FILMARCHIV

17 Resultate

ALAN VEGA: JUST A MILLION DREAMS

Marie Losier • Frankreich 2013 • 16 min • OmeU

Es ist wie daheim bei den Celebrities, zum Glück nicht im Puls4Sat1Pro7RTLORFshowminus-Format, sondern spaßig, rau, zappelig, körnig, frech, frank, freihändig. Der eher eingeweihten Kreisen bekannte Minimal Rock Elektronikpionier Alan Vega, Komponist und Sänger des kultigen Post Punk Duos Suicide, schiebt Wuchteln und lebt seine Launen vorzugsweise im Sitzen aus, während Gattin Liz Lamere Fragen stellt oder die Wäsche macht und Sohn Dante Musik, Selbstdarstellung und Exzentrik in Reinkultur erlernt. »Tradition my ass«: eine schräge Künstler*innenfamilie im Selfie-Wahn. (Viennale)

Mitwirkende Alan Vega, Liz Lamere, Dante Vega & Marc Hurtado Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier Ton Clément Chassaing Musik Alan Vega Produktion Tamara Films & Polyester
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BIM BAM BOOM, LAS LUCHAS MORENAS

Marie Losier • Dänemark/USA/Mexiko 2014 • 13 min • OmeU

Bim bam boom, begrüßen Sie die Moreno Sisters! Drei Frauen, drei Schwestern, drei professionelle Luchadoras: Rossy, Esther und Cynthia. Unter dem Namen Las Luchas Morenas praktizieren sie den Nationalsport Mexikos: Wrestling. Der Lucha Libre ist aber auch Teil ihres Lebens: Sie kämpfen mit Schweineköpfen, Blumen und Federn. Marie Losiers charakteristische tanzende Kamera umkreist die drei Frauen und schafft dabei eine fröhliche, musikalische Ode an die Fantasie, an das Kind, das in jedem Erwachsenen steckt und an die Kultur Mexikos. Letztlich ist es aber vor allem ein Tribut an die drei Frauen, die sich trotz aller Differenzen dazu entschieden haben, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Mitwirkende Rossy Moreno, Esther Moreno, Cynthia Moreno & Maria del Rocio Moreno Leon Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier & Valérie Massadian Ton Clément Chassaing Produktion Marie Losier
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CEROLAX II

Mara Mattuschka • Österreich 1985 • 5 min • OmdU (HoH)

In CEROLAX II, einer Werbe-Persiflage Marke Mara Mattuschka, Realtrick in Schwarzweiß, bewirbt der Star Mimi Minus ein neues klebrig-schwarzes Gehirnspülmittel, das M. M. erst auf ihr Spiegelbild anwendet, um eine Gehirnhälfte reinzuwaschen, und das sie in der Folge auf ihren Körper aufträgt: Sie besprüht alle Zeich(nung)en, ersetzt diese Flecken durch die neue Farbe, verklebt dann mit dem Wundermittel ihre Sinne: erst die Scham, dann die Achseln, schließlich Augen, Mund und Ohren. Am Ende setzt die leicht devastierte und solchermaßen gereinigte Hausfrau eine Perücke auf und richtet ihren Blick prüfend in den Kamera-Spiegel. (Christa Blümlinger)

Mitwirkende Mimi Minus Drehbuch Mara Mattuschka Kamera Mara Mattuschka Schnitt Mara Mattuschka Ton Mara Mattuschka Produktion Mara Mattuschka
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CET AIR LÀ

Marie Losier • USA 2010 • 3 min • OF

April March und Julien Gasc performen in New York a capella »Cet air la«, einen berühmten französischer Song aus dem Jahr 1963 (bekannt vor allem durch die Interpretation von France Gall). Dabei fliegen sie gleichzeitig durch eine Welt von Wolken, Vögeln, Blasen, Nebelmaschinen und Glitzer. Marie Losier und ein 16mm-Projektor machen’s möglich und verleihen dem Song eine traumhafte Textur.

Mitwirkende April March & Julien Gasc Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier Produktion Marie Losier
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EAT MY MAKEUP!

Marie Losier • USA 2005 • 5 min • OF

Fünf einnehmende Fräulein – darunter Filmregisseur George Kuchar und Marie Losier selbst – picknicken auf dem Dach eines Warenhauses im bezaubernden Long Island City, wo sich ein Wald von Wolkenkratzern am Fluss entlang erstreckt. Zu den Klängen von Wanda Jackson eskaliert der dialoglose Film schließlich, als ein Schwarm Fliegen die ausgelassene Zusammenkunft stört.

Mitwirkende George Kuchar, Jason Livingston, Paul Shepard & Marie Losier Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier Produktion Marie Losier
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EIN MANN, ACHT KAMERAS

Naren Wilks • Großbritannien 2014 • 2:30 min • kein Dialog

Ein mitreißender Tanzfilm in Schwarzweiß: Zuerst ganz allein, dann zu zweit, zu dritt … zu acht! Ein Mann erforscht mitten in einem kreisförmigen Raum ein merkwürdiges Phänomen: Mit Hilfe von acht Kameras lässt er eine sich endlos drehende, spiegelgleiche Welt entstehen.

Originaltitel ONE MAN, EIGHT CAMERAS Mitwirkende Naren Wilks Konzept Naren Wilks Kamera Naren Wilks Schnitt Naren Wilks Musik Moishe's Bagel Produktion Naren Wilks
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ES HAT MICH SEHR GEFREUT

Mara Mattuschka • Österreich 1987 • 2 min • OmdU (HoH)

Und der alte Kaiser sagte: »Danke, es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!« (Mara Mattuschka)

In ES HAT MICH SEHR GEFREUT wird die berühmte kaiserliche Zitatphrase mit einem ironisch angelegten Masturbationssetting verkoppelt.

Mitwirkende Mimi Minus Drehbuch Mara Mattuschka Kamera Mara Mattuschka Schnitt Mara Mattuschka Ton Mara Mattuschka Produktion Mara Mattuschka
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ES WAR EIN MERKWÜRDIGER TAG

Linda Christanell • Österreich 1979 • 7 min • OmdU (HoH)

An einem beliebigen Sommertag in einem beliebigen Garten entsteht eine filmische Miniatur einer Suche nach sich selbst.

Die Frau hinter der Kamera hat sich eine spezielle Apparatur erdacht: Ein fester Stoff, über die Finger gespannt, entfaltet sich mit deren Bewegung zum Fächer. Zugleich fungiert dieser jedoch auch als Abblende – das Spiegelbild der Frau wird unsichtbar. Linda Christanell, Jahrgang 1939, ist seit den 1960er-Jahren Teil der (ersten) heimischen Filmavantgarde. Ihre Arbeiten charakterisiert unter anderem die Verwendung von Objekten und Materialien, die ambivalent besetzt sind: Talmi und Tand, schillernde Stoffe, Schmuckstücke, Spiegel, Fotos. (Der Standard)

Mitwirkende Linda Christanell Konzept Linda Christanell Kamera Linda Christanell Schnitt Linda Christanell Produktion Linda Christanell
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FELIX IN WONDERLAND

Marie Losier • Deutschland/Frankreich 2019 • 50 min • OmeU

Alles beginnt damit, dass Felix Kubin einen Golden Retriever ein Mikrofon beschnuppern, abschlabbern und ankauen lässt. »Experiment number one: Feeding a microphone to a dog«, kommentiert der Hamburger Künstler und Musiker. In den folgenden 50 Minuten begleiten wir Marie Losier auf eine Reise in die Welt und in den Kopf von Felix Kubin, wo die Musik lebt, die aus seinem Lieblingsinstrument, dem KORG MS20, fließt. In Losier findet Kubin eine Gleichgesinnte. Losier, diese ungewöhnliche Porträtistin, misst dem wirklichen Leben derer, die sie filmt, und deren Vorstellungswelt ein und dieselbe Bedeutung bei. Mit ihrem Porträt von Kubin, das ebenso exzentrisch ist wie der Künstler, sind wir eingeladen, die Methoden eines Elektro-Musikers zu entdecken, dessen dadaistische Impulse und fantastische Tanz-Moves über die Ernsthaftigkeit und die konzeptionelle Strenge hinwegtäuschen, wie sie auf dem Dancefloor nur selten zu finden ist. Österreich-Premiere!

Mitwirkende Felix Kubin Kamera Marie Losier Schnitt Ael Dallier Vega Sound Design Felix Kubin Musik Felix Kubin Produktion Ecce Films, Volte Slagen, Mathilde Delaunay & Michel Balagué
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INTO THE WHITE – PORTRAIT EINES FREUNDES

Isabella Brunäcker • Österreich 2017 • 14 min • OmdU (HoH)

Das intime Porträt eines drogenabhängigen Linzers, der von seiner Sehnsucht nach einem geordneten Leben erzählt. Fragile Schwarz-Weiß-Aufnahmen vom rauchenden Protagonisten im nebelverhangenen Linz mischen sich mit atmosphärischen Gitarrensounds und den bestechend ehrlichen Statements eines gezeichneten Träumers. (Diagonale)

Konzept Isabella Brunäcker Kamera Isabella Brunäcker Schnitt Isabella Brunäcker Sound Design Jan Kaiser Produktion Isabella Brunäcker
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L’OISEAU DE LA NUIT

Marie Losier • USA 2015 • 20 min • OF

In den letzten 30 Jahren ist Fernando aka Deborah Krystal jeden Abend in goldenen Kleidern im legendären Lissaboner Club Finalemente aufgetreten. L’OISEAU DE LA NUIT enthüllt die vielen Facetten Fernandos, die unter den Fasern seiner farbenfrohen Gewänder liegen. Unterstützt von zahlreichen Freund*innen und Filmemacherkolleg*innen lässt Marie Losier Lissaboner Mythen zum Leben erwachen. In stetiger Verwandlung, als Meerjungfrau, Vogel oder Löwe, entführt uns Fernando auf eine Reise in eine Welt des durch Metamorphosen und Mythen ausgelösten Begehrens und Träumens, vom hellen Sonnenlicht eines farberfüllten Strandes zu den spukhaften Schatten eines Museums bei Nacht.

Originaltitel O PÁSSARO DA NOITE Mitwirkende Deborah Krystal Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier & Rui Xavier Schnitt Catherine Libert & Marie Losier Ton Miguel Cabral Musik Alan Vega Produktion IndieLisboa –Associação Cultural, Miguel Valverde & Marie Losier
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NABELFABEL

Mara Mattuschka • Österreich 1984 • 3 min • OmdU (HoH)

In NABELFABEL verpasst sich Mara Mattuschka durch etliche Strumpfhosen hindurch eine zweite Geburt. Ihr Körper kriecht derart deformiert und angestrengt aus den Nylonschichten, daß der schiere Überlebenskampf sichtbar wird. (Peter Tscherkassky)

Mitwirkende Mimi Minus Drehbuch Mara Mattuschka Kamera Mara Mattuschka Schnitt Mara Mattuschka Ton Mara Mattuschka Produktion Mara Mattuschka
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PAPAL BROKEN DANCE

Marie Losier • USA 2008 • 6:30 min • OF

Ein campy Musikvideo im Stil der Scopitones der frühen 1960er Jahre, mit einer wunderbaren Besetzung: 10 Performer*innen in roten Hemdchen und Tutus, die allesamt fröhlich mit Genesis P-Orridge in einem Boxring tanzen – eben alle Zutaten, die für einen Musik-Slapstick-Boxkampf benötigt werden.

Mitwirkende Genesis P-Orridge Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier Produktion Marie Losier
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PERSON TO PERSON

Dustin Guy Defa • USA 2014 • 18 min • OmdU (HoH)

Benny ist ein freundlicher und großzügiger Mann, der für seine Freund*innen und sein kleines Plattenladen-Universum lebt. Am Morgen nach einer Party, die er bei sich zu Hause veranstaltet hat, entdeckt er eine fremde junge Frau im Flur. Die Zeit vergeht, die Stunden verstreichen, doch die junge Frau will nicht gehen. Bennys Geduld wird auf eine harte Probe gestellt.

Die Kurzfilme des New Yorker Filmemachers Dustin Guy Defa bestechen durch unkonventionelle Erzählungen, eine Vorliebe für das Unberechenbare und eine Liebe zum Analogen. Gedreht auf 16 mm, ist auch PERSON TO PERSON eine Hommage an das US-Kino der 1970er-Jahre. 2017 stellte Dustin Guy Defa den gleichnamigen Langfilm PERSON TO PERSON fertig, der die Geschichte des Musikfreaks Benny aufgreift und in eine polyphone Narration mehrerer Alltagserzählungen aus der Metropole New York verwebt. Dabei ist der Langfilm keine Fortsetzung, sondern erzählt – genau umgekehrt – die Vorgeschichte des Kurzfilms aus dem Jahr 2014. Wer die Österreich-Premiere des Langfilms auf der Viennale 2017 erlebt hat, darf sich in dieser Reprise des Kurzfilms erneut von einem erlesenen Soundtrack selten gehörter, cooler Soul-Nummern begeistern lassen und erfahren, was auf der Party eigentlich geschehen ist, deren Ausgang der Langfilm offenlässt.

Schauspiel Bene Coopersmith, Deragh Campbell & Zachary Levy Drehbuch Dustin Guy Defa Kamera Adam Ginsberg Schnitt Dustin Guy Defa Produktion Dustin Guy Defa, Keha McIlwaine, David Gordon Green, Alex Lipschultz & Alexander Uhlmann
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SLAP THE GONDOLA!

Marie Losier • USA 2009 • 15 min • OF

Ein Musical mit Musiker*innen, Musen und Fischen … Auf einer riesigen Fähre spielen zwei Meerjungfrauen (Tony Conrad und Genesis P-Orridge) Geige, um die Fische aus dem Meer anzulocken, als plötzlich ein gigantischer Fisch mit 30 Tänzer*innen im Bauch an Bord gespült wird. Die großartige Sängerin April March tritt singend aus dem Bauch des Fisches heraus. »Was für ein Feuerwerk an Brillianz! Brilliante Farben! Brilliante Musik! Brilliante Kostüme! Brilliante Besetzung! Ich werde dieses Meisterwerk ewig lieben!« (Guy Maddin)

Mitwirkende Tony Conrad, April March & Genesis P-Orridge Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier Produktion Marie Losier
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