FILMARCHIV

31 Resultate

… A CAR …

Carola Dertnig • Österreich 2010 • 8 min
Screening: OmeU (HoH) • Streaming: eOF

Eine zu kleine Durchfahrt, eine Familienkutsche, ein absterbender Motor und ein Abstand, der fatal unterschätzt wird: Nachdem die Performancekünstlerin Carola Dertnig in ihrer Serie TRUE STORIES bereits die unterschiedlichsten Alltagssituationen auf ihr Slapstick-Potential hin erprobt und auf Genderstereotype abgeklopft hat, ist in … A CAR … das Autofahren an der Reihe. Schauplatz ist die Wiener Apollo Garage. Der Versuch, aus dem System Parkgarage zu entkommen, führt zu haarsträubend akrobatischen Verrenkungen der als »heißer Feger« gestylten Künstlerin und in ein lyrisch-absurdes Autogedicht, mit dem sie sich auf die Performerin Simone Forti bezieht. Am Ende steht über dem Ganzen nichts als die Aufforderung zu »Reinlichkeit und Ruhe«.

caroladertnig.at

Schauspiel Carola Dertnig Sprecherin Carola Dertnig Konzept Carola Dertnig Literaturvorlage Carola Dertnig Kamera Katharina Cibulka Schnitt Katharina Cibulka Sound Design Philipp König Produktion Carola Dertnig
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BATRACHIAN’S BALLAD

Leonor Teles • Portugal 2016 • 11 min • OmeU

»Es war einmal in einer Zeit, da es noch keine Menschen gab, da waren alle frei und konnten miteinander sein«, erzählt eine Stimme aus dem Off. »Alle Tiere tanzten gemeinsam und das Glück war über alle Maßen. Nur einer, der war nicht eingeladen zu dem großen Fest – das war der Frosch. In seiner Wut über die Ungerechtigkeit beging er Suizid.«

Roma und Fröschen ist gemein, dass sie nie nicht gesehen werden, nie unbeachtet bleiben. Die junge Regisseurin Leonor Teles verwebt in ihrem Film die Lebensumstände der Roma in Portugal heute mit der Erinnerung an ein Gestern. Sie bleibt keine passive Beobachterin, sondern entscheidet sich für eine eindeutige Teilnahme und Position. Als drittes Standbein etabliert sie eine aktiv angewandte Performance-Kunst, die Eintritt in die filmische Erzählung findet. Aus dem »Es war einmal« wird ein »Es ist«. »Danach ist nichts wie vorher, und die Melodie des Lebens wird sich verändert haben«, sagt die Stimme aus dem Off. (Berlinale)

Leonor Teles wurde auf der Berlinale 2016 als jüngste Preisträgerin aller Zeiten mit dem Goldenen Bären für den Besten Kurzfilm ausgezeichnet.

Originaltitel BALADA DE UM BATRÁQUIO Konzept Leonor Teles Kamera Leonor Teles Schnitt Leonor Teles Ton Bernardo Theriaga Sound Design Branko Neskov Produktion Filipa Reis, João Miller Guerra & Uma Pedra no Sapato
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BIM BAM BOOM, LAS LUCHAS MORENAS

Marie Losier • Dänemark/USA/Mexiko 2014 • 13 min • OmeU

Bim bam boom, begrüßen Sie die Moreno Sisters! Drei Frauen, drei Schwestern, drei professionelle Luchadoras: Rossy, Esther und Cynthia. Unter dem Namen Las Luchas Morenas praktizieren sie den Nationalsport Mexikos: Wrestling. Der Lucha Libre ist aber auch Teil ihres Lebens: Sie kämpfen mit Schweineköpfen, Blumen und Federn. Marie Losiers charakteristische tanzende Kamera umkreist die drei Frauen und schafft dabei eine fröhliche, musikalische Ode an die Fantasie, an das Kind, das in jedem Erwachsenen steckt und an die Kultur Mexikos. Letztlich ist es aber vor allem ein Tribut an die drei Frauen, die sich trotz aller Differenzen dazu entschieden haben, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Mitwirkende Rossy Moreno, Esther Moreno, Cynthia Moreno & Maria del Rocio Moreno Leon Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier & Valérie Massadian Ton Clément Chassaing Produktion Marie Losier
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BODY, BODY ON THE WALL …

Jan Fabre & Wim Vandekeybus • Belgien 1997 • 7 min • OmdU (HoH)

Für das Tanzstück BODY, BODY ON THE WALL … schrieb Jan Fabre, inspiriert von dem niederländischen Maler Rob Scholte, der französischen darstellenden Künstlerin Orlane und Wim Vandekeybus selbst, einen furiosen Monolog über Körper und Bewegung. Der darauf basierende Kurzfilm, der auch Teil der Bühnenperformance war, ist ein visueller Ausdruck dieses Monologs. BODY, BODY ON THE WALL … ist einer der vier abendfüllenden Theatermonologe DIE VIER TEMPERAMENTE, die Jan Fabre für und mit Tänzer*innen entwickelt hat, mit denen ihn eine gemeinsame künstlerische Vergangenheit verbindet: Wim Vandekeybus, Renée Copraij, Marc Vanrunxt und Annamirl van der Pluijm.

www.ultimavez.com

Mitwirkende Wim Vandekeybus Kamera Philippe Guilbert Schnitt Octavio Iturbe Sound Design Charo Calvo Musik Pierre Vervloesem Produktionsleitung Annabel François & Bavo Defurne Produktion de Filmfabriek & Troubleyn
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BYKETROUBLE

Carola Dertnig • Österreich/USA 1998 • 5 min • kein Dialog

Eine Frau mit einem Fahrad müht sich ab einen Lift zu betreten, sowie ihn wieder zu verlassen. Ein Geschäftsmann steht ihr dabei im Weg. Aus Carola Dertnigs fortlaufender Slapstick-Serie TRUE STORIES: Wir versuchen uns in ein nicht bekanntes System zu integrieren und desto mehr wir uns bemühen, umso mehr stolpern wir über unser eigenes Verlangen nach Leistung und Perfektion.

caroladertnig.at

Mitwirkende Carola Dertnig Konzept Carola Dertnig Produktion Carola Dertnig
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CET AIR LÀ

Marie Losier • USA 2010 • 3 min • OF

April March und Julien Gasc performen in New York a capella »Cet air la«, einen berühmten französischer Song aus dem Jahr 1963 (bekannt vor allem durch die Interpretation von France Gall). Dabei fliegen sie gleichzeitig durch eine Welt von Wolken, Vögeln, Blasen, Nebelmaschinen und Glitzer. Marie Losier und ein 16mm-Projektor machen’s möglich und verleihen dem Song eine traumhafte Textur.

Mitwirkende April March & Julien Gasc Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier Produktion Marie Losier
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DIE ARBEITERINNEN VERLASSEN DIE FABRIK

Katharina Gruzei • Österreich 2012 • 11 min • OmdU (HoH)

1895 waren es in der deutschen Übersetzung des Filmtitels der Lumières noch Arbeiter, die die Fabrik verließen, obgleich deutlich mehr Frauen zu erkennen waren. Katharina Gruzei verunmöglicht in ihrer Neu-Interpretation die Geschlechterzuschreibungen in Titel und Bild. Im Flackern ihrer Lichtinstallation filmt die Kamera Silhouetten und schwimmt mit der Masse hinaus aus den eben geschlossenen Austria Tabak Werken. Erst am Ende wird die Originaleinstellung nachempfunden, diesmal mit geschärfter Wahrnehmung. (Diagonale)

katharinagruzei.blogspot.co.at

Konzept Katharina Gruzei Kamera Renate Bauer Schnitt Katharina Gruzei Produktion Katharina Gruzei
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EAT MY MAKEUP!

Marie Losier • USA 2005 • 5 min • OF

Fünf einnehmende Fräulein – darunter Filmregisseur George Kuchar und Marie Losier selbst – picknicken auf dem Dach eines Warenhauses im bezaubernden Long Island City, wo sich ein Wald von Wolkenkratzern am Fluss entlang erstreckt. Zu den Klängen von Wanda Jackson eskaliert der dialoglose Film schließlich, als ein Schwarm Fliegen die ausgelassene Zusammenkunft stört.

Mitwirkende George Kuchar, Jason Livingston, Paul Shepard & Marie Losier Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier Produktion Marie Losier
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ERSATZ

Elodie Pong • Schweiz 2012 • 4 min • OmeU (HoH)

»J’ersatz, tu ersatz, il ersatz … Nous vivons dans un monde ersatzique.«

Ein gut aussehendes Paar unterhält sich über den Umweg des Begriffs „Ersatz“ in unterschiedlichen, stockenden Sprachen über seine Gefühle. Der lautmalerisch-bildhafte Dialog der beiden ProtagonistInnen – Schauspielerin Laetitia Dosch und Künstler und Bartmodel Benjamin Dukhan – über das Konzept der Austauschbarkeit gerät zu einer humorvollen, philosophischen Betrachtung. Irgendwann geht’s um Ersatzwohnung und Ersatzliebe. Sind wir alle nur Ersatzmenschen?

Für die in Zürich lebende international bekannte Videokünstlerin Elodie Pong stellt Sprache ein Material der Innerlichkeit dar, das sie mit zweideutigen, komödiantischen oder ikonographisch-theatralen Bildwelten konterkariert – also dem Material, das der Sphäre der Äußerlichkeiten zuzurechnen ist. Entsprechend funktionieren ihre Arbeiten häufig als eine Art Doppelpass zwischen dem Gesprochenen und dem Gesehenen.

www.elodiepong.net

Schauspiel Laetitia Dosch & Benjamin Dukhan Drehbuch Elodie Pong Kamera Simon Jaquemet Schnitt Rosa Albrecht Ton Markus Egloff Sound Design Roland Widmer Produktion Elodie Pong
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ES WAR EIN MERKWÜRDIGER TAG

Linda Christanell • Österreich 1979 • 7 min • OmdU (HoH)

An einem beliebigen Sommertag in einem beliebigen Garten entsteht eine filmische Miniatur einer Suche nach sich selbst.

Die Frau hinter der Kamera hat sich eine spezielle Apparatur erdacht: Ein fester Stoff, über die Finger gespannt, entfaltet sich mit deren Bewegung zum Fächer. Zugleich fungiert dieser jedoch auch als Abblende – das Spiegelbild der Frau wird unsichtbar. Linda Christanell, Jahrgang 1939, ist seit den 1960er-Jahren Teil der (ersten) heimischen Filmavantgarde. Ihre Arbeiten charakterisiert unter anderem die Verwendung von Objekten und Materialien, die ambivalent besetzt sind: Talmi und Tand, schillernde Stoffe, Schmuckstücke, Spiegel, Fotos. (Der Standard)

Mitwirkende Linda Christanell Konzept Linda Christanell Kamera Linda Christanell Schnitt Linda Christanell Produktion Linda Christanell
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FELIX IN WONDERLAND

Marie Losier • Deutschland/Frankreich 2019 • 50 min • OmeU

Alles beginnt damit, dass Felix Kubin einen Golden Retriever ein Mikrofon beschnuppern, abschlabbern und ankauen lässt. »Experiment number one: Feeding a microphone to a dog«, kommentiert der Hamburger Künstler und Musiker. In den folgenden 50 Minuten begleiten wir Marie Losier auf eine Reise in die Welt und in den Kopf von Felix Kubin, wo die Musik lebt, die aus seinem Lieblingsinstrument, dem KORG MS20, fließt. In Losier findet Kubin eine Gleichgesinnte. Losier, diese ungewöhnliche Porträtistin, misst dem wirklichen Leben derer, die sie filmt, und deren Vorstellungswelt ein und dieselbe Bedeutung bei. Mit ihrem Porträt von Kubin, das ebenso exzentrisch ist wie der Künstler, sind wir eingeladen, die Methoden eines Elektro-Musikers zu entdecken, dessen dadaistische Impulse und fantastische Tanz-Moves über die Ernsthaftigkeit und die konzeptionelle Strenge hinwegtäuschen, wie sie auf dem Dancefloor nur selten zu finden ist. Österreich-Premiere!

Mitwirkende Felix Kubin Kamera Marie Losier Schnitt Ael Dallier Vega Sound Design Felix Kubin Musik Felix Kubin Produktion Ecce Films, Volte Slagen, Mathilde Delaunay & Michel Balagué
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IF I HAD LAND UNDER MY FEET

Lotte Schreiber • Österreich 2016 • 7:15 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OF

Die Videoarbeit IF I HAD LAND UNDER MY FEET basiert auf dem Projekt 400 – THE IMAGE BEHIND der Künstler*innen Lotte Schreiber und TK1968+. Menschen formieren sich auf der Straße zu einem Diagramm, halten für einen Moment inne, um wieder zu verschwinden. Als temporäres Mahnmal »verkörpern« sie jene statistische Zahl, die den Tod jener Menschen beschreibt, die in den ersten Wochen des Jahres 2016 beim Versuch, sich vor Krieg und Elend in Sicherheit zu bringen, im Mittelmeer ertrunken waren.

lotteschreiber.com

Konzept Lotte Schreiber & TK1968+ Kamera Martin Putz & Johannes Hammel Schnitt Lotte Schreiber Produktion Lotte Schreiber & TK1968+
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KATZENJAMMER

Kurdwin Ayub • Österreich 2011 • 4:30 min • dOF

Schaulust im YouTube-Zeitalter: Lasziv aber unsicher argumentiert Kurdwin Ayub mit Wort und Körper, den Blick immer wieder direkt in die (Computer-)Kamera gerichtet. Wir schauen zurück, stellvertretend für den Adressaten und Millionen Internet-User*innen. Das Private hat den Privatraum längst verlassen. (Diagonale)

In halb flehentlichen Sätzen bemüht sich Kurdwin Ayub darum, den imaginären Adressaten des Videos – offensichtlich der Ex-Boyfriend – noch einmal in den Bann zu ziehen. Eingeklemmt zwischen den archetypischen Bildern »unschuldiges Mädchen« und »verführerische Femme fatale« macht Ayub dabei das Unbehagen, aber auch die Komik, die sich aus den Reibungsflächen zwischen den beiden Vorstellungen von Weiblichkeit ergeben, durch ihr ungelenkes und zögerliches Verhalten deutlich. (Alexandra Seibel)

Schauspiel Kurdwin Ayub Konzept Kurdwin Ayub Schnitt Kurdwin Ayub Produktion Kurdwin Ayub
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KUNSTBOXEN

Ina Loitzl • Österreich 2015 • 5:40 min • OmdU (HoH)

Mit der ihr eigenen Mischung aus Humor und manchmal brutaler Realitätsnähe schickt Ina Loitzl die Kunstfigur Artist A in den Ring. Runde um Runde kämpft sie sich weiter: gegen ihre eigene Motivation, ihre Rolle als weibliche Künstlerin, mit und gegen die Konkurrenz der Kolleg*innenschaft, als kleiner Teil im unüberschaubaren Kunstmarkt. Mit im Ring die prominenten Gegner*innen des globalen Kunstbusiness.

www.inaloitzl.net

Schauspiel Ina Loitzl Konzept Ina Loitzl Animation Ina Loitzl Schnitt Ina Loitzl Produktion Ina Loitzl
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L’OISEAU DE LA NUIT

Marie Losier • USA 2015 • 20 min • OF

In den letzten 30 Jahren ist Fernando aka Deborah Krystal jeden Abend in goldenen Kleidern im legendären Lissaboner Club Finalemente aufgetreten. L’OISEAU DE LA NUIT enthüllt die vielen Facetten Fernandos, die unter den Fasern seiner farbenfrohen Gewänder liegen. Unterstützt von zahlreichen Freund*innen und Filmemacherkolleg*innen lässt Marie Losier Lissaboner Mythen zum Leben erwachen. In stetiger Verwandlung, als Meerjungfrau, Vogel oder Löwe, entführt uns Fernando auf eine Reise in eine Welt des durch Metamorphosen und Mythen ausgelösten Begehrens und Träumens, vom hellen Sonnenlicht eines farberfüllten Strandes zu den spukhaften Schatten eines Museums bei Nacht.

Originaltitel O PÁSSARO DA NOITE Mitwirkende Deborah Krystal Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier & Rui Xavier Schnitt Catherine Libert & Marie Losier Ton Miguel Cabral Musik Alan Vega Produktion IndieLisboa –Associação Cultural, Miguel Valverde & Marie Losier
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