FILMARCHIV

13 Resultate

A WEEK WITH AZAR

Tara Najd Ahmadi • Iran/Slowenien/USA/Österreich 2018 • 11 min • OmeU

Das Reiseverbot, das Donald Trump 2017 gegen sieben muslimische Länder durchsetzte, verwehrte der damals in Seattle lebenden Iranerin Azar die letzte Begegnung mit ihrer kranken Schwester. In einer Mixtur aus Doku, Essay, poetischem Tagebuch und Fotoroman, die Azar symbolischen Widerstand und gedanklichen Ausbruch in die Heimat gestattet, erzählt A WEEK WITH AZAR von den persönlichen Nachwirkungen politischer Entscheidungen. (Diagonale)

najdahmadi.com

Mitwirkende Azar Rahimi Drehbuch Tara Najd Ahmadi Produktion Jurij Meden & Tara Najd Ahmadi
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ARCHIPELAGOS, NAKED GRANITES

Daphné Hérétakis • Griechenland 2014 • 25 min • OmeU

»Pressure becomes a habit … I’ve put myself on autopilot.«

Athen 2014. Die Filmemacherin Daphné Hérétakis ist nach dem Ende einer Liebesbeziehung für kurze Zeit aus dem Ausland in die Heimat zurückgekehrt und beginnt ein Videotagebuch zu führen. An den Mauern der Stadt zeugen Graffitis von Widerstand. Der Alltag eines Landes in der Krise, die Trägheit der Revolution, individuelle Belange, mit denen die Politik konfrontiert wird, und Existenzprobleme treten Idealen gegenüber. Junge Menschen sprechen selbstsicher in die Kamera und gehen wieder ihrer Wege. Auf der Suche nach dem Platz im Leben ist kein Raum für die Suche nach einem Ausweg aus der Krise.

Originaltitel ARCHIPELS, GRANITES DÉNUDÉS Kamera Daphné Hérétakis Schnitt Daphné Hérétakis Ton Iason Theofanou Musik Horis Peridereo Produktion Natalia Trebik
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EARLY RISING FRANCE

Hugo Chesnard • Frankreich 2011 • 21 min • OmeU

Souleymane hat zwar keine Aufenthaltsgenehmigung, lebt und arbeitet aber seit Jahren in Frankreich, wo er sich eine Zukunft aufbauen möchte. Als sein Arbeitgeber ihn verrät und er das Land verlassen und seine schwangere Frau zurücklassen muss, wehrt er sich mit Händen und Füßen. Im Stil einer comédie musicale erzählt Hugo Chesnard von der schwierigen Lage undokumentierter Einwander*innen. Der Chor fungiert als Instanz, die Fragen aufwirft.

Originaltitel LA FRANCE QUI SE LÈVE TÔT Schauspiel Ricky Tribord, Pauline Etienne, Patrick Catalifio, François Roy, Jenny Mutela & Pauline Valles Moingeon Drehbuch Hugo Chesnard Kamera Denis Gravouil Schnitt Erika Haglund Ton Benjamin Le Loch Musik Serge Balu, Damien Tronchot & Antoine Larcher Produktionsleitung Nicolas Trabaud Produktion Pierre-François Bernet, Pauline Seigland & Butterfly Productions
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ENOUGH

Anna Mantzaris • Großbritannien 2017 • 2:20 min • kein Dialog

Die Bewohner*innen einer grauen Stadt haben genug von den alltäglichen Belastungen des Lebens. In ihrer ersten Solo-Regiearbeit, entstanden am Royal College of Art, fokussiert Anna Mantzaris Impulse, die wir alle fühlen, aber nie ausleben: Angesichts eines komplexen sozialen Regelwerks hemmungslos die Selbstkontrolle verlieren zu dürfen.

annamantzaris.se

Drehbuch Anna Mantzaris Animation Anna Mantzaris Kamera Donna Wade Ton André Parklind Musik Phil Brookes Hochschule Royal College of Art London
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HOW TO DISAPPEAR

Total Refusal (Robin Klengel, Leonhard Müllner & Michael Stumpf) • Österreich 2020 • 21 min
Screening: OmeU • Streaming: OmdU

HOW TO DISAPPEAR ist ein Antikriegsfilm, der am unwahrscheinlichsten Ort nach Möglichkeiten für Frieden sucht: in einem Online-Kriegsspiel. Es ist eine Hommage an den Ungehorsam, sowohl in der digitalen als auch in der physisch-realen Welt des Krieges. Gedreht in den malerischen Landschaften von »Battlefield V«, wird die hyperreale Grafik zur Kulisse einer geistreichen Erzählung über die Geschichte der Fahnenflucht – ein kaum beachteter Teil in der Historie unserer Zivilisation. (Berlinale)

Sprecherin Kathy Tanner Drehbuch Total Refusal (Robin Klengel, Leonhard Müllner & Michael Stumpf) Kamera Michael Stumpf Schnitt Leonhard Müllner Sound Design Bernhard Zorzi Musik Adina Camhy Produktion Total Refusal (Robin Klengel, Leonhard Müllner & Michael Stumpf)
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MY STUFFED GRANNY

Effie Pappa • Großbritannien 2014 • 10 min • eOF

Sofía liebt ihre mürrische Oma. Auch wenn diese immer hungrig ist und das wenige Essen aufisst, dass sich die Familie leisten kann. Ihre Pension ist in Zeiten der Wirtschaftskrise das einzige Einkommen der Familie. Doch was passiert, wenn Oma einmal nicht mehr da ist? Geld wächst schließlich nicht auf Bäumen.

www.effiepappa.com

Sprecherin Effie Pappa Drehbuch Effie Pappa, Miranda Ballesteros & Melissa Iqbal Literaturvorlage Nina Kouletakis Kamera Tristan Chenais Schnitt Sibila Estruch Musik David Pearce Hochschule National Film and Television School
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ONE MILLION STEPS

Eva Stotz • Deutschland/Niederlande 2015 • 21:30 min • OmeU

Die niederländische Stepptänzerin Marije Nie bricht bei einem Konzert durch die Bühne und landet in Istanbul, mitten im Unbehagen der aufkommenden Proteste rund um die Besetzung des Gezi-Parks im Sommer 2013, wo die Polizei mit Tränengas gegen die für die Erhaltung des Parks demonstrierenden Menschen vorgeht. Als sie sich auf einen gemeinsamen Rhythmus mit den BewohnerInnen der Metropole einlässt, schreibt sich ein dokumentarisches Musikmärchen in in einer Million Schritte. Dabei weitet die Filmemacherin Eva Stotz das Thema ins Philosophische aus: Sie spürt nicht nur den rhythmisierten Schritten Nies und mit ihr den Geräuschen dieser pulsierenden Großstadt nach, sondern sinniert über die Schritte jedes Einzelnen: Wie frei sind wir in unseren Schritten, in der Entscheidung, wohin uns unsere Schritte führen?

www.onemillionsteps-project.com

Mitwirkende Marije Nie Drehbuch Eva Stotz Animation Arzu Saglam Kamera Carola Rodriguez Sanchez, Eva Stotz, Onur Baki, Brandon Jordan & Nuvit Bingol Schnitt Gregor Bartsch & Georg Petzold Ton Benjamin Kalisch Sound Design Turgay Uygur Musik Timothy Beutler, Meinhard Blum, Said Anzali, Kardeş Türküler & Boğaziçi Jazz Choir Produktion Eva Stotz, Marije Nie, Nadja Smith & Ufuk Arica
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PATISION AVENUE

Thanasis Neofotistos • Griechenland 2018 • 13 min • OmeU

Yannis Mutter ist auf dem Weg zu einem Casting. Die Schauspielerin ist bereits spät dran, als sie den Anruf ihres kleinen Sohnes erhält, der ihr erklärt, dass er alleine zu Hause ist. Während sie durch die Stadt läuft, in der gerade Unruhen ausbrechen, versucht sie eine Lösung zu finden. – Hauptdarstellerin Marina Symeou bringt in einer schauspielerischen Tour de Force die Schwierigkeiten der Balance zwischen Beruf und Familie auf den Punkt. Regisseur Thanasis Neofotistos stellt in seinem spannungsgeladenen One-Shot-Drama einen starken Inszenierungsstil unter Beweis: Der Fußmarsch durch die Stadt Athen erzählt viele Facetten des öffentlichen Lebens – die Weitläufigkeit, die Menschen, die unterschiedlichen Architekturen, aber auch Chaos und Unruhen – im Clash mit der privaten Welt.

www.patisionavenue.com

Originaltitel LEOFOROS PATISION Schauspiel Marina Symeou & Konstantina Koutsonasiou Drehbuch Thanasis Neofotistos, Yorgos Angelopoulos & Pavlos Sifakis Kamera Yannis Fotou Schnitt Panos Angelopoulos Ton Yannis Antipas & Christos Sakellariou Sound Design Alejandro Cabrera Zuniga Produktion Argonauts Productions, Ioanna Bolomyti, Panos Papahadzis & Kyveli Short
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QUARANTINE

Astrid Goldsmith • Großbritannien 2018 • 12 min • kein Dialog

Eine Truppe von Dachsen, die sich dem Morris Dance widmet, ist tunlichst bestrebt, das Gelände über ihrem Bau zu meiden, in dem Tiere in Zwingern in Quarantäne gehalten werden. Nach einem Schicksalsschlag wird ein junger Dachs abtrünnig und schließt eine verbotene Freundschaft mit einem Wombat hinter Gittern. Skurrile Post-Brexit-Volkstanz-Fantasie.

www.mockduck.co.uk

Drehbuch Astrid Goldsmith Kamera Astrid Goldsmith Schnitt Anna Dick Ton Neil Herd Musik Craig Gell Produktion Mock Duck Studios & Screen South
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SHADOW OF VEIL

Arnaud Demuynck • Frankreich/Belgien 2006 • 9:15 min • kein Dialog

Zwei muslimische Frauen – Mutter und Tochter – nehmen an einer Demonstration gegen das Verschleierungsverbot in der Schule teil. Zu Hause versucht die Mutter ihre Tochter durch einen Tanz zu ermutigen, den Schleier für immer abzulegen. Gezeichnet in impulsiven, groben Strichen, bringt SHADOW OF VEIL den inneren Konflikt und das Ringen um Gleichberechtigung und Freiheit durch die Choreografie an die Oberfläche. Zusammen mit den beiden Kurzfilmen SIGNS OF LIFE (2004) und THE ESCAPE (2007) bildet SHADOW OF VEIL die choreografische Trilogie des Animationsfilmemachers und -produzenten Arnaud Demuynck (Les Films du Nord).

www.lesfilmsdunord.com

Originaltitel À L'OMBRE DU VOILE Drehbuch Arnaud Demuynck Animation Claire Trollé & Samuel Guénolé Musik Arnould Massart, Ghalia Benali & Moufadhel Adhoum Produktion Les Films du Nord
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VIEL LAUTER KANN ICH NICHT SCHREIEN

Robert Cambrinus • Österreich 2012 • 11 min • OmdU (HoH)

TV- und Internetbilder aus aller Welt durch- und überfluten unseren Alltag. Die Kontextualisierung erfolgt wie nebenbei – oder gar nicht. Wie stehen beispielsweise die Proteste im arabischen Raum mit der eigenen Realität in Beziehung? Wie mit der eigenen Person, dem eigenen Sehen, Hören, Verstehen? Robert Cambrinus’ Schrei ist ein stummer: Via Inserts sinniert er über das (Un-)Vermögen der eigenen Wahrnehmung. Privates vermischt sich dabei mit Öffentlichem. Dahinter ein visueller Medienwulst: unsortierte Protestbilder, Katastrophen-Images. Bild und Schrift kommentieren einander nur indirekt. Die Assoziationen sind notgedrungen individuell. (Diagonale)

Drehbuch Robert Cambrinus Konzept Robert Cambrinus Schnitt Nathan Cubitt Sound Design Kurt Strohmeier Musik Thalija Produktion Robert Stokvis & Concept Films
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YOU CAN TAKE THE STREETS AND RULE THEM BECAUSE WE ARE OF THE SKY

Eduardo Menz • Kanada 2014 • 13 min • OF

»If I can’t dance, I do not want to be part of your revolution.« Der Filmemacher Eduardo Menz und der Choreograf Patrick Lloyd Brennan haben das Statement der Friedensaktivistin Emma Goldman aus dem Jahr 1931 über ihre Arbeit gestellt: eine formal stringente Hommage an die Menschen, die für die Revolutionen der jüngeren Vergangenheit auf die Straße gegangen sind.

Mitwirkende Kerwin Barrington, Eugenie Khoury, Louis-Elyan Martin, Lucy May, Abram Moore, Milan Panet-Gigon, Andrea Pena & Maxine Segalowitz Konzept Eduardo Menz & Patrick Lloyd Brennan Kamera Eduardo Menz Schnitt Santiago Ruiztorres Ton Rene-Pierre T. Guerin Sound Design Rene-Pierre T. Guerin Produktion Eduardo Menz
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YOUR MEMORY IS MY FREEDOM

Ghayath Almadhoun & Marie Silkeberg • Schweden 2012 • 5:40 min • OmeU

Die brutalen Bilder der Revolution in Syrien dringen in die friedlichen Straßen von Stockholm ein. Nach dem gleichnamigen Gedicht von Marie Silkeberg.

Die bekannte Dichterin, Schriftstellerin und Übersetzerin Marie Silkeberg wurde in Kopenhagen geboren und verbrachte den größten Teil ihres Lebens in Schweden. Der Dichter Ghayath Almadhoun wurde in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Syrien geboren und emigrierte 2008 nach Schweden. In ihren gemeinsamen Filmarbeiten und Lyrikbänden verleihen die beiden Künstler*innen den ungehörten Stimmen des Bürgerkriegs in Syrien Gehör.

www.youtube.com/user/GhayathAlmadhoun

Sprecherin Marie Silkeberg Konzept Ghayath Almadhoun & Marie Silkeberg Übersetzung Agneta Falk-Hirschman Literaturvorlage Marie Silkeberg Kamera Ghayath Almadhoun & Marie Silkeberg Schnitt Ghayath Almadhoun & Marie Silkeberg
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