FILMARCHIV

91 Resultate

15 JAHRE UND KEINE ANTWORT

Gita Ferlin • Österreich 2015 • 7 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OmeU

In Gita Ferlins essayistischem Porträt eines jungen Asylwerbers in Österreich bleibt der Protagonist unsichtbar, verbannt aus dem Bild, nur als frei umherschwebende Stimme existent, nicht zu verorten. Die beklemmenden Schilderungen seines der Mündigkeit beraubten Lebens, das nunmehr von Furcht, Armut, Scham und Perspektivlosigkeit bestimmt wird, verdichten sich in kontemplativen Raumtableaus des schäbigen Wohnheims und im Sound: Enge, die keine Entfaltung ermöglicht. Wände, Gitter, verschlossene Türen, die gefangen nehmen. Ein Ausblick auf Bahngleise, der die permanente Angst vor Abschiebung ebenso spürbar macht wie der Verkehrslärm, der unentwegt präsent ist. Eine sensible und eindringliche Annäherung an eine unbehauste Existenz, ein Dasein zwischen Kerker und Transit. (Digonale)

Konzept Emran Ibishi & Gita Ferlin Kamera Gita Ferlin Schnitt Gita Ferlin Produktion Gita Ferlin
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3 MINIATUREN AUS DEM LEBEN MIT 47

Edith Stauber • Österreich 2015 • 2:15 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OF

Drei Begebenheiten aus dem Alltag: Ein Ausflug, eine Migräneattacke und ein Nachmittag auf dem Sofa. In wenigen, beinahe statischen Bildern entsteht mit leisem Humor und Ironie ein Stimmungsbild aus der Mitte des Lebens – zwischen Überdruss und Behaglichkeit, zwischen Kommunikation und Kontemplation.

www.edithstauber.at

Konzept Edith Stauber Animation Edith Stauber Kamera Edith Stauber Schnitt Edith Stauber Ton Edith Stauber Musik Lea Stauber Produktion Edith Stauber
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A BIRD IN A CAGE

Lauren Orme • Großbritannien 2014 • 20 min • eOF

Lady Rhondda (1883-1958), bürgerlich Margaret Mackworth, ist eine jener revolutionären Figuren, deren bahnbrechende Arbeit für Frauenrechte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bislang kaum gewürdigt wurde. Sie stand dem Ableger der Women’s Social and Political Union in Newport vor, kämpfte um einen Sitz im Oberhaus des Parlaments, saß wegen Anzündens eines Briefkastens im Gefängnis, wurde eine erfolgreiche Geschäftsfrau und gründete eine der wichtigsten Zeitschriften für Politik und Literatur ihrer Zeit. (Tricky Women)

www.laurenorme.com

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A PERFECT ME, A PERFECT YOU

Dina Bukva • Österreich 2018 • 5 min • eOF

»I am going to tell you a story about a perfect me and a perfect you.« – Mit minimalistischen Filzstiftzeichnungen und Voice-over reflektiert Dina Bukva über Körper-Bilder, Schönheitsideale, Selbstinszenierung und den Kampf um soziale Inklusion durch virtuelle Likes in Zeiten von Instagram und Facebook.

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A STORY FOR THE MODLINS

Sergio Oksman • Spanien 2012 • 26 min • eOF

Eine Nebenrolle in Roman Polanskis ROSEMARY’S BABY sollte der traurige Höhepunkt von Elmer Modlins Schauspielkarriere sein. Danach verlässt er mit seiner Frau Margaret und Sohn Nelson die USA. In Madrid führen sie für die nächsten 30 Jahre in einer großzügigen Wohnung ein zurückgezogenes Leben. Margaret widmet sich voll und ganz ihrer Kunst. Elmer glaubt an sie. Und Nelson muss für die riesigen, symbolträchtigen Bilder posieren. Anhand von Fotos und Videomaterial, das nach dem Tod der Modlins in einer Kiste auf der Straße gefunden wurde, rekonstruiert Sergio Oksman ihr geradezu schauerliches Schicksal und vollzieht dabei eine interessante Gratwanderung zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Zu unheimlich, zu traurig und zu gut ist diese Geschichte, um erfunden zu sein. ROSEMARY’S BABY in fast forward gibt dabei prophetisch den Ton an: von der Schauspielkarriere, die nicht werden will, von religiösem Eifer und seltsamen Dingen, die hinter Vorhängen geschehen. Bis zuletzt geheimnisvoll bleibt diese aus Puzzlesteinen meisterlich montierte Skizze. Und die Pointe: Der Zufall und ein fremder Künstler schenken den Modlins die Anerkennung, nach der sie sich zeitlebens sehnten. (Viennale)

Sprecher Trent Cohn Drehbuch Carlos Muguiro, Emilio Tomé & Sergio Oksman Kamera Miguel Amoedo Schnitt Fernando Franco & Sergio Oksman Ton Carlos Bonmatí Sound Design Iñaki Sánchez Produktion DOK Films
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ABOUT LOVE ON A SMALL ISLAND

Elaheh Habibi • Großbritannien/Iran 2018 • 26 min • OmeU

Saleh lebt mit seinen beiden Frauen Ayesheh und Miriam auf der iranischen Insel Queshm. In reflexiver und partizipativer Weise nähert sich ABOUT LOVE ON A SMALL ISLAND ihrer Beziehung an und hinterfragt Stereotypen muslimischer Frauenbilder ebenso wie westliche Modelle von Liebesbeziehungen. Nach und nach enthüllt der Film komplexe Fragen von Heirat und Vorstellungen von romantischer Liebe und Sexualität.

Ausgezeichnet mit dem ethnocineca Students Shorts Award (ESSA) der ethnocineca 2020.

Kamera Elaheh Habibi Schnitt Elaheh Habibi Ton Ahmad Moradi Produktion Elaheh Habibi & Ahmad Moradi Hochschule University of Manchester
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ACHILL

Gudrun Krebitz • Österreich/Deutschland 2012 • 9 min • eOF

In ACHILL tritt eine Frau aus ihrer Welt, um einen Mann zu treffen. Die Begegnung verläuft desillusionierend, die Frau zieht sich am Ende wieder zurück. Sie ist Künstlerin, she animates films. Der Film, den sie gerade animiert, ist ein Film über diese Begegnung und darüber, wie Schärfe und Unschärfe einander ausschließende Bewusstseinszustände sind. (Sylvia Szely)

gudrunkrebitz.tumblr.com

Sprecher*innen Nicolette Krebitz, Lola C. Bohle & Sean Uyehara Drehbuch Gudrun Krebitz Animation Gudrun Krebitz Kamera Moana Vonstadl Schnitt Gudrun Krebitz Sound Design Marian Mentrup Produktion Verena Schilling Hochschule Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
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ALAN VEGA: JUST A MILLION DREAMS

Marie Losier • Frankreich 2013 • 16 min • OmeU

Es ist wie daheim bei den Celebrities, zum Glück nicht im Puls4Sat1Pro7RTLORFshowminus-Format, sondern spaßig, rau, zappelig, körnig, frech, frank, freihändig. Der eher eingeweihten Kreisen bekannte Minimal Rock Elektronikpionier Alan Vega, Komponist und Sänger des kultigen Post Punk Duos Suicide, schiebt Wuchteln und lebt seine Launen vorzugsweise im Sitzen aus, während Gattin Liz Lamere Fragen stellt oder die Wäsche macht und Sohn Dante Musik, Selbstdarstellung und Exzentrik in Reinkultur erlernt. »Tradition my ass«: eine schräge Künstler*innenfamilie im Selfie-Wahn. (Viennale)

Mitwirkende Alan Vega, Liz Lamere, Dante Vega & Marc Hurtado Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier Ton Clément Chassaing Musik Alan Vega Produktion Tamara Films & Polyester
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AMBITION

Hal Hartley • USA 1991 • 9 min • OmdU (HoH)

Ein Tag im Leben eines jungen Künstlers, der sich nach beruflichem Erfolg und Wertschätzung sehnt, aber nur auf Frust und Gewalt stößt. Auf höchst eigenwillige Weise kreisen die intelligenten Filme des US-amerikanischen Independent-Regisseurs Hal Hartley immer wieder um die Themen Liebe und Vertrauen, Sehnsucht nach Geborgenheit und Angst vor Enttäuschung. Hartley etablierte sich in den 1990er Jahren als einer der wichtigsten Vertreter des jungen unabhängigen Autor*innenfilms in den USA.

www.halhartley.com

Schauspiel George Feaster, Patricia Sullivan, Rick Groel & Jim McCauley Drehbuch Hal Hartley Kamera Michael Spiller Musik Hal Hartley Produktion Possible Films & Hal Hartley
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AREKARA – THE LIFE AFTER

Momoko Seto • Frankreich 2012 • 17 min
Screening: OmeU • Streaming: fOF

Anhand von Augenzeug*innenberichten versucht Momoko Seto die Geschehnisse und Auswirkungen des Tsunamis, der vom Tōhoku-Erdbeben 2011 ausgelöst wurde, nachzuvollziehen. AREKARA entwickelt besondere visuelle Kraft in fünf Sequenzen, die auf unheilvolle Weise apokalyptisch und surreal anmuten, aber eben nichts anderes als die Orte des Geschehens abbilden.

www.setomomoko.org

Originaltitel AREKARA – LA VIE APRÈS Kamera Momoko Seto & Minori Matsuoka Schnitt Nicolas Sarkissian & Momoko Seto Ton Quentin Degy Produktion Momoko Seto, Eccefilm & Emmanuel Chaumet
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AUTONAOMI

Boaz Olander • Israel 2013 • 16 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OmeU

Die 80-jährige Naomi liegt im Clinch mit ihrer Familie. Eigentlich soll sie mit dem Rauchen aufhören, weil sie an der Sauerstoffflasche hängt. Lieber stürzt sich die ehemalige Athletin ins Abenteuer und meldet sich für das erste Elektroscooter-Rennen in Israel an und zwar in beiden Kategorien: Schnelligkeit und Hindernis. Enkel Boaz Olander heuert als Trainer an und dokumentiert die Fortschritte. Es gibt nur ein Ziel: Gold.

Konzept Boaz Olander Kamera Shai Nir Schnitt Eitan Dorfman Produktion Boaz Olander
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BAD ROMANCE: WOMEN’S SUFFRAGE

Tim Alden Grant • USA 2012 • 5 min • eOF

Gelungene Parodie auf Lady Gagas 2009 erschienenen Hit BAD ROMANCE über die Suffragetten-Bewegung in den USA als Tribute an Alice Paul und die Mitglieder der National Women’s Party. Aus Urheber*innenrechtsgründen mehrfach von YouTube verbannt – im Geschichtsunterricht US-amerikanischer High Schools geschätzt.

Drehbuch Emilia Fuentes Grant Kamera Adam Hobbs Schnitt Tim Alden Grant Musik Mack Brock & Aaron Robertson Produktion Lisa Corum
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BEINGWHALE

Christoph Schwarz & Marcuse Hafner • Österreich 2014 • 17 min • eOF

Kunst muss Schock! Aktionskünstler Renfah will Venedig einen Wal aufbinden: Zur Eröffnung der Biennale soll ein toter Wal am Markusplatz aufgebahrt werden, der sich in der Sonne aufbläht und Venedig mit Gedärm überzieht. Die Proteste aufgebrachter Tierschützer*innen werden dabei gleich mitinszeniert. Doppelbödige Kunstmockumentary.

www.christophschwarz.net

Sprecher Neil Bromley Drehbuch Christoph Schwarz & Marcuse Hafner Konzept Christoph Schwarz & Marcuse Hafner
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BIM BAM BOOM, LAS LUCHAS MORENAS

Marie Losier • Dänemark/USA/Mexiko 2014 • 13 min • OmeU

Bim bam boom, begrüßen Sie die Moreno Sisters! Drei Frauen, drei Schwestern, drei professionelle Luchadoras: Rossy, Esther und Cynthia. Unter dem Namen Las Luchas Morenas praktizieren sie den Nationalsport Mexikos: Wrestling. Der Lucha Libre ist aber auch Teil ihres Lebens: Sie kämpfen mit Schweineköpfen, Blumen und Federn. Marie Losiers charakteristische tanzende Kamera umkreist die drei Frauen und schafft dabei eine fröhliche, musikalische Ode an die Fantasie, an das Kind, das in jedem Erwachsenen steckt und an die Kultur Mexikos. Letztlich ist es aber vor allem ein Tribut an die drei Frauen, die sich trotz aller Differenzen dazu entschieden haben, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Mitwirkende Rossy Moreno, Esther Moreno, Cynthia Moreno & Maria del Rocio Moreno Leon Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier & Valérie Massadian Ton Clément Chassaing Produktion Marie Losier
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BODY, BODY ON THE WALL …

Jan Fabre & Wim Vandekeybus • Belgien 1997 • 7 min • OmdU (HoH)

Für das Tanzstück BODY, BODY ON THE WALL … schrieb Jan Fabre, inspiriert von dem niederländischen Maler Rob Scholte, der französischen darstellenden Künstlerin Orlane und Wim Vandekeybus selbst, einen furiosen Monolog über Körper und Bewegung. Der darauf basierende Kurzfilm, der auch Teil der Bühnenperformance war, ist ein visueller Ausdruck dieses Monologs. BODY, BODY ON THE WALL … ist einer der vier abendfüllenden Theatermonologe DIE VIER TEMPERAMENTE, die Jan Fabre für und mit Tänzer*innen entwickelt hat, mit denen ihn eine gemeinsame künstlerische Vergangenheit verbindet: Wim Vandekeybus, Renée Copraij, Marc Vanrunxt und Annamirl van der Pluijm.

www.ultimavez.com

Mitwirkende Wim Vandekeybus Kamera Philippe Guilbert Schnitt Octavio Iturbe Sound Design Charo Calvo Musik Pierre Vervloesem Produktionsleitung Annabel François & Bavo Defurne Produktion de Filmfabriek & Troubleyn
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