LETTERS
Aysel Küçüksu / Bulgarien/Dänemark 2025 / 11 min / OmeUVor 10 Jahren haben sie einander Briefe geschrieben. Als Fragmente der Vergangenheit haben die beschriebenen Seiten Geheimnisse und Geständnisse geduldig aufbewahrt. Nun bittet die Tochter die Mutter, sie einander vorzulesen. Was ist aus den Träumen, Sorgen und Wahrheiten geworden, die sie einander damals anvertraut haben? Die Zeit ist vergangen, doch die Liebe ist stärker denn je in ihren Hoffnungen füreinander spürbar.
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ICH DARF SIE IMMER ALLES FRAGENSilke Schönfeld / Deutschland 2023ICH DARF SIE IMMER ALLES FRAGEN
ICH DARF SIE IMMER ALLES FRAGEN
Silke Schönfeld / Deutschland 2023 / 15 min / OmeUDas Fällen eines 50 Jahre alten Kirschbaums wird zum Ausgangspunkt eines intimen filmischen Dialogs zwischen Mutter und Tochter. Die Grenze zwischen dem Bedürfnis nach Aufklärung und dem Wunsch nach Heilung verschwimmt, während die Kamera beständig das Fällen des Kirschbaums im Garten der Mutter dokumentiert. Der Baum muss weichen, damit sie sich eine Zukunft aufbauen kann, in der sie lachen und befreit wachsen kann – genau wie die Setzlinge, die sie liebevoll in die nun freie Erde pflanzt. Sowohl über das Gezeigte als auch über die bildlichen Auslassungen wagt sich Silke Schönfeld in ihrem Kurzdokumentarfilm an den Versuch, eine gemeinsame Sprache für die unaussprechlichen Folgen sexuellen Missbrauchs innerhalb der eigenen Familie zu finden.
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SEARCHING FOR HER
尋找她
Natalie A. Chao / Hong Kong/USA 2017 / 4:20 min / OmeUEines Tages verspürt die Filmemacherin Natalie A. Chao den plötzlichen Drang, alte Fotoalben ihrer Mutter zu öffnen, die starb, als sie 14 Jahre alt war. Ihre Mutter hatte die entwickelten Fotos darin gewissenhaft aufbewahrt, sie geordnet und Kommentare hinzugefügt, um sicherzustellen, dass die gemeinsamen Erlebnisse für immer festgehalten wurden. Diese Erkenntnis ist der Ausgangspunkt für den Versuch, die Persönlichkeit, die Träume, die Wünsche und die Gefühle eines Menschen wiederzuentdecken, der nicht mehr anwesend ist. Dabei stellt sich die Frage: Was trennt Natalie letztendlich von ihrer Mutter außer Zeit und Raum? Was ist diese seltsame Kluft, die nur durch Erinnerung und Vorstellungskraft überbrückt werden kann?
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FAMILIAR TIES
LIENS FAMILIERS
Cordula Rieger / Österreich/Frankreich 2025 / 25 min / OmeUNach einem Personenunfall, der zu einer Notbremsung führt, breitet sich Unruhe im Zug aus. Cordula sucht in den Gesichtern der anderen Passagiere nach Spuren von Trauer und erinnert sich dabei an Gespräche mit ihrer Großmutter über den Tod ihrer Tochter. Dokumentarisches und Fiktionales lässt Cordula Rieger in ihrem Film assoziativ ineinanderfließen, während sich die beiden Frauen behutsam an eine Leerstelle herantasten. Als schließlich eine Box mit der Beschriftung »Edith« geöffnet wird, berührt die Gegenwart die Vergangenheit, präziser gesagt das Jahr 1985, als sich auf der Strecke von Le Havre nach Paris ein Zugsunglück ereignete.
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TO KNOW HERNatalie A. Chao / Hong Kong/USA 2021TO KNOW HER
TO KNOW HER
Natalie A. Chao / Hong Kong/USA 2021 / 15 min / OmeUIm Alter von 14 Jahren verlor Natalie A. Chao ihre Mutter an eine klinische Depression. Spuren von ihr finden sich in alten MiniDV-Camcorder-Aufnahmen, von denen sie einige selbst gedreht hat. Mehr als ein Jahrzehnt später beginnt Natalie, altes und neues Filmmaterial zusammenzufügen, um ihrer Mutter näherzukommen – alles mit demselben Camcorder aufgenommen. Zu eigenen Texten der Filmemacherin entfaltet sich eine elegische Spurensuche, die der Trauer, Frustration und Sehnsucht angemessenen Raum gibt, aber vor allem der Liebe, für die Natalie, ihre Schwester und ihr Vater ihre individuellen Ausdrucksformen finden. Als die Anwesenheit ihrer Mutter sichtbar wird, findet Natalie den Abschluss, nach dem sie sich so lange gesehnt hat.
»Because what separates us except time and space?« (Natalie A. Chao)
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I WÜ NIT TRAURIG SEI IN DERA WÖTGudrun Fürlinger / Österreich 2025I WÜ NIT TRAURIG SEI IN DERA WÖT
I WÜ NIT TRAURIG SEI IN DERA WÖT
Gudrun Fürlinger / Österreich 2025 / 7 min / dOFZum gleichnamigen melancholischen Jodler der steirischen Musiker*innen Nastasja Ronck und Paul Plut erzählt diese filmisch-experimentelle Collage von einer komplexen Mutter-Tochter-Beziehung.
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