FILMARCHIV

27 Resultate

ABITA

Shoko Hara & Paul Brenner • Deutschland 2013 • 4 min
Screening: OmeU • Streaming: OmdU

Blühende Kirschbäume, klare Seen, weite Wiesen. Die Freiheit erscheint wie ein fragiles Traumbild, wie Tusche auf Reispapier. Auf poetische Weise konturiert ABITA ein kleines Mädchen, das sich von der Sehnsucht nach Freiheit getrieben seine eigene gemalte Welt erschafft. In ca. 5.000 in japanischer Tuschemaltechnik hergestellten Einzelbildern erzählen Shoko Hara und Paul Brenner eine von 36.000 Geschichten von Kindern in Fukushima, die aufgrund der radioaktiven Strahlung nicht mehr in der kontaminierten Natur spielen können.

Sound Design Lorenz Schimpf Musik Lorenz Schimpf Hochschule DHBW Ravensburg
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BATRACHIAN’S BALLAD

Leonor Teles • Portugal 2016 • 11 min • OmeU

»Es war einmal in einer Zeit, da es noch keine Menschen gab, da waren alle frei und konnten miteinander sein«, erzählt eine Stimme aus dem Off. »Alle Tiere tanzten gemeinsam und das Glück war über alle Maßen. Nur einer, der war nicht eingeladen zu dem großen Fest – das war der Frosch. In seiner Wut über die Ungerechtigkeit beging er Suizid.«

Roma und Fröschen ist gemein, dass sie nie nicht gesehen werden, nie unbeachtet bleiben. Die junge Regisseurin Leonor Teles verwebt in ihrem Film die Lebensumstände der Roma in Portugal heute mit der Erinnerung an ein Gestern. Sie bleibt keine passive Beobachterin, sondern entscheidet sich für eine eindeutige Teilnahme und Position. Als drittes Standbein etabliert sie eine aktiv angewandte Performance-Kunst, die Eintritt in die filmische Erzählung findet. Aus dem »Es war einmal« wird ein »Es ist«. »Danach ist nichts wie vorher, und die Melodie des Lebens wird sich verändert haben«, sagt die Stimme aus dem Off. (Berlinale)

Leonor Teles wurde auf der Berlinale 2016 als jüngste Preisträgerin aller Zeiten mit dem Goldenen Bären für den Besten Kurzfilm ausgezeichnet.

Originaltitel BALADA DE UM BATRÁQUIO Konzept Leonor Teles Kamera Leonor Teles Schnitt Leonor Teles Ton Bernardo Theriaga Sound Design Branko Neskov Produktion Filipa Reis, João Miller Guerra & Uma Pedra no Sapato
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BATTLEFIELD

Jannis Lenz • Österreich 2019 • 8 min • OmeU

Sommer auf einer österreichischen Militärbasis. Brummende Rasenmäher, Vogelzwitschern, Wasser spritzt aus einem Gartenschlauch. Ein Idyll samt »Blumenwalzer« von Tschaikowsky. »Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner«, soll Oskar Kokoschka einmal gesagt haben. In BATTLEFIELD von Jannis Lenz gerät der Konflikt zur akribischen Begegnung. (Diagonale)

www.jannislenz.com

Kamera Jakob Fuhr Ton Benedikt Palier & Joseph Nikolussi Sound Design Rudolf Pototschnig Musik Pjotr Iljitsch Tschaikowski Produktion PANAMA Film, David Bohun & Sonja Lenz
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BIIDAABAN (THE DAWN COMES)

Amanda Strong • Kanada 2017 • 19 min • eOF

Seit jeher ernten Native Canadians den Saft von Ahornbäumen, um daraus Sirup zu produzieren – eine Gepflogenheit, die bis heute andauert. Biidaaban, eine junge genderfluide Person, und der Gestaltenwandler Sabe machen sich auf, um die Arbeit ihrer Ahn*innen in dem städtischen Umfeld fortzuführen, das längst vom Land Besitz genommen hat. Biidaaban kann dabei Spuren der Zeit, Menschen, Lebewesen und des Landes sehen. – Nach Kurzgeschichten der Schriftstellerin Leanne Betasamosake Simpson, die der Ethnie der Mississauga Nishnaabeg angehört, schuf die indigene Künstlerin Amanda Strong einen Stop-Trick-Animationsfilm von berückender Schönheit.

www.amandastrong.com

Sprecherin Leanne Betasamosake Simpson Drehbuch Amanda Strong, Bracken Hanuse Corlett & Leanne Betasamosake Simpson Literaturvorlage Leanne Betasamosake Simpson Animation Lynn Dana Wilton Kamera Terrance Azzuolo Schnitt Amanda Strong & Marcus Kliewer Sound Design Menalon Produktion Amanda Strong
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CAPTIVA

Victoria Marks & Margaret Williams • Großbritannien/USA 2016 • 11 min • kein Dialog

»Boy/Man, Drone/Toy, Weapon/Camera. Nature is a terrifying force; it is a tourist paradise. Either way, it knows no justice. Play turns sinister. Machines land on earth, gently … or with devastating impact.« (Victoria Marks)

Auf Captiva Island am Golf von Mexiko entstand während der Rauschenberg Residency in Zusammenarbeit mit dem Tänzer Willy Souly und dem jungen Emory Cavin der Tanzfilm CAPTIVA, die jüngste künstlerische Kollaboration von Victoria Marks und Margaret Williams. Welturaufführung.

margaretwilliamsdirector.com

Mitwirkende Willy Souly & Emory Cavin Konzept Margaret Williams & Victoria Marks Kamera Margaret Williams Schnitt Margaret Williams Musik Mick O'Shea Produktion MJW Production
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DAS LABYRINTH UNTER DER SONNE

Wolf-Maximilian Liebich • Österreich 2012 • 18:30 min • kein Dialog

»Wenn man in einen Wald eintritt, so ist es, als trete man in das Innere einer Seele.« – Paul Claudel

Stumm beobachtend wandelt ein Mädchen durch die natürlichen Irrwege einer Waldlandschaft. Immer tiefer und scheinbar grundlos getrieben, dringt es in die Wunderwelt ein, erkundet Pflanzen, Steine, Tiere, Mikrokulturen. Zwischen Licht und Schatten zeigt sich dieserorts auch die mystische, vielleicht beängstigende Seite des metaphorischen Labyrinths unter der Sonne, das die Kamera einfängt. (Diagonale)

wmliebich.com

Schauspiel Hanna Schludermann & Wolfgang Eberhardt Drehbuch Wolf-Maximilian Liebich Schnitt Roland Stöttinger Musik Corina Kuhs & Millian Produktion Florian Brüning Hochschule Filmakademie Wien
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DER KLITZEKLEINE FUCHS

Aline Quertain & Sylwia Szkiladz • Frankreich 2015 • 8 min • kein Dialog

Mitten in einem prächtigen Garten trifft ein klitzekleiner Fuchs auf ein mutiges Mädchen, das riesige Pflanzen züchtet. Zufällig bemerken die beiden, dass sie auch andere Dinge zum Wachsen bringen können. Was die beiden wohl alles zusammen anstellen?

www.alinequertain.com

Originaltitel LE RENARD MINUSCULE Sprecher*innen Lily Demuynck Deydier & Charly Magonza Drehbuch Aline Quertain & Sylwia Szkiladz Animation Pierre-Luc Granjon, Antoine Lanciaux, Aline Quertain & Sylwia Szkiladz Schnitt Hervé Guichard Ton Philippe Fontaine & Elias Vervecken Sound Design Nils Fauth Musik Timothée Jolly Produktion Nicolas Burlet, Arnaud Demuynck, Corinne Destombes, Folimage, Nadasdy Film & La Boîte,... Productions
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DER PARK

Nicolas Mahler • Österreich 2005 • 5 min • OmdU (HoH)

Animationsfilmmelancholie über das Leben eines alten Parkbaums. (Diagonale)

www.mahlermuseum.com

Sprecherin Hilli Reschl Drehbuch Nicolas Mahler Literaturvorlage Nicolas Mahler Character Design Nicolas Mahler Schnitt Alexander Frohner Sound Design Andi Haller Musik José Parrondo Produktion Nicolas Mahler
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DRONE BONING

Brandon LaGanke & John Carlucci • USA 2014 • 3 min • kein Dialog

Drone porn is a thing now! Ob Full-HD, Blu-ray, 3D, 4K, Google Glass oder Virtual Reality: Die Porno-Industrie zählt stets zu den Pionier*innen, wenn es neue Technologien für die eigenen Zwecke zu erproben gilt. DRONE BONING der beiden New Yorker Videokünstler Brandon LaGanke und John Carlucci aka GHOST+COW FILMS ist jedoch nicht als klassischer Pornofilm zu verstehen. Der erste Drohnen-Porno bietet mehr kritische als herkömmlich pornografische Inhalte. Nackte Menschen in schönen Landschaften bilden den Untergrund, auf dem das Musikvideo einen humorvollen Kommentar über Privatsphäre, Voyeurismus und Drohnenangriffe serviert.

www.droneboning.com

Konzept Brandon LaGanke & John Carlucci Kamera Kurt Selander, Radley Angelo, Ruben O'Malley & Spark Aerial Schnitt Rocky Bazemore Musik Taggart and Rosewood Produktionsleitung Chad Ghiron Produktion GHOST+COW FILMS
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IMBUED LIFE

Ivana Bošnjak & Thomas Johnson • Kroatien 2019 • 12 min • OmeU

Eine junge Frau nutzt ihr Talent für Tierpräparation, um Tieren dabei zu helfen in ihre natürliche Umgebung »zurückzukehren«. Die wirkliche Suche nach Antworten beginnt, als sie in jedem der Tiere, die sie behandelt, eine unentwickelte Filmrolle findet. Auf wundersame Weise fühlt sie sich den Tieren verbunden.

Originaltitel UDAHNUT ŽIVOT Sprecher Rakan Rushaidat Drehbuch Ivana Bošnjak & Thomas Johnson Animation Ivana Bošnjak & Thomas Johnson Kamera Ivan Slipčević Schnitt Iva Kraljević Ton Andrea Martignoni Sound Design Andrea Martignoni Produktion Bonobostudio
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INTELLIGENTE BÄUME

Julia Dordel & Guido Tölke • Deutschland 2017 • 45 min • OmdU

Faszinierende Reise durch das »Wood Wide Web«: Die kanadische Forstwissenschaftlerin Dr. Suzanne Simard (The University of British Columbia) und der Förster und Bestseller-Autor Peter Wohlleben untersuchen die Kommunikation zwischen Bäumen, unter anderem durch ihr weit verzweigtes, unterirdisches Wurzelsystem. Können Bäume tatsächlich miteinander sprechen? Ist es wahr, dass Mutterbäume sich um ihre Kinder und um alte und kranke Nachbarbäume kümmern? Gibt es so etwas wie Verbundenheit unter Bäumen? INTELLIGENTE BÄUME beleuchtet die Kommunikationsstrategien einer verborgenen Gemeinschaft und befasst sich mit der Frage, welche Bedeutung diese Erkenntnisse für unser eigenes Leben und unser Verhältnis zum Wald haben könnten.

www.intelligent-trees.com/de

Mitwirkende Suzanne Simard & Peter Wohlleben Drehbuch Julia Dordel & Guido Tölke Kamera Guido Tölke Schnitt Guido Tölke Ton Guido Tölke Produktion Julia Dordel & Dr. Les M. Lavkulich
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LA BELLE EST LA BÊTE

Bady Minck • Österreich/Luxemburg 2005 • 3 min • OmdU (HoH)

Ein Traum, eine Frau, eine Zunge aus Pelz: Bady Mincks LA BELLE EST LA BÊTE operiert an der Schnittstelle von Zivilisation und Wildnis, von Natur und Kultur, von Mensch und Tier. Ein Film, der die Frage nach dem Für und Wider unserer Kultivierung aufwirft. Im Spannungsfeld zwischen dem animalischen Innen und dem zivilisatorischen Außen wird »la Belle« selbst zu »la Bête«.

badyminck.com

Schauspiel Anja Salomonowitz Drehbuch Bady Minck Literaturvorlage Franz Kafka Animation Bady Minck Kamera Martin Putz Schnitt Sebastian Brameshuber Ton Sebastian Brameshuber Sound Design Bernhard Maisch Produktion Bady Minck, Alexander Dumreicher-Ivanceanu, AMOUR FOU Vienna, AMOUR FOU Luxembourg & Kesselskramer Amsterdam
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LAY ME LOW

Marlene Millar • Kanada 2015 • 8 min • OF

Zehn individuelle Stimmen erheben sich im Gleichklang, zehn Tänzer*innen, Musiker*innen und Sänger*innen synchronisieren ihre Schritte. Im Gesang und in der Bewegung finden sie zu einem gemeinsamen Rhythmus, zu einer kollektiven Erfahrung der Überwindung von Trauer. Nach einem gleichnamigen traditionellen Lied der Shaker, einer christlichen Freikirche in den USA, erzählt LAY ME LOW davon, wie nahe das Empfinden von Verlust und Intimität beieinanderliegen können.

Mehr als 30 Jahre hat die kanadische Musikerin und Tänzerin Sandy Silva als Solistin und Ensemble-Mitglied, auf der Bühne und im Film mit perkussivem Tanz und Body Percussion gearbeitet, bevor sie sich an ihr erstes Langfilmprojekt wagte. MIGRATION ist eine abendfüllende Produktion mehrerer kurzer Vignetten, die in Kollaboration mit anderen Künstler*innen aus Montreal sowie der Filmemacherin Marlene Millar entstehen, die u.a. für ihre Arbeiten mit Louise Lecavalier bekannt ist. LAY ME LOW ist die erste dieser Vignetten, die auch für sich alleine stehen können. Seit seiner Premiere 2015 wurde der Kurzfilm bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

www.sandysilvadance.com

Mitwirkende Andrew Bathory, Sonia Clarke, David Cronkite, Dominic Desrochers, Josée Gagnon, Josianne Laporte, Hélène Lemay, Kimberly Robin, Sandy Silva & Bobby Thompson Konzept Marlene Millar Kamera Geoffroy Beauchemin & Peter Krieger Schnitt Marlene Millar Sound Design Félix Boisvert
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MÉCANOMAGIE

Bady Minck • Österreich/Luxemburg 1996 • 16 min • OmdU (HoH)

»Das Gedächtnis einer kleinen Nation ist nicht kleiner als das Gedächtnis einer großen, es verarbeitet daher den vorhandenen Stoff gründlicher.« (Franz Kafka)

MÉCANOMAGIE ist ein Film über das kollektive Gedächtnis einer Landschaft: dem Ardennen-Gebiet (»Éisleck«) im Norden Luxemburgs. – Ein subversiver, unheimlicher Heimatfilm, in dem Käfer aus dem angeschnittenen Guglhupf kriechen und auch sonst das Surreale, Abgründige im (nur) auf den ersten Blick Alltäglichen lauert. Der Titel ist geradezu programmatisch für das Kino von Bady Minck: filmische Mechaniken (Einzelbild-Animation wie bei Svankmajer, Zeitlupe, Zeitraffer) werden von ihr so raffiniert eingesetzt, dass es geradezu magisch anmutet. Das Gedachte wird manifest und die Traumbilder gewinnen Oberhand über das »Natürliche«. (Christoph Huber)

badyminck.com

Schauspiel Misch Dimmer, Diane Becker, Raoul Chennaux, Sabine Stoltz, Antoinette Spoerri, Françis Binck, Monica Ferranti, Carole Lorang, Madame Peckels, Jean-François Wolff, Sascha Gillen, Sven Wirtz, Denys Baldelli, Nordine Ries, Kim Thies, Patrick Bartz, Gearoid Cox, Marc Gerson, Jean-Claude Henkes, Bernard Jenkins, Yann Tonnar & Serge Wolff Drehbuch Bady Minck Animation Bady Minck & Stefan Stratil Kamera Jerzy Palacz Schnitt Veronika Putz Ton Carlo Thoss Sound Design Michael Butcher & Philippe Baudhuin Musik André Mergenthaler Produktionsleitung Jean-Claude Schlim & Jean-Luc Zehnter Produktion Jani Thiltges & Samsa Film Luxembourg
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MILDERNDER UMSTAND

Beate Gördes • Deutschland 2014 • 2:10 min

„Das Stichwort „Atomarer Winter“ projizierte vor meinem inneren Auge das Urbild für radioaktiven Niederschlag (Fallout) nach einer Kernwaffenexplosion – einer menschenleeren Landschaft wo es nichts gibt als Natur, Wind, Asche und Radioaktivität.“ (Beate Gördes)

Beate Gördes (*1961) studierte 1987–1992 Freie Kunst und Malerei an der FH Köln. Seit 1985 regelmäßige Ausstellungen und Beteiligungen im In- und Ausland. Zahlreiche Teilnahmen an Internationalen Kurzfilmfestivals.

www.beategoerdes.de

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