FILMARCHIV

26 Resultate

ACHILL

Gudrun Krebitz • Österreich/Deutschland 2012 • 9 min • eOF

In ACHILL tritt eine Frau aus ihrer Welt, um einen Mann zu treffen. Die Begegnung verläuft desillusionierend, die Frau zieht sich am Ende wieder zurück. Sie ist Künstlerin, she animates films. Der Film, den sie gerade animiert, ist ein Film über diese Begegnung und darüber, wie Schärfe und Unschärfe einander ausschließende Bewusstseinszustände sind. (Sylvia Szely)

gudrunkrebitz.tumblr.com

Sprecher*innen Nicolette Krebitz, Lola C. Bohle & Sean Uyehara Drehbuch Gudrun Krebitz Animation Gudrun Krebitz Kamera Moana Vonstadl Schnitt Gudrun Krebitz Sound Design Marian Mentrup Produktion Verena Schilling Hochschule Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
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BACK TRACK

Virgil Widrich • Österreich 2015 • 7 min • eOF

Ein audiovisuelles Spiegelkabinett in rasend schönem Schwarzweiß. Virgil Widrich kompiliert Filmausschnitte aus den 1950er- und 60er-Jahren zu einem Bilder-Remix, der sich durch Mehrfachprojektionen auf präzis platzierte Spiegel und Leinwandkonstruktionen in die (von Hand gebaute) Dreidimensionalität übersetzt: Direkt in der Studiokulisse und mit ihr interagierend legen sich die Bildebenen im wortwörtlichen Sinn vor-, über- und hintereinander, einmal zerbersten sie gar im Beschuss von Pistolenkugeln. Wie sich auch Traum, Wahn und Wirklichkeit in Korrespondenz mit dem Metanarrativ verschränken und auflösen, bis nur eine einzige Wahrheit Bestand hat: »Looking at something changes it.« (Diagonale)

www.widrichfilm.com

Drehbuch Virgil Widrich Kamera Bernhard Schlick Schnitt Virgil Widrich Sound Design Frédéric Fichefet Produktion Virgil Widrich
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COPY SHOP

Virgil Widrich • Österreich 2001 • 12 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: kein Dialog

Ein Mann erwacht, richtet sein Haar vor dem Spiegel, tritt auf die Straße, um seinen vertrauten Weg zur Arbeitsstätte anzutreten. Erst dort, am Kopierer, nachdem er seine Hand (gleich seiner Identität) abgelichtet hat, gerät die Welt aus den Fugen. Der Mann wird die Filmkader fortan unaufhörlich reproduzieren – zuerst taucht ein Doppelgänger auf, schließlich wuchern seine Doubles sogar ins Unermessliche.

Grobkörnige Schwarzweißbilder sowie die bis auf Geräusche rein musikalische Untermalung rücken COPY SHOP in die Nähe einer Groteske, des Pastiches eines kafkaesken Szenarios, in dem noch einmal ironisch das Verschwinden jedweder Orginalität durch die Medien verkündet wird – eine Ebene, die der Film vom anderen Ende her schon in seinem Produktionsprozess reflektiert: Auf Video gedreht, wurden die Bilder aus dem Computer ausgedruckt und dann nochmals mit Trickfilmkamera animiert. (Dominik Kamalzadeh)

www.widrichfilm.com

Schauspiel Johannes Silberschneider & Elisabeth Ebner-Haid Drehbuch Virgil Widrich Kamera Martin Putz Schnitt Virgil Widrich Ton Alexander Zlamal Musik Alexander Zlamal Produktionsleitung Gabriele Kranzelbinder Produktion Virgil Widrich
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DAS BIN NICHT ICH, DAS IST EIN BILD VON MIR

Christiana Perschon • Österreich 2018 • 9 min • OmdU (HoH)

Eine Begegnung mit Fotografie durch Film – eine Begegnung zweier Künstlerinnen, die gegen das Abbild arbeiten: Rouladenspieße, Nägel und Haarnadeln, die eine Leinwand durchbohren, Spuren im Material hinterlassen. Dunkelkammer, Schwarzbild, Rotlicht, Negativ, das Positiv zum Fragment vergrößert. Nicht das sichtbare Bild ist entscheidend, sondern die Sichtbarmachung des Prozesses, der zum Bild geführt hat. Ausgangspunkt von Christiana Perschons jüngster Auseinandersetzung mit der feministischen Avantgarde der 1970er-Jahre ist Karin Macks Fotoserie ZERSTÖRUNG EINER ILLUSION. (Diagonale)

christiana.perschon.at

Mitwirkende Karin Mack Konzept Christiana Perschon Kamera Christiana Perschon Schnitt Christiana Perschon Ton Christiana Perschon Produktion Christiana Perschon
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DREAMLAND

Mirai Mizue • Frankreich/Japan 2017 • 5 min • OmdU (HoH)

Phantasie kennt keine Grenzen. Dreamland wird sich immer neu erfinden. Mirai Mizue lässt retrofuturistische Strukturen in maximaler Opulenz und geometrischer Pracht zu synthetischer Barockmusik wuchern und pulsieren. Vergesst Reduktion: Mehr ist mehr.

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EIN MANN, ACHT KAMERAS

Naren Wilks • Großbritannien 2014 • 2:30 min • kein Dialog

Ein mitreißender Tanzfilm in Schwarzweiß: Zuerst ganz allein, dann zu zweit, zu dritt … zu acht! Ein Mann erforscht mitten in einem kreisförmigen Raum ein merkwürdiges Phänomen: Mit Hilfe von acht Kameras lässt er eine sich endlos drehende, spiegelgleiche Welt entstehen.

Originaltitel ONE MAN, EIGHT CAMERAS Mitwirkende Naren Wilks Konzept Naren Wilks Kamera Naren Wilks Schnitt Naren Wilks Musik Moishe's Bagel Produktion Naren Wilks
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ES WAR EIN MERKWÜRDIGER TAG

Linda Christanell • Österreich 1979 • 7 min • OmdU (HoH)

An einem beliebigen Sommertag in einem beliebigen Garten entsteht eine filmische Miniatur einer Suche nach sich selbst.

Die Frau hinter der Kamera hat sich eine spezielle Apparatur erdacht: Ein fester Stoff, über die Finger gespannt, entfaltet sich mit deren Bewegung zum Fächer. Zugleich fungiert dieser jedoch auch als Abblende – das Spiegelbild der Frau wird unsichtbar. Linda Christanell, Jahrgang 1939, ist seit den 1960er-Jahren Teil der (ersten) heimischen Filmavantgarde. Ihre Arbeiten charakterisiert unter anderem die Verwendung von Objekten und Materialien, die ambivalent besetzt sind: Talmi und Tand, schillernde Stoffe, Schmuckstücke, Spiegel, Fotos. (Der Standard)

Mitwirkende Linda Christanell Konzept Linda Christanell Kamera Linda Christanell Schnitt Linda Christanell Produktion Linda Christanell
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FREUDE

Thomas Draschan • Österreich 2009 • 2:05 min • eOF

Zersetzen, verfaulen, verwesen: Thomas Draschans FREUDE ist ein visuelles Vergnügen, ein populärkultureller Bildersturm, ein auf der Leinwand explodierendes Feuerwerk. FREUDE ist Film pur – in Form, Rhythmus und Montage.

www.draschan.com

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HYPNODROM

Richard Wilhelmer • Österreich 2017 • 5 min • eOF

Eine Fahrt durch die Dämmerung, eine einsame Landstraße entlang. Noch ist die Perspektive des Films an jene des Autos gekoppelt. Kaum hat man jedoch den Blick justiert und sich auf die Bewegung eingestellt, beginnt das Bild, langsam zunächst, in der horizontalen Achse zu rotieren und wie ein Propeller Geschwindigkeit aufzunehmen.

HYPNODROM ist bewegungsinduziertes Delirium, das die Grenzen zwischen Erde und Himmel, zwischen abgebildeter Realität und Imagination, zwischen Wachsein und Traum aufweicht: »Ein kinematografischer Blick durch die ‚egozentrische Kamera‘ als Hommage auf das Kino als Ort der Kontemplation und der Trance« (Richard Wilhelmer).

Sprecherin Belleruth Naparstek Drehbuch Belleruth Naparstek & Richard Wilhelmer Kamera Serafin Spitzer Sound Design Christian Obermaier Produktion Daniel Haingartner, Serafin Spitzer & Richard Wilhelmer
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I’M A STAR

Stefan Stratil • Österreich 2002 • 6 min • eOF

Ein einsamer Mann, eine Zigarette, ein Hotelkorridor – das ist das Setting einer ironischen Annäherung an den Mythos Sinatra. In I’M A STAR begegnen einander zwei verwandte Welten: Der Comicstrip FRANKIEBOY von Stefan Stratil und Peter Friedrich und die Musik von Louie Austen. Makroaufnahmen, optische Verzerrungen, Mehrfachbelichtungen bewirken eine rauschartige Atmosphäre, in der sich Frankieboys Universum Schritt für Schritt zusammenfügt. Alles kreist um die chaotischen Assoziationen des Protagonisten und die Minidramen seiner fatalen Liebe zu Ava Gardner. Dabei führt Frankieboys Widersprüchlichkeit sein unzeitgemäßes Macho-Image ad absurdum. (Viennale)

stefanstratil.com

Konzept Stefan Stratil Literaturvorlage Peter Friedrich & Stefan Stratil Character Design Stefan Stratil Animation Stefan Stratil Kamera Stefan Stratil Musik Louie Austen & Mario Neugebauer Produktion Stefan Stratil
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IMBUED LIFE

Ivana Bošnjak & Thomas Johnson • Kroatien 2019 • 12 min • OmeU

Eine junge Frau nutzt ihr Talent für Tierpräparation, um Tieren dabei zu helfen in ihre natürliche Umgebung »zurückzukehren«. Die wirkliche Suche nach Antworten beginnt, als sie in jedem der Tiere, die sie behandelt, eine unentwickelte Filmrolle findet. Auf wundersame Weise fühlt sie sich den Tieren verbunden.

Originaltitel UDAHNUT ŽIVOT Sprecher Rakan Rushaidat Drehbuch Ivana Bošnjak & Thomas Johnson Animation Ivana Bošnjak & Thomas Johnson Kamera Ivan Slipčević Schnitt Iva Kraljević Ton Andrea Martignoni Sound Design Andrea Martignoni Produktion Bonobostudio
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IN TRANSIT

Reinhold Bidner • Österreich 2009 • 6 min • kein Dialog

In der Hochsaison kann die Wartezeit vor dem Eingang der Uffizien in Florenz bis zu vier Stunden betragen. Nur sechs Sekunden jedoch verharrt der/die durchschnittliche Museumsbesucher*in vor einem Bild – so die Ausgangshypothese von Reinhold Bidners Studie über das Verhalten von Menschen im Museum des 21. Jahrhunderts. Ihr Publikum fordert sie zu einem intensiveren, konzentrierteren Blick auf die Kunst heraus.

subcute.servus.at

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KLANGSCHATTEN

Julie Engaas • Norwegen 2008 • 7 min • OmdU (HoH)

»Die meisten Leute denken, dass ich im Dunkeln lebe, aber vor meinen Augen ist nichts. Nur Luft.« Hege Norset Blichfeldt, eine blinde Frau, erzählt uns in Julie Engaas’ sehr eindrücklich mit bezaubernden Bildern illustrierten Animationsfilm davon, wie sie sich anhand von »Klangschatten« orientiert.

www.truefiction.no

Originaltitel LYDSKYGGER Sprecherin Hege Norset Blichfeldt Drehbuch Julie Engaas Animation Julie Engaas Schnitt Simen Gengenbach Musik Stian Torstenson & Jon Platou Selvig Produktion Cecilie Bjørnaraa & True Fiction
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LADYBIRD’S REQUIEM

Akino Kondoh • Japan 2006 • 6 min • OmdU (HoH)

Ein Mädchen tötet unabsichtlich zwei Marienkäfer. Von Schuldgefühlen überwältigt, beginnt sich ihre Wahrnehmung zu verändern. Akino Kondoh verwandelt in LADYBIRD’S REQUIEM eine alptraumhafte Vorstellung aus Kindheitstagen in die nostalgischen Erinnerungen einer Erwachsenen. Für ihre märchenhaften Illustrationen mischt sie Bleistift und Acrylfarben, um sie anschließend mit Photoshop zu wunderschönen visuellen Schwarz-Weiß-Schatzkisten zu veredeln.

akinokondoh.com

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MANGA TRAIN

Manfred Neuwirth • Österreich 1998 • 21 min • OF

Sumo, Sushi, Surround Sound. Bilder und Töne, gesehen und gehört in Tokio, Osaka, Hakodate und Kyoto, aufgenommen in Zügen und Gärten, auf der Straße und im Regen. Alltägliche Momente, deren akute Schönheit nur zu entdecken vermag, wer, in den Worten von Walter Benjamin, mit der geschärften Wahrnehmung des Flaneurs die Bilder sucht »wo immer sie hausen«. Das diverse Bildmaterial seines Films organisiert Manfred Neuwirth fast ausschließlich über die Tonspur – Lautsprecherdurchsagen, das Klappern von Pachinko-Kugeln, gedämpfte Stimmen, Musik aus Transistorradios oder das unablässige Donnern des Verkehrs auf einer nahen Schnellstraße – zu einem persönlichen filmischen Album: „Ein Album zum Durchblättern. Meine Assoziation zu Japan: Mit dem Herzen staunen.”

manfredneuwirth.at

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