FILMARCHIV

13 Resultate

AURORE

Marlies Pöschl • Frankreich/Österreich 2019 • 21 min • OmeU

Aurore ist eine Stimme, die Menschen glücklich machen soll. Etwa in einem Senior*innenheim. Sie hat keinen Körper, kennt weder Schmerz noch Einsamkeit. Marlies Pöschls kollaborativ entstandener Dreiakter reflektiert über automatisierte Pflege, Programmierbarkeit von Affekten und das Selbstbewusstsein künstlicher Intelligenz. (Diagonale)

Entstanden im Rahmen des Programms »Pixel, Bytes and Film«, basiert AURORE auf den Ergebnissen eines Workshops, den Marlies Pöschl gemeinsam mit Grundschüler*innen, Maturierenden und Senior*innen 2017 am CAC Brétigny veranstaltete. Es galt, praktische Antworten auf die Fragen zu finden: Sind Empathie, Fürsorglichkeit, Anteilnahme und Pflegekompetenz programmierbar? Dabei entstanden u.a. Haushalts- und Pflegeroboter, Glücks-Umverteilungs-Maschinen zur Regulation ungleicher Zufriedenheitsniveaus, vollautomatisierte Personal Assistents, und eben: Aurore.

www.marliespoeschl.net

Schauspiel Alexis Beauleux, Mathilde Banco, Kitzy Moussa & Jonathan Mambo Sprecherin Agnes Hvizdalek Drehbuch Marlies Pöschl Kamera Victor Zébo & David Rabeder Schnitt Marlies Pöschl Ton Gael Eleon Sound Design Florian Kindlinger Musik Peter Kutin Produktion Hidden Mother, CAC Brétigny & Marlies Pöschl
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CALL OF COMFORT

Brenda Lien • Deutschland 2018 • 9 min • eOF

»Bitte stimme den Nutzungsbedingungen zu, um ein Teil der Gemeinschaft zu sein«, säuselt die Big-Data-Kristallkugel, während sie uns in positiven Affirmationen und hyper-personalisierter Werbung badet. Brenda Lien reflektiert im dritten Teil ihrer Kurzfilmserie CALL OF … , wie moderne Technologien uns mit dem Versprechen auf ein optimiertes Leben dazu verführen, unsere Privatsphäre zu opfern.

www.brendalien.de

Schauspiel Sina Martens, Yodit Tarikwa & Johanna Miller Drehbuch Brenda Lien Kamera Brenda Lien & Tim Seger Schnitt Brenda Lien Ton Brenda Lien & Christopher Weingarten Musik Brenda Lien Produktion Brenda Lien
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CAPTIVA

Victoria Marks & Margaret Williams • Großbritannien/USA 2016 • 11 min • kein Dialog

»Boy/Man, Drone/Toy, Weapon/Camera. Nature is a terrifying force; it is a tourist paradise. Either way, it knows no justice. Play turns sinister. Machines land on earth, gently … or with devastating impact.« (Victoria Marks)

Auf Captiva Island am Golf von Mexiko entstand während der Rauschenberg Residency in Zusammenarbeit mit dem Tänzer Willy Souly und dem jungen Emory Cavin der Tanzfilm CAPTIVA, die jüngste künstlerische Kollaboration von Victoria Marks und Margaret Williams. Welturaufführung.

margaretwilliamsdirector.com

Mitwirkende Willy Souly & Emory Cavin Konzept Margaret Williams & Victoria Marks Kamera Margaret Williams Schnitt Margaret Williams Musik Mick O'Shea Produktion MJW Production
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DER GLÜHBIRNENSAMMLER

Summer DeRoche • Australien 2012 • 7 min • OmdU (HoH)

Andrew Pullen hat in einer der größten privaten Sammlungen weltweit über 10.000 Glühbirnen zusammen getragen. Die australische Filmemacherin Summer DeRoche hat dieses Porträt eines Mannes mit Asperger-Syndrom gestaltet, dessen Streben dem Ziel dient, einen Teil des technischen Fortschritts zu dokumentieren, der bald vergessen sein wird.

summerderoche.com

Originaltitel THE GLOBE COLLECTOR Mitwirkende Andrew Pullen Konzept Summer DeRoche Kamera Campbell Hynam-Smith Schnitt Summer DeRoche Sound Design Lachlan Harris Produktion Andrea Distefano
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ELECTRIC SOUL

Joni Männistö • Finnland 2013 • 5 min • kein Dialog

Die Leuchtdioden glühen, die Funken sprühen: Eine elektrifizierende Sicht auf eine pulsierende Computerstadt im Minimundus-Maßstab.

jonimannisto.weebly.com

Animation Joni Männistö Sound Design Lucas Pedersen
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FACIAL WEAPONIZATION COMMUNIQUÉ: FAG FACE

Zach Blas • USA 2013 • 8 min • eOF

Facial Weaponization Suite, work in progress des US-amerikanischen Künstlers und Kurators Zach Blas, protestiert gegen biometrische Gesichtserkennung und die Ungleichheiten, die diese Technologie propagiert, indem es »kollektive Masken« in Workshops herstellt, die aus den vereinten Gesichtserkennungsdaten der Teilnehmer*innen angefertigt werden. Die amorphen Masken, die nicht mehr als menschliche Gesichter identfiziert werden können, werden bei öffentlichen Interventionen und Performances eingesetzt. Das Gesicht wird Objekt und (Selbstverteidigungs-)Waffe. Neben der neonpinken Fag-Face-Maske, die sich mit Homosexualität auseinandersetzt, existieren bisher auch eine schwarze Maske und eine blaue Maske, die Rassismus und feministische Theorie thematisieren.

www.zachblas.info

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MIRIAMS KÜCHENMASCHINE

Andres Tenusaar • Estland 2012 • 5:15 min • kein Dialog

Miriam macht Milchshake-Experimente. Als die tolle neue Küchenmaschine zusammenbricht, versucht ihre abenteuerlustige Henne auszuhelfen.

www.nukufilm.ee

Originaltitel MIRIAMI KÖÖGIKOMBAIN Drehbuch Leelo Tungal & Peep Pedmanson Animation Marili Toome, Triin Sarapik-Kivi & Andres Tenusaar Kamera Ragnar Neljandi Schnitt Andres Tenusaar Sound Design Tiina Andreas Musik Tiit Kikas Produktionsleitung Maret Reismann Produktion Nukufilm, Arvo Nuut & Andrus Raudsalu
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RE-ANIMATED SPARTA

Holger Lang • Österreich 2014 • 4:20 min • eOF

151.500 Frames in vier Minuten, 25 algorithmisch komprimierte Einzelbilder pro Filmbild. Holger Lang kondensiert das komplette visuelle Material des Schlachtenepos 300 – vormals SPARTA – zu einem gleichermaßen berauschenden wie antinarrativen Metablockbuster mit 25 algorithmisch komprimierten Einzelbilder pro Filmbild. Im Wirbeln der Cluster lebt die Geschichte fort, doch bleibt deren Decodierung der Maschinenwelt vorbehalten – jenseits der menschlichen Wahrnehmung. (Diagonale)

www.holgerlang.at

Sprecher Holger Lang Animation Holger Lang Schnitt Holger Lang Ton Holger Lang Produktion Holger Lang
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SCHREIBMASCHINERIE

Caro Estrada • Österreich 2011 • 4 min • kein Dialog

Mittels originell kombinierter typografischer Elemente einer mechanischen Schreibmaschine zeigt Caro Estrada in SCHREIBMASCHINERIE die bürokratischen Ebenen der Kriegsführung auf. Aus einfachen Satzzeichen und Buchstaben formen sich Soldaten und formieren sich ganze Armeen.

Inspiriert von den analogen Dokumentationstechniken des ersten Weltkrieges, des ersten industrialisierten Krieges, reflektiert der Film die machtvollen Maschinerien, die auch heute noch im Hintergrund aller bewaffneten Konflikte weltweit ablaufen und Millionen von Menschen zum Spielball der Machtinteressen der Politik werden lassen. Sowohl Schreibtischtäterschaft als auch stetes technologisches Hochrüsten werden durch die Wahl der Animaqtionstechnik thematisiert. Durch das Arrangement einfachster analoger Techniken zu einem ironischen Animationsmassaker vermag Caro Estrada die Perfiditäten der maschinellen Tötungsindustrie auf irritierend einfache Weise auf den Punkt zu bringen.

www.estrada-photography.com

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STRADELLA

Edith Stauber • Österreich 2011 • 1 min • OF

Eine imaginierte Reise quer durch Europa: Edith Stauber gestaltet den Festivaltrailer für CROSSING EUROPE 2011 als Liebeserklärung an die Ära des analogen Radios und die Sprachvielfalt Europas.

www.edithstauber.at

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SURGE

Sebastian Buerkner • Großbritannien 2020 • 4:40 min • eOF

Eine visuelle Annäherung an das Erlangen oder Wiedererlangen des Sehvermögens mittels bionischer Implantate. In einer fiktiven postoperativen Kalibrierungssitzung, die sich auf neueste Erkenntnisse der medizinischen Forschung stützt, beleuchtet der Film die Komplexität des Versuchs, Wahrnehmung auszuhandeln, und geht so weit, dass der*die Zuschauer*in schließlich das Experiment leitet. (Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)

sebastianbuerkner.com

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THE ARTIFICIAL HUMORS

Gabriel Abrantes • Portugal 2017 • 29 min • OmeU

Im Amazonasbecken erforscht die Wissenschaftlerin Claude Laroque, wie sich Emotionen an Roboter vermitteln lassen. Ihrem Roboter Coughman bringt sie Erkennungsmuster für die unterschiedlichen Gefühlslagen von Menschen bei. Dabei wird sie von einer indigenen jungen Frau unterstützt. Und so entdeckt Coughman die Liebe – bis er umprogrammiert wird, um auch die Fähigkeit des Humors zu erlangen, und diese als Stand-up-Comedian unter Beweis stellen soll.

In großen Bildern erzählt Gabriel Abrantes (u.a. DIAMANTINO) eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Die großen Fragen des Lebens können nicht ohne Humor diskutiert werden, zitiert er den Philosophen Ludwig Wittgenstein und verbindet in THE ARTIFICIAL HUMORS Gedanken zu Anthropologie, zur Lebensweise indigener Gemeinschaften und zu Eigenarten Künstlicher Intelligenz.

www.gabrielabrantes.com

Schauspiel Margarida Lucas, Amanda Rodarte, Gilda Nomacce, Ivo Müller, Jeann Segundo, Mateus Rolim Rodrigues, Rafaela Rocha & Patrícia Soso Drehbuch Gabriel Abrantes Kamera Jorge Quintela Schnitt Margarida Lucas Sound Design Carlos Abreu & Marcel Costa Musik Aamourocean Produktion Herma Films
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THIS CHAIR IS NOT ME

Andy Taylor Smith • Großbritannien 2011 • 9:45 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: eOF

Der britische Tänzer Alan Martin lässt einen Akt der Selbstermächtigung als gespielten Dokumentarfilm Revue passieren: Gelähmt von Cerebralparese, gelingt es ihm durch den Tanz sich aus der Isolation zu befreien und zu emanzipieren – vom Zuhause, vom Vater, vom Rollstuhl. Ein Sprachcomputer ermöglicht den entscheidenen Schritt zu einem eigenständigen Leben als Tanztrainer.

www.andytaylorsmith.com

Schauspiel Andre Mahjouri, Susan Stanley & Lydia Thacker Sprecher Alan Martin Konzept Andy Taylor Smith Kamera Andy Taylor Smith Schnitt Jonathan Stenton Sound Design Grant Bridgeman Musik Samuel Karl Bohn Produktion Anthem Films, Tina Pawlik & Blair Barnette
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Von A wie Aktivismus bis Z wie Zusammenleben: Alle rund 900 Kurzfilme, die seit 2015 bei dotdotdot gezeigt wurden, können im Filmarchiv nachgeschlagen werden.

Mehr als 500 Kurzfilme, die von den Rechteinhaber*innen bereits online veröffentlicht wurden, stehen im Filmarchiv – größtenteils kostenlos – zum Streaming zur Verfügung. Bei manchen Filmen haben Sie die Möglichkeit über den CC-Button aus Untertiteln in mehreren Sprachen zu wählen. Bei Filmen, die nicht direkt auf der Website von dotdotdot abgespielt werden können, folgen Sie bitte den Anweisungen des Streaming-Anbieters.

Bei Interesse an einer öffentlichen Vorführung eines Films stellen wir gerne Kontakt zu den Rechteinhaber*innen her. Bitte senden Sie Ihre Anfragen an .

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