FILMARCHIV

14 Resultate

ARBEIT 2.0

Clemens Kogler • Österreich 2008 • 3:20 min • dOF

ARBEIT 2.0 verarbeitet Passagen aus dem Hörspiel HEIDI HOH 3 von René Pollesch zu einem überdrehten Werbeclip, der sich wiederum mit den speziellen Arbeitsbedingungen in genau diesem Feld beschäftigt. Formal wird die Sprache aktueller Werbespots aufgegriffen. Typographie, Icons, Logos und Download-Balken werden eingesetzt, um Themen wie Prekariat, Generation Praktikum und Computerarbeitsplätze die gleiche populäre Ästhetik zu verpassen, wie es sonst nur bei Limonade, Turnschuhen, Schokoriegeln & Co. der Fall ist.

www.clemenskogler.net

Konzept Clemens Kogler Animation Clemens Kogler Produktion Clemens Kogler
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CALL OF COMFORT

Brenda Lien • Deutschland 2018 • 9 min • eOF

»Bitte stimme den Nutzungsbedingungen zu, um ein Teil der Gemeinschaft zu sein«, säuselt die Big-Data-Kristallkugel, während sie uns in positiven Affirmationen und hyper-personalisierter Werbung badet. Brenda Lien reflektiert im dritten Teil ihrer Kurzfilmserie CALL OF … , wie moderne Technologien uns mit dem Versprechen auf ein optimiertes Leben dazu verführen, unsere Privatsphäre zu opfern.

www.brendalien.de

Schauspiel Sina Martens, Yodit Tarikwa & Johanna Miller Drehbuch Brenda Lien Kamera Brenda Lien & Tim Seger Schnitt Brenda Lien Ton Brenda Lien & Christopher Weingarten Musik Brenda Lien Produktion Brenda Lien
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CASUS BELLI

Yorgos Zois • Griechenland 2010 • 11 min • kein Dialog

Irgendwo in Griechenland steht ein voller Einkaufswagen. Und davor reiht sich eine lange Schlange. Jede*r in der Schlange hungert nach etwas anderem: Unterhaltung, Religion, Kunst, Geld. Das Bedürfnis nach Nahrung eint alle. Doch wenn es davon nicht genug gibt, stürzt die Ordnung ins Chaos und die Zusammenhänge werden offensichtlich: Wenn eine*r fällt, dann fallen alle.

yorgoszois.com

Drehbuch Yorgos Zois Kamera Vaggelis Ntoumas & Yiannis Kanakis Schnitt Ioanis Chalkiadakis Ton Aris Athanassopoulos Sound Design Ioanis Chalkiadakis & Novi_Sad Produktion Konstantinos Moriatis & Maria Drandaki
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CEROLAX II

Mara Mattuschka • Österreich 1985 • 5 min • OmdU (HoH)

In CEROLAX II, einer Werbe-Persiflage Marke Mara Mattuschka, Realtrick in Schwarzweiß, bewirbt der Star Mimi Minus ein neues klebrig-schwarzes Gehirnspülmittel, das M. M. erst auf ihr Spiegelbild anwendet, um eine Gehirnhälfte reinzuwaschen, und das sie in der Folge auf ihren Körper aufträgt: Sie besprüht alle Zeich(nung)en, ersetzt diese Flecken durch die neue Farbe, verklebt dann mit dem Wundermittel ihre Sinne: erst die Scham, dann die Achseln, schließlich Augen, Mund und Ohren. Am Ende setzt die leicht devastierte und solchermaßen gereinigte Hausfrau eine Perücke auf und richtet ihren Blick prüfend in den Kamera-Spiegel. (Christa Blümlinger)

Mitwirkende Mimi Minus Drehbuch Mara Mattuschka Kamera Mara Mattuschka Schnitt Mara Mattuschka Ton Mara Mattuschka Produktion Mara Mattuschka
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CHICKENSSUIT – ERNI

Edgar Honetschläger • Österreich 2005 • 7 min • OF

Hendl Erni ist keineswegs irritiert, dass man es in einen rotweißroten Anzug gesteckt hat. Auch das Eierlegen würde funktionieren in diesem »Chickenssuit«, den ihm Edgar Honetschläger 2005 für eine Kunstaktion in Tokio auf den Leib geschneidert hat. Die mittlerweile global patentierte Kleidung für Hühner ist eine Reflexion über die Befindlichkeit der industrialisierten Welt. Nicht der Anzug mit Tragegriff ist das Ergebnis, sondern unsere Lust auf schräge Bilder und damit zu weckende »Bedürfnisse«, selbst auf absolut Unnötiges.

www.honetschlaeger.com

Schauspiel Yukika Kudo, Keiko Kudo, Kazuto Taguchi & ERNI the chicken Schnitt Petra Zöpnek Produktion Com Institute Tokyo, mokka, Edoko Institute, Edgar Honetschläger & Willi Mahringer
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CUTECUTECUTE

Clemens Kogler • Österreich 2009 • 2 min • OmeU

Vor zart gemustertem Hintergrund wackeln putzige bunte Zeichentrickkreaturen rhythmisch hin und her: Schäfchen, Teddy und Hamster, Turnschuh, Penis und Doppelwhopper. »Kawaii« steht für ein ästhetisches Konzept, das Unschuld und Kindlichkeit betont und sich auf alle Bereiche der japanischen Gesellschaft ausgedehnt hat. In nur zwei Minuten, getarnt als flottes japanisches Musikvideo, dekonstruiert Clemens Kogler Niedlichkeit als eine der subtilsten Formen von Macht.

www.clemenskogler.net

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DEICHKIND: LEIDER GEIL

Timo Schierhorn & Katharina Duve • Deutschland 2012 • 3:10 min • dOF

»Tu doch nicht so, du magst es doch auch, ich bin ein Teil von dir.« – Die Hamburger Hip-Hop- und Electropunk-Formation Deichkind zählt Handlungen oder Lebenseinstellungen jenseits politischer Korrektheit und allgemeiner Vernunft auf, die dennoch umgehend als »leider geil« eingestuft werden. Das Ganze garniert mit zusammengebastelten YouTube-Schnipseln alltäglicher Fails (mangels Budget für einen Videodreh) ergibt ein rotziges Musikvideo, das ihrem Hit aus dem 2012-er Album BEFEHL VON GANZ UNTEN binnen nur einer Woche eine Million Views bescherte.

www.deichkind.de

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DEICHKIND: RICHTIG GUTES ZEUG

Timo Schierhorn & UWE • Deutschland 2019 • 2:50 min • dOF

In ihrem Musikvideo zum Hit RICHTIG GUTES ZEUG aus dem Album WER SAGT DENN DAS? feiern die begnadeten Sprücheklopfer und Sloganizer Deichkind zu minimalistischen Beats Dinge, die unser Leben bereichern: Hanftropfen, Hagebuttentee aus der Jugendherberge, Fernreisen, Markenklamotten, sogar Modeschmuck (»Boah, krass, Glööckler-Strass!«). Extravagant in Szene gesetzt und mit Unterstützung durch den Schauspieler Lars Eidinger entsteht eine absurde, aber wirkungsvolle Konsumkritik. Wie cool ist es überhaupt noch, ständig nach Neuem zu shoppen und darüber zu reden?

www.deichkind.de

Schauspiel Deichkind & Lars Eidinger Kamera Tom Otte Musik Deichkind Produktion Oliver Krupp & Tom Wendt
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OBA FUNK OSAKA

Obachaan • Japan 2019 • 3 min • OmeU

»Here is Osaka wonderful city!« Die älteste Girlgroup der Welt meldet sich zurück: Um den G20-Gipfel willkommen zu heißen, wird erstmals auf Englisch gerappt. Unterstützung erhalten die durchgeknallten Omas aus Osaka diesmal vom Tanzteam der Tomioka High School, das die High School Dance Championship in Japan gewann.

www.obachaaan.com

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OBACHAAN: THEME

Obachaan • Japan 2012 • 2:30 min
Screening: OmeU • Streaming: OF

Omas machen die Straßen von Osaka unsicher, jagen im Supermarkt Rabatten hinterher und genießen das Pensionistinnenleben. Ihr Markenzeichen: Dauerwelle und Raubtierprint. Seit 2012 rockt die wohl älteste Girlgroup – Obachaan – Japan und das Internet. Mit diesem Musikvideo stellte man sich der Welt vor.

www.obachaaan.com

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PATRIOSKA

Tiago Araújo • Portugal 2016 • 9 min • kein Dialog

Fünf mächtige Gottheiten versammeln sich in einer unterirdischen Höhle, um über die Weltherrschaft und den Status Quo zu diskutieren: Tactus, Olfactus, Paladaris, Auditivus und der Leiter der Versammlung, Visionarius. Visionarius glaubt an eine machiavellistische Zukunft der Menschheit, doch der Engel Auditivus warnt vor dem geistigen Erwachen, das in der westlichen Gesellschaft bereits vorhanden ist.

tiagomararaujo.wixsite.com

Drehbuch Tiago Araújo Character Design Rita Araújo Animation Tiago Araújo Kamera Tiago Araújo Schnitt Tiago Araújo Musik Sérgio Rocha Produktion Tiago Araújo Hochschule IPCA Polytechnic Institute of Cávado and the Ave
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SUGAR

Bjørn Melhus • Deutschland 2019 • 21 min • eOF

In einer der Gegenwart nicht unähnlichen postapokalyptischen Welt wird SUGAR, ein humanoider Roboter, ausgeschickt, um den Menschen ihre Menschlichkeit zurückzubringen. Dabei stößt SUGAR auf einen HON (Human Organism Normal), einem Postinfluencer, der sich in einer unterirdischen Technozelle in einer Art von Dauerwerbesendung inszeniert. In einem seiner aufwendigsten Werke präsentiert sich Bjørn Melhus, der zu den bekanntesten Video- und Installationskünstler*innen der Gegenwart zählt, an der Seite des liebenswerten Roboters.

www.melhus.de

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SUPERCARGO

Christoph Schwarz & Peter Moosgaard • Österreich 2015 • 25 min
Screening: dOF • Streaming: OmeU

»Ideen hatte man nicht mehr selbst, Ideen fand man im Internet. Gleichgültig, welcher Geistesblitz einen traf, nach kurzer Google-Recherche war klar, es hatte längst schon jemand gemacht. Die Idee war tot, umsonst, das Original von vorgestern.«

Wie generiert man als junger Künstler Aufmerksamkeit? Peter Moosgaard, der neuen Medien überdrüssig, lässt sich durch eine Trivial-Pursuit-Frage inspirieren. Gleich melanesischen Eingeborenen, die westliche Technologien (Flugzeuge!) aus Holz nachbauten, bastelt er primitive Artefakte, sogenannte Cargos, um hiesige Fixierungen auf Objekte aufzuzeigen. Zum Beispiel einen Computer aus Astwerk. Damit aus der Idee ein Hype wird, benötigt es jedoch noch etwas mehr. SUPERCARGO, eine smarte Mockumentary, liefert das Making-of der Erfolgsgeschichte Moosgaards (die Ko-Regie übernahm Christoph Schwarz), eine ironische Analyse des Kunstbetriebs in Zeiten von Ich-AGs und Effizienzsteigerung. In Tagebuchform (Stimme: Fritz Ostermayer) gibt er preis, dass Planung nicht alles ist: Auch »b’soffene Gschichten« vermögen Eigendynamik zu entfalten. (Dominik Kamalzadeh, Der Standard)

www.christophschwarz.net

Mitwirkende Peter Moosgaard, Robert Pfaller, Valerie Lange, Bernhard Garnicnig, Philipp Friedrich & Christoph Schwarz Sprecher Fritz Ostermayer Drehbuch Christoph Schwarz & Peter Moosgaard Konzept Christoph Schwarz & Peter Moosgaard Produktion Christoph Schwarz & Peter Moosgaard
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THE BURDEN

Niki Lindroth von Bahr • Schweden 2017 • 14 min • OmeU

Ein Motel, ein Selbstbedienungsrestaurant, ein Callcenter und ein Supermarkt an der Autobahn sind der Schauplatz für ein dystopisches Musical. Die tierischen Angestellten der verschiedenen Unternehmen verarbeiten ihre Langeweile und existenzielle Angst in Songs, die von den Versprechungen der Konsumwelt und der Sehnsucht nach einem Dasein ohne Sorgen erzählen. Die Apokalypse ist dabei eine verlockende Erlösung.

www.nikilindroth.com

Originaltitel MIN BÖRDA Sprecher*innen Olof Wretling, Mattias Fransson, Carl Englén & Sven Björklund Drehbuch Niki Lindroth von Bahr Animation Johanna Schubert, Eirik Grønmo Bjørnsen, Anna Mantzaris & Niki Lindroth von Bahr Kamera Niki Lindroth von Bahr Sound Design Hans Appelqvist Musik Hans Appelqvist Produktionsleitung Kalle Wettre
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Von A wie Aktivismus bis Z wie Zusammenleben: Alle rund 900 Kurzfilme, die seit 2015 bei dotdotdot gezeigt wurden, können im Filmarchiv nachgeschlagen werden.

Mehr als 500 Kurzfilme, die von den Rechteinhaber*innen bereits online veröffentlicht wurden, stehen im Filmarchiv – größtenteils kostenlos – zum Streaming zur Verfügung. Bei manchen Filmen haben Sie die Möglichkeit über den CC-Button aus Untertiteln in mehreren Sprachen zu wählen. Bei Filmen, die nicht direkt auf der Website von dotdotdot abgespielt werden können, folgen Sie bitte den Anweisungen des Streaming-Anbieters.

Bei Interesse an einer öffentlichen Vorführung eines Films stellen wir gerne Kontakt zu den Rechteinhaber*innen her. Bitte senden Sie Ihre Anfragen an .

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