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WO WIR HINGEHÖRENJonah Wögerbauer / Deutschland 2024WO WIR HINGEHÖREN
WO WIR HINGEHÖREN
Jonah Wögerbauer / Deutschland 2024 / 15 min / Omd/eU (SDH)Die Fotografin und Aktivistin Xenia Dürr navigiert zwischen hörender und gehörloser Welt – ebenso wie der Filmemacher Jonah Wögerbauer, der sie bei einem persönlich konnotierten Fotoprojekt mit der Kamera begleitet. Xenia fotografiert Menschen, die ein Cochlea-Implantat tragen – so wie sie selbst. Im Gespräch mit ihnen geht es um Fragen der Zugehörigkeit, um Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Eigentlich müsste man den Rasierapparat doch hören, wenn er über den Kopf gleitet; stattdessen Stille. Erst als Xenia ihr Cochlea-Implantat anlegt, wird der Raum hörbar. Früher wollte sie es verstecken, jetzt trägt sie ihr Haar millimeterkurz. Mit ihrem Fotoprojekt will sie Aufmerksamkeit für gehörlose Menschen schaffen. Denn viel zu wenige Menschen beherrschen Gebärdensprache – selbst Xenias Vater schreckt davor zurück, sie zu lernen, anders als ihre Freund*innen, mit denen sie ihren Berliner Alltag in Cafés und Kneipen verbringt. »Wenn du zwischen der hörenden und der tauben Welt wählen müsstest?«, fragt Xenia einen Interviewpartner, der entgegnet: »Ich will mich nicht entscheiden.« (Eva Königshofen, Diagonale)
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PETRA’S POEMShira Avni / Kanada 2012PETRA’S POEM
PETRA’S POEM
Shira Avni / Kanada 2012 / 4:15 min / OmdU (SDH)Vor dem Hintergrund der lebhaften Animationen von Shira Avni performt die in Toronto lebende Künstlerin Petra Tolley einen Monolog, der ihre ganz eigene Sicht auf das soziale Selbst einfängt. Ausgehend von ihren Erfahrungen als Mensch mit Down-Syndrom veranschaulicht sie, wie es sich anfühlt, wirklich »in der Mitte« zu stehen. Shira Avni fängt Petra ein, wie sie mit unerschütterlicher Direktheit die Kamera anspricht und die Zuschauer*innen damit zu einem Teil des Miteinanders macht – und sie ist dabei nicht allein.
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ALIEN
Sybille Bauer-Zierfuß / Österreich 2024 / 22 min / Omd/eU (SDH)Im achtsamen Austausch miteinander drehen drei Autist*innen unterschiedlichen Alters einen Kurzfilm. Sie dekonstruieren humorvoll neurotypische Perspektiven und machen Außenstehende zugleich mit der Vielfalt neurodiverser Wahrnehmungen und Bedürfnisse vertraut.
Eigentlich wollte sie einen Spielfilm über Autismus drehen, so Sybille Bauer-Zierfuß aus dem Off, in dem die Hauptrollen von zwei autistischen Kindern gespielt werden. Doch diese Form muss einer dokumentarischen weichen, einem Safe Space, in dem der vertraute und ehrliche Austausch der drei im Vordergrund steht. Auf dem Set schlüpfen Helena, Elsa und Sybille in unterschiedliche Rollen, um ihre Alltagserlebnisse in einer Welt, die ihnen allzu oft das Gefühl gibt, als Aliens in ihr zu leben, darzustellen und zu reflektieren. Warum glauben uns Neurotypische nicht, dass wir autistisch sind? ALIEN versteht sich als Plädoyer, zuzuhören und sich aus jeder Position heraus mit unterschiedlichen Bedürfnissen wie jenem nach sozialer Nähe und Planbarkeit auseinanderzusetzen. (Bianca Jasmina Rauch, Diagonale)
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CHALLENGES OF A SOLITARY MINDAstrid Rothaug / Österreich 2025CHALLENGES OF A SOLITARY MIND
CHALLENGES OF A SOLITARY MIND
Astrid Rothaug / Österreich 2025 / 3 min / OmdU (SDH)Ein Schneckenkörper auf Stiefeln bewegt sich durch das Alltagsleben – von der Büroarbeit übers Familienessen bis zur Überraschungsparty. Doch gerade dort zu funktionieren, wo die Erwartungen mit am Tisch sitzen, wird zur Hürde, die im Schneckenhaus endet. Die Verwandlung passiert ständig und unerwartet. Mit klarem Strich und zarten Farbtupfern zeichnet Astrid Rothaug das liebevolle Bild ihrer flexiblen Alltagsheldin, die ihre Reise in neue Möglichkeiten mal mit und mal ohne Schneckenhaus navigiert. Wie wunderbar ist es, unterwegs Gleichgesinnten zu begegnen!
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HENRY IS A GIRL WHO LIKES TO SLEEPMarthe Peters / Belgien 2026HENRY IS A GIRL WHO LIKES TO SLEEP
HENRY IS A GIRL WHO LIKES TO SLEEP
Marthe Peters / Belgien 2026 / 13:30 min / Omd/eU (SDH)»Lieber Henry, ich liebe dich und ich liebe es, wer ich mit dir zusammen bin: Wir beide mit unseren kleinen Köpfen und unserem ständigen Wunsch nach Schlaf, oder zumindest einem Leben in der Horizontalen.«
Die Filmemacherin Marthe Peters lebt seit ihrer Kindheit mit einer chronischen Erkrankung. Auf der Suche nach etwas Weichem und Zärtlichem, in das sie sich zurückziehen kann, einem Fell als Zufluchtsort, wenn die Welt zu laut wird, verfasst sie diesen Brief als Liebeserklärung an ihre Katze Henry. In einem kleinen Innenraum, in dem Körper in ihrer Sehnsucht nach Schlaf und Erholung verbunden sind, entfaltet sich zwischen zerknüllten Bettlaken und Sommersprossen eine zärtliche Collage aus Gesten, Texturen und Pausen, aus Verletzlichkeit und Fürsorge, Nähe und Ruhe.
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