SONS OF KEMET: IN THE CASTLE OF MY SKIN

Funken fliegen, das Orchester tanzt. Das 2011 gegründete britische Quartett Sons Of Kemet hat die Jazzwelt in ungewöhnlicher Besetzung – zwei Schlagzeuger, eine Tuba sowie ein Multiinstrumentalist als Bandleader – im Sturm erobert und um die Stilrichtung »Afrofuturistic British Jazz« bereichert. Für das Video zum Album LEST WE FORGET WHAT WE CAME HERE TO DO hat sich das Quartett mit dem südafrikanischen Filmemacher Lebogang Rasethaba und dem Choreografen Jarrel Mathebula zusammengetan, um Musik und Tanz verschiedener historischer Traditionen aufeinander loszulassen. »Pantsula«, so heißt der Ensemble-Tanz, der in den 1950er Jahren in den Townships von Johannesburg entstanden ist.

THE TOWN

Eine Raststation im Nirgendwo: Die siebenjährige Lesedi und die Ladenbesitzerin Marta haben Freund*innenschaft geschlossen und verbringen die Tage zusammen mit – Warten. Die ältere Frau, das Warten gewöhnt, geht mit hart erkämpfter Zufriedenheit ihrer täglichen Routine nach. Aber Lesedi sehnt sich danach, dass die Dinge endlich in Bewegung kommen, dass endlich etwas passiert und die Ereignislosigkeit in ihrer abgelegenen Stadt unterbricht. Da bleibt ein Auto auf der Straße liegen …

LOVING IN BETWEEN

»Birthing is hard, dying is mean. Get yourself a little loving in between.«
– Langston Hughes

»Gönnt euch zwischendurch mal etwas Liebe!« Mit diesen ermunternden Worten des afroamerikanischen Dichters Langston Hughes eröffnet Jyoti Mistry ihren Kurzfilm, der in Archiven gefundenes Filmmaterial aus dem 20. Jahrhundert zu einer dynamischen Montage verdichtet. Lustvoll enthüllt und erhellt die Künstlerin filmische Spuren queerer Sexualität, die auf der Tonspur von einer eindrucksvollen Spoken-Word-Performance begleitet werden. Swing Time! (Diagonale)