FILMARCHIV

4 Resultate

DOUBLE 8

Christiana Perschon • Österreich 2016 • 3 min • stumm

Zwei Handkameras, zwei Rollen Doppel-8-Material, vier Kader: In ihrer filmischen Begegnung nehmen sich Christiana Perschon und Linda Christanell – zwei Künstlerinnen aus unterschiedlichen Generationen des österreichischen Avantgardefilms – gegenseitig in den Blick, agieren zugleich als Filmende und Protagonistinnen miteinander. Zu zweit, mit je einer Kamera, entstehen so vier Bilder, die – im Split Screen auf der Leinwand angeordnet – den visuellen Vergleich nahelegen: Was ähnelt sich und worin? Wo entstehen Brüche? Wie verhalten sich die Gefilmten und die Filmenden zueinander? (Diagonale)

christiana.perschon.at

Mitwirkende Linda Christanell & Christiana Perschon Konzept Christiana Perschon Kamera Linda Christanell & Christiana Perschon Produktion Christiana Perschon
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OPTIC NERVE

Barbara Hammer • USA 1985 • 17 min • OmdU (HoH)

Die US-amerikanische Filmemacherin, Performance- und Medienkünstlerin Barbara Hammer (1939-2019) zählt zu den wichtigsten Vertreter*innen des unabhängigen amerikanischen Films. OPTIC NERVE ist ein eindrückliches filmisches Manifest der sensorischen Erfahrung des Anderen im Selbst. Die 8-mm-Aufnahmen der 97-jährigen Großmutter der Filmemacherin zeugen nicht nur von Vergänglichkeit und Abhängigkeit von medizinischen Geräten, thematisiert wird genauso die einseitige Erblindung der alten Frau. Im Verlust der Dreidimensionalität des projizierten Films verdichtet sich OPTIC NERVE zu einer vielfach manipulierten, diffus-flackernden Studie über die Grenzen des Sehens.

barbarahammer.com

Konzept Barbara Hammer Kamera Barbara Hammer Schnitt Barbara Hammer Ton Helen Thorington Produktion Barbara Hammer
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WASSER AUS KORN

Josephine Ahnelt • Österreich 2013 • 13 min • stumm

Jugendliche im ontologischen Drift zwischen Selbstinszenierung und Selbstfindung. An der Peripherie von Wien vermittelt sich eine dokumentarfilmische Lyrik, die mit der sinnlichen Verspieltheit ihrer Protagonist*innen korrespondiert. Eine unkonventionelle, zärtliche Coming-of-Age-Studie in grobkörnigem Schwarzweiß des von der Filmemacherin Josephine Ahnelt, ehemalige Schülerin von Friedl Kubelka, selbst entwickelten Super-8-Filmmaterials. (Diagonale)

josephineahnelt.com

Konzept Josephine Ahnelt Kamera Josephine Ahnelt Schnitt Josephine Ahnelt Produktion Josephine Ahnelt
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ZUHAUSE IST KEIN ORT

Clara Trischler • Deutschland 2015 • 14:30 min • OmeU

ZUHAUSE IST KEIN ORT zeichnet die Geschichte einer slowakischen Kleinfamilie nach. Diese lebte in den 1960er- und 1970er-Jahren in Pakistan und Kenia, dann in Österreich – doch in den politischen Wirren des Prager Frühlings in der ehemaligen Tschechoslowakei musste sie sich zwischen persönlicher Freiheit und dem Wiedersehen mit den zurückgebliebenen Familienmitgliedern entscheiden.

Entlang von erzählten Erinnerungen der eigenen Großeltern sowie Super-8-Fragmenten aus dem Privatarchiv des Großvaters montiert Clara Trischler ein bewegtes und bewegendes Familienalbum: Es offenbart nicht nur eine sehr persönliche Familienchronik, sondern auch den soziokulturellen Zeitgeist der 1960er/70er. Eine liebenswerte Ode an Menschlichkeit und Geschichtsbewusstsein, an das Medium Film als ihre Vermittler und an Trischlers Großeltern. (Diagonale)

ZUHAUSE IST KEIN ORT wurde auf der Diagonale 2016 mit dem Preis für den Besten Kurzdokumentarfilm ausgezeichnet.

Drehbuch Clara Trischler & Sarah-Christin Peter Kamera Anton Hrabovec & Clara Trischler Schnitt Sarah-Christin Peter Sound Design Otto Pinto Musik Stefan Trischler & Christian Mrazek Produktion Norman Dickfeld & Clara Trischler Hochschule Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
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