AUF DEN PUNKT

THREE DOTS

Im Morsealphabet stehen drei kurze Signale (engl. dot) für den Buchstaben S wie in short oder short film festival. Am Ende eines Satzes stehen drei Punkte für das, was nicht ausgesprochen wird, für Auslassungen und offene Fragen. Im Sommer 2015 hat das internationale Open Air Kurzfilmfestival dotdotdot im 8. Bezirk die Nachfolge von espressofilm (2008-2014) angetreten – als Nahversorger für Filmkunst und Filmdiskurs und Begegnungsraum für Menschen, die darauf brennen, private wie politische Komfortzonen zu verlassen.

Auch die dritte Saison des Festivals – 4.7.–1.9.2017 – bietet mit 24 Filmvorführungen, rund 200 Kurzfilmen im Programm, Workshops, cineastischen Streifzügen durch unser Grätzl im 8. Bezirk und dem Sommerfest im Volkskundemuseum Wien jede Menge Gelegenheit dazu. Frei nach dem Festival-Credo von dotdotdot, an dessen Ende drei Punkte stehen, lässt das Programm Leerstellen, an denen sich Diskussionen entzünden können, und öffnet Raum zum Denken, Reden und Tun.

Aber nur wer miteinander Filme sehen kann, kann miteinander über Filme sprechen. Als erstes Filmfestival in Österreich setzt dotdotdot deshalb schwerpunktmäßig inklusive Strategien um, um Menschen verschiedener Generationen, Menschen mit und ohne Behinderungen und Menschen mit und ohne Budget gemeinsam zum Festival und miteinander ins Gespräch zu bringen. > BARRIEREFREIE ANGEBOTE

Was der Kurzfilm für erwachsenes Publikum tun kann, das kann er übrigens genauso für sein jüngstes Publikum. Die Festivalschiene dotdotdot 4plus richtet sich darum an Menschen ab 4 Jahren – und alle, die Lust haben, gemeinsam ins Kino zu gehen.


CONNECTING THE DOTS

Die englische Redewendung connecting the dots steht für die kreative Strategie, Sachverhalte miteinander in Beziehung zu setzen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Der zweite Blick enthüllt ein überraschendes und komplexes Beziehungsgefüge. dotdotdot überträgt dieses Prinzip auf die Kinoleinwand, um Themen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Handverlesene Kurzfilmprogramme legen Querverbindungen und Anknüpfungspunkte für Diskurs und weiterführende Aktionen frei und machen die Vielfalt zeitgenössischen Kurzfilmschaffens sicht- und spürbar. dotdotdot rückt Filme in den Fokus, die formale, inhaltliche und ästhetische Risiken eingehen, eingeschriebene Codes hinterfragen und den Möglichkeitsraum Film ausloten.