen. Doris Posch und Karin Schiefer, die im Team mit Lisa Mai und Katharina Müller die Gespräche führten, laden in ihrem online nachzulesenden Text zu einem Rückblick und Ausblick ein und zu einer Reise durch so manche Unkomfortzonen.

Wie schon in den Vorjahren sorgten auch 2017 zahlreiche inklusive und barrierefreie Angebote wie die Festivalschiene barriereFREItag und das Kinderfilmfestival dotdotdot 4plus dafür, dass so viele Menschen wie möglich aktiv am Festival teilhaben können. Insbesondere was Angebote für Menschen mit Sinnes- und Mobilitätsbehinderungen betrifft, ist es dotdotdot ein Anliegen, das Festival in jeder Saison mit Erweiterungen auszustatten. Ein fantastisches Upgrade in puncto barrierefreies Kino war 2017 die Errichtung einer induktiven Höranlage für TrägerInnen von Hörgeräten/-implantaten, sowohl im Open Air Kino im Garten als auch im Schlechtwetter-Ausweichquartier im Großen Saal.

Das Jubiläumsjahr zum Anlass nehmend, wurde ein neuer Publikumspreis aus der Taufe gehoben. Mit überwältigender Stimmenmehrheit ging dieser erste im 8. verliehene Filmpreis an die Filmemacherin und Künstlerin Christiana Perschon für ihren Kurzdokumentarfilm NOEMA. Mit dem neuen Preis sollen nicht nur Filmschaffende geehrt, sondern auch österreichische Kunstschaffende gefördert werden. Anstatt einer Trophäe wird ein Kunstwerk überreicht, das vom Festival angekauft wird, 2017 eine Stickcollage aus der Serie HERR KARL von Ina Loitzl: »Wenn ich das Wort „Kultur“ höre, übermannt mich der Schlaf …« (Helmut Qualtinger) Teil des Preises ist eine Carte blanche an die Preisträgerin zur Gestaltung eines Filmprogramms mit KünstlerInnengespräch, das im Rahmen von dotdotdot 2018 stattfinden wird.

Ebenfalls zum ersten Mal lud dotdotdot Gewerbetreibende aus dem 8. Bezirk zur Teilnahme am Schaufensterwettbewerb ein. Rund um die Festivaleröffnung leuchtete dotdotdot aus zahlreichen Schaufenstern und ließ die drei PreisträgerInnen strahlen, die sich über attraktive Preise freuen durften.


FESTIVALPARTNERiNNEN

Von Herzen Dank allen FördergeberInnen, SponsorInnen und PartnerInnen, die dotdotdot im Jubiläumsjahr unterstützt haben! Und ein ganz besonderes Dankeschön dem Team des Volkskundemuseum Wien für die langjährige Gastfreundschaft und die inspirierende Zusammenarbeit, der Erste Bank, die als Sponsor vom MehrWERT von Film und Barrierefreiheit überzeugt ist, sowie der Bezirksvorstehung und Kulturkommission Josefstadt, die das Festival als Hauptfördergeber tragen.


FILMFESTIVAL IN ZAHLEN

5.250 TeilnehmerInnen94 FestivalpartnerInnen & SponsorInnen66 Festivalgäste & mitwirkende KünstlerInnen52 MitarbeiterInnen144 Kurzfilme • 73 österreichische Kurzfilme • 71 internationale Kurzfilme • 28 Veranstaltungen • 18 Open Air Filmscreenings & Filmtalks • 7 Filmscreenings & Mitmachprogramm für Menschen ab 4 Jahren • 12 barriererfreie Veranstaltungen für gehörlose Menschen • 2 Workshops • Sommerfest • CycleCinemaClub • Cat Video Festival • und ungezählte Momente der Begegnung unter freiem Himmel