SCHÄFCHEN ZÄHLEN
Ein kleiner Bub kann nicht und nicht einschlafen. Sein Vater rät ihm, Schäfchen zu zählen. Huch! Plötzlich befinden sich Dutzende Schafe rund um das Bett des kleinen Buben.
Ein kleiner Bub kann nicht und nicht einschlafen. Sein Vater rät ihm, Schäfchen zu zählen. Huch! Plötzlich befinden sich Dutzende Schafe rund um das Bett des kleinen Buben.
Getragen von der Musik David Eugene Edwards und den Texten des flämischen Autors Peter Verhelst, schickt Wim Vandekeybus für die Filmadaption seines gleichnamigen Tanzstücks die Tänzer*innen seines Ensembles Ultima Vez auf eine Reise von den üppigen Landschaften Korsikas in die verwahrlosten Viertel von Brüssel.
Zehn Leute, Männer und Frauen, schnattern und kreischen. Eine Gesellschaft, die einem nur mühsam zivilisierten Bestiarium gleicht. Szenen, die manche Zuschauer*innen erröten lassen könnten, wirre Träume, heiße Fantasien. Theater, Tanz und Film vereinigen sich in BLUSH (..). Hitzige Gespräche über die Liebe. »L’amour ou la mort!« schreit ein Mann. Im Wasser wäre alles leichter, meint ein anderer. Die Tänzer*innen, darunter auch Vandekeybus selbst, bewegen sich kraftvoll, wild und mit chaotischer Ausgelassenheit (…). Gemeinsame Einsamkeit liegt in der Luft, Nervosität schlägt in Brutalität um, der Wille, die Isolation zu überwinden, verleitet wieder zur Zärtlichkeit. Die Spannung steigt: Der instinktive, verletzliche und ruhelose Körper bricht sich in BLUSH seine Bahn und handelt über das unberechenbare und gefährliche Leben ab … (ImPulsTanz)
Drachenjagd ist nichts für Mädchen! Das behaupten zumindest die älteren Brüder der kleinen Prinzessin, die der Meinung ist: Drachenfreundschaft hingegen sehr wohl. Mal sehen, wer sich hier in Wirklichkeit vor Drachen fürchtet!
Zwei muslimische Frauen – Mutter und Tochter – nehmen an einer Demonstration gegen das Verschleierungsverbot in der Schule teil. Zu Hause versucht die Mutter ihre Tochter durch einen Tanz zu ermutigen, den Schleier für immer abzulegen. Gezeichnet in impulsiven, groben Strichen, bringt SHADOW OF VEIL den inneren Konflikt und das Ringen um Gleichberechtigung und Freiheit durch die Choreografie an die Oberfläche. Zusammen mit den beiden Kurzfilmen SIGNS OF LIFE (2004) und THE ESCAPE (2007) bildet SHADOW OF VEIL die choreografische Trilogie des Animationsfilmemachers und -produzenten Arnaud Demuynck (Les Films du Nord).
Das Standbild – die absurdeste Technik seit der Erfindung des bewegten Bildes – bedeutet aus dem Englischen wörtlich übersetzt: gefrorenes Bild. Identische Figuren verrichten in Aufnahmen, die an die Frühzeit des Kinos erinnern, die aussichtslose Aufgabe Eisblöcke aufzubewahren, wie in einem Archiv. Die repetitiven Bewegungen erwecken die im Inneren gefangenen Tiere zum Leben.
Ein Elefant hat seinen Lebenstraum gefunden: Ein Fahrrad! Bei seinem Job als Straßenreiniger versucht er alles zu sparen, um sich ein tolles Rad leisten zu können. Ihn erwartet die Fahrt seines Lebens!
»Ich wollte alles außer scharfe Bilder … ein verwaschenes Gefühl, grüne und braune Farben … Ich wollte, dass die bearbeiteten Teile ein Gefühl von Reise oder Bewegung projizieren, über eine Periode von Zeit und Jahreszeit. Vom Land in die Stadt und vom Frühling in den Herbst.« (Marc Neys alias Swoon)
Adaption des gleichnamigen Gedichts von Georg Trakl – verfasst 1913, ein Jahr vor seinem Tod, und Bessie Loos gewidmet – für den Jahreswettbewerb des ART VISUALS & POETRY Filmfestivals 2014.
Eine Maus wird von einer Katze gejagt, die von einem Hund gejagt wird, der von einem kleinen Mädchen gejagt wird, die von ihrer Oma ausgeschimpft wird, die vom Opa gerügt wird, der einfach nur eine Karotte für seine Suppe braucht.
Der Hund Bob leidet unter Blähungen und vertreibt mit seinen Fürzen die Besucher*innen des Zoogeschäfts. Aber eines Nachts bekommen die Tiere Besuch vom Pupsgeist und alle dürfen sich etwas wünschen. Diese verrückte Geschichte haben sieben Kinder zwischen 8 und 12 Jahren im Filmatelier des belgischen Animationsfilmstudios Camera-etc – nur mit ganz wenig Hilfe von Erwachsenen – geschrieben, gezeichnet und animiert.
Als seine Mutter im Sterben liegt, kehrt Willy in die Naturist*innen-Gemeinschaft zurück, in der er aufgewachsen ist. Nach ihrem Tod flüchtet er sich in die Natur. – OH WILLY … vereint auf kongeniale Weise die Talente der Filmschaffenden Emma De Swaef, die für die wolligen Designs verantwortlich zeichnet, und Marc Roels, der dem Film eine abgründige Ebene hinzufügte. Ihre erste Zusammenarbeit, die die unverwechselbare Bildsprache des Regieduos begründete, wurde mir mehr als 80 internationale Preisen ausgezeichnet, darunter der Cartoon d’Or für den besten europäischen Kurzfilm und eine César-Nominierung.