FILMARCHIV

BLICKE

Claudia Dermutz • Österreich 2015 • 13:30 min

Ein poetisch verkürzter Dialog von Roland D. Laing über eine Mann-Frau-Beziehung ist der rote Faden des Films. Wir blicken in die Fenster einer Stadtwohnung eines Paares mittleren Alters und beobachten deren Lebensalltag – ausschnitthaft, fragmentarisch, mit viel Platz für Interpretation. Statt des nicht hörbaren Originaltons stehen Gesprächsausschnitte aus „Szenen einer Ehe“ von Ingmar Bergmann, die das dokumentarhafte Bildmaterial noch zusätzlich poetisch stilisieren.

Claudia Dermutz ist Künstlerin und Filmemacherin und lebt und arbeitet in Wien und München.

claudiadermutz.de

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BLUSH

Wim Vandekeybus • Belgien 2005 • 53 min • OmeU

Getragen von der Musik David Eugene Edwards und den Texten des flämischen Autors Peter Verhelst, schickt Wim Vandekeybus für die Filmadaption seines gleichnamigen Tanzstücks die TänzerInnen des Ensembles auf eine Reise von den üppigen Landschaften Korsikas in die verwahrlosten Viertel von Brüssel.

Zehn Leute, Männer und Frauen, schnattern und kreischen. Eine Gesellschaft, die einem nur mühsam zivilisierten Bestiarium gleicht. Szenen, die manche ZuschauerInnen erröten lassen könnten, wirre Träume, heiße Fantasien. Theater, Tanz und Film vereinigen sich in BLUSH (..). Hitzige Gespräche über die Liebe. »L’amour ou la mort!« schreit ein Mann. Im Wasser wäre alles leichter, meint ein anderer. Die TänzerInnen, darunter auch Vandekeybus selbst, bewegen sich kraftvoll, wild und mit chaotischer Ausgelassenheit (…). Gemeinsame Einsamkeit liegt in der Luft, Nervosität schlägt in Brutalität um, der Wille, die Isolation zu überwinden, verleitet wieder zur Zärtlichkeit. Die Spannung steigt: Der instinktive, verletzliche und ruhelose Körper bricht sich in BLUSH seine Bahn und handelt über das unberechenbare und gefährliche Leben ab … (ImPulsTanz)

www.ultimavez.com

Mitwirkende Laura Arís Alvarez, Elena Fokina, Jozef Frucek, Ina Geerts, Robert Hayden, Germán Jauregui Allue, Linda Kapetanea, Thi-Mai Nguyen, Thomas Steyaert & Wim Vandekeybus Drehbuch Wim Vandekeybus Literaturvorlage Peter Verhelst Kamera Lieven Van Baelen Schnitt Dieter Diependaele Sound Design Charo Calvo Musik David Eugene Edwards Produktion Bart Van Langendonck, Emilie Blézat, Ellen De Waele, Ultima Vez, Sciapode & CCCP
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BODY, BODY ON THE WALL …

Jan Fabre & Wim Vandekeybus • Belgien 1997 • 7 min • kein Dialog

Für das Tanzstück BODY, BODY ON THE WALL … schrieb Jan Fabre, inspiriert von dem niederländischen Maler Rob Scholte, der französischen darstellenden Künstlerin Orlane und Wim Vandekeybus selbst, einen furiosen Monolog über Körper und Bewegung. Der darauf basierende Kurzfilm, der auch Teil der Bühnenperformance war, ist ein visueller Ausdruck dieses Monologs. BODY, BODY ON THE WALL … ist einer der vier abendfüllenden Theatermonologe DIE VIER TEMPERAMENTE, die Jan Fabre für und mit TänzerInnen entwickelt hat, mit denen ihn eine gemeinsame künstlerische Vergangenheit verbindet: Wim Vandekeybus, Renée Copraij, Marc Vanrunxt und Annamirl van der Pluijm.

www.ultimavez.com

Mitwirkende Wim Vandekeybus Kamera Philippe Guilbert Schnitt Octavio Iturbe Sound Design Charo Calvo Musik Pierre Vervloesem Produktionsleitung Annabel François & Bavo Defurne Produktion de Filmfabriek & Troubleyn
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BODY LANGUAGE ZONE

Kim Saarinen • Finnland 2015 • 10 min • eOF

Zone 1: Body Language Consult
Zone 2: Touching Instructions
Zone 3: Body Language Management
Zone 4: Guaranteed Free Flow

In vier Episoden gibt ein finnischer Experte Tipps für die Körpersprache im Büro.

Mitwirkende Johanna Keinänen & Sami Kojonen Drehbuch Kim Saarinen Kamera Kim Saarinen Schnitt Kim Saarinen Musik Dave Forestfield Produktion Johanna Keinänen
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CAILLEACH

Rosie Reed Hillman • Großbritannien 2014 • 14 min • OmdU

Morag ist 86 Jahre alt. Sie lebt mit ihren drei Katzen und zwölf Schafen am Ende eines Fahrwegs und blickt von ihrem kleinen Bauernhof auf der Isle of Harris, die zu den Äußeren Hebriden gehört, aufs Meer. In diesem Haus wurde sie geboren und hier verbrachte sie ihr ganzes Leben, genau wie die fünf Generationen ihrer Familie vor ihr. Die schottische Dokumentarfilmerin Rosie Reed Hillman widmet Morag ein einfühlsames Porträt ihres einfachen und friedlichen Lebens.

rosiereedhillman.co.uk

Konzept Rosie Reed Hillman Kamera Rosie Reed Hillman Schnitt Scott Dulson Produktionsleitung Sonja Henrici & Noe Mendelle Produktion Carol Cooke & Scrumptious Productions
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CANDOCO – PILOT

Victoria Marks & Margaret Williams • Großbritannien/USA 1993 • 4:45 min • kein Dialog

Alles rollt, wandelt, dreht sich. Erste Zusammenarbeit von Victoria Marks (Choreografie) und Margaret Williams (Regie) mit der 1991 gegründeten CandoCo Dance Company, in der TänzerInnen mit und ohne Behinderungen tanzen (u.a. David Toole, bereits zu sehen im Eröffnungsfilm THE COST OF LIVING) und die heuer ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Im Pilot werden die Spuren für OUTSIDE IN gezogen.

Mitwirkende CandoCo Dance Company Produktion MJW Production
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CAPTIVA

Victoria Marks & Margaret Williams • Großbritannien/USA 2016 • 11 min • kein Dialog

»Boy/Man, Drone/Toy, Weapon/Camera. Nature is a terrifying force; it is a tourist paradise. Either way, it knows no justice. Play turns sinister. Machines land on earth, gently … or with devastating impact.« (Victoria Marks)

Auf Captiva Island am Golf von Mexiko entstand während der Rauschenberg Residency in Zusammenarbeit mit dem Tänzer Willy Souly und dem jungen Emory Cavin der Tanzfilm CAPTIVA, die jüngste künstlerische Kollaboration von Victoria Marks und Margaret Williams. Welturaufführung.

Mitwirkende Willy Souly & Emory Cavin Konzept Margaret Williams & Victoria Marks Kamera Margaret Williams Schnitt Margaret Williams Musik Mick O'Shea Produktion MJW Production
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CHARLESTON UND LINDY HOP

Max Pitruzzella • USA 2007 • 1:30 min • kein Dialog

Und jetzt wird das Geheimnis gelüftet: Max Pitruzzella und Annie Trudeau sind der Tänzer und die Tänzerin, die in Wirklichkeit für LINDY HOP das Tanzbein geschwungen haben. Adam Animates! hat nach ihrem Vorbild die Schrauben tanzen lassen.

Originaltitel CHARLESTON MEETS LINDY HOP Mitwirkende Max Pitruzzella & Annie Trudeau
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COPY SHOP

Virgil Widrich • Österreich 2001 • 12 min • kein Dialog

Ein Mann erwacht, richtet sein Haar vor dem Spiegel, tritt auf die Straße, um seinen vertrauten Weg zur Arbeitsstätte anzutreten. Erst dort, am Kopierer, nachdem er seine Hand (gleich seiner Identität) abgelichtet hat, gerät die Welt aus den Fugen. Der Mann wird die Filmkader fortan unaufhörlich reproduzieren – zuerst taucht ein Doppelgänger auf, schließlich wuchern seine Doubles sogar ins Unermessliche.

Grobkörnige Schwarzweißbilder sowie die bis auf Geräusche rein musikalische Untermalung rücken COPY SHOP in die Nähe einer Groteske, des Pastiches eines kafkaesken Szenarios, in dem noch einmal ironisch das Verschwinden jedweder Orginalität durch die Medien verkündet wird – eine Ebene, die der Film vom anderen Ende her schon in seinem Produktionsprozess reflektiert: Auf Video gedreht, wurden die Bilder aus dem Computer ausgedruckt und dann nochmals mit Trickfilmkamera animiert. (Dominik Kamalzadeh)

www.widrichfilm.com

Schauspiel Johannes Silberschneider & Elisabeth Ebner-Haid Drehbuch Virgil Widrich Kamera Martin Putz Schnitt Virgil Widrich Ton Alexander Zlamal Musik Alexander Zlamal Produktionsleitung Gabriele Kranzelbinder Produktion Virgil Widrich
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CRACK THE CYPHER

Marites Carino • Kanada 2016 • 7:30 min • ohne Dialog

Tentacle Tribe sind wieder unterwegs: Diesmal lockt die Natur das Conceptual-Hip-Hop-Duo, ihr nomadischer Tanz führt zum Soundtrack von DJ Skratch Bastid und Afiara Quartet durch die Straßen von Montreal und darüber hinaus. Zweite Zusammenarbeit von Marites Carino und Tentacle Tribe.

www.tentacletribe.com

Mitwirkende Emmanuelle Lê Phan & Elon Höglund Konzept Marites Carino Kamera Kes Tagney Schnitt Marites Carino Musik Afiara Quartet, Skratch Bastid & Laura Silbeberg Produktion Video Signatures, Marites Carino & Marlene Millar
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DEAF MUGGER

William Mager • Großbritannien 2010 • 2:15 min • OmdU

Ein äußerst amüsanter Sketch über einen gehörlosen Räuber, sein Opfer und eine Gebärdensprachdolmetscherin, die etwas hilflos zwischen den beiden steht. Was passiert eigentlich, wenn ein gehörloser Mensch für ein Verbrechen eine Übersetzerin bucht? Dienst nach Vorschrift?

wlmager.com

Schauspiel Ben Green, Matthew Gurney & Katherine Yeoman-Owens Drehbuch Ben Green Animation James Merry Kamera Chris Stevens Schnitt William Mager Produktion William Mager
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DER ELEFANT UND DAS FAHRRAD

Olesya Shchukina • Belgien/Frankreich 2014 • 9 min • kein Dialog

Ein Elefant hat seinen Lebenstraum gefunden: Ein Fahrrad! Bei seinem Job als Straßenreiniger versucht er alles zu sparen, um sich ein tolles Rad leisten zu können. Ihn erwartet die Fahrt seines Lebens!

Originaltitel LE VÉLO DE L'ÉLÉPHANT Drehbuch Olesya Shchukina Animation Lucrèce Andreae, Marjolaine Parot & Olesya Shchukina Musik Yan Volsy Produktion Corinne Destombes, Arnaud Demuynck, Folimage & La Boîte,... Productions
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DER GLÜHBIRNENSAMMLER

Summer DeRoche • Australien 2012 • 7 min • OmdU

Andrew Pullen hat in einer der größten privaten Sammlungen weltweit über 10.000 Glühbirnen zusammen getragen. Die australische Filmemacherin Summer DeRoche hat dieses Porträt eines Mannes mit Asperger-Syndrom gestaltet, dessen Streben dem Ziel dient, einen Teil des technischen Fortschritts zu dokumentieren, der bald vergessen sein wird.

summerderoche.com

Originaltitel THE GLOBE COLLECTOR Mitwirkende Andrew Pullen Konzept Summer DeRoche Kamera Campbell Hynam-Smith Schnitt Summer DeRoche Sound Design Lachlan Harris Produktion Andrea Distefano
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DER GROSSZÜGIGE KLEINE IGEL

Marjorie Caup • Frankreich/Belgien 2014 • 5 min • OF • Deutsch eingesprochen

Ein kleiner Igel findet einen prächtigen Apfel im Wald. Er rollt ihn hinter einen Felsen, wo er ihn ganz für sich alleine haben kann. Doch einige unerwartete Gäste kommen zu seinem Festmahl. – Nach einem beliebten französischen Kinderbuch.

Originaltitel LE PETIT HÉRISSON PARTAGEUR SprecherInnen Igor Van Dessel, Pauline Souren, Noa Bernaoui Savreux & Lily Demuynck Deydier Drehbuch Arnaud Demuynck Animation Marjorie Caup & Remy Schaepman Schnitt Marjorie Caup & Fabrice Luang Vija Sound Design Pauline Lemaire-Demaret Musik Christophe Jacquelin Produktion Arnaud Demuynck & Les Films du Nord
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DER KLITZEKLEINE FUCHS

Aline Quertain & Sylwia Szkiladz • Frankreich 2015 • 8 min • kein Dialog

Mitten in einem luxuriösen Garten trifft ein klitzekleiner Fuchs auf ein mutiges Mädchen, das riesige Pflanzen züchtet. Zufällig bemerken die beiden, dass sie auch andere Dinge zum Wachsen bringen können. Was die beiden wohl alles zusammen anstellen?

www.alinequertain.com

Originaltitel LE RENARD MINUSCULE SprecherInnen Lily Demuynck Deydier & Charly Magonza Drehbuch Aline Quertain & Sylwia Szkiladz Animation Pierre-Luc Granjon, Antoine Lanciaux, Aline Quertain & Sylwia Szkiladz Schnitt Hervé Guichard Ton Philippe Fontaine & Elias Vervecken Sound Design Nils Fauth Musik Timothée Jolly Produktion Nicolas Burlet, Arnaud Demuynck, Corinne Destombes, Folimage, Nadasdy Film & La Boîte,... Productions
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