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NURSING AN IDEA AND A BABY …Christiana Perschon / Österreich 2024NURSING AN IDEA AND A BABY …
NURSING AN IDEA AND A BABY …
Christiana Perschon / Österreich 2024 / 17 min / OmeU… ARE THE SAME NOT TWO DIFFERENT ACTS ON SIMULTANEOUSLY THE SAME BODY.
Möglichst ungehindert soll im Kino das Licht, das der Projektor wirft, auf die Leinwand treffen. In Christiana Perschons Film stößt es dabei auf einen Widerstand: einen Wickeltisch. Vier Mutter-Kind-Paare nehmen sich Bildraum und Filmzeit – so viel, wie es eben braucht, um vier Windeln zu wechseln. (…) Christiana Perschons Film ist eine Intervention, aber eine der sanften, utopischen, kommunalen Art: Kino als Ort einer neuen Gemeinschaft, die die Grenzen zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, aber auch zwischen öffentlichem und privatem Raum anders, lebenspraktischer zieht. Screen und Offscreen, Bild und Ton werden verknüpft zu einem geteilten Raum der Fürsorge. (Lukas Foerster, Diagonale)
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WHATEVER MOVES IS ALIVENoémie Marsily / Belgien 2022WHATEVER MOVES IS ALIVE
CE QUI BOUGE EST VIVANT
WHATEVER MOVES IS ALIVE
CE QUI BOUGE EST VIVANT
Noémie Marsily / Belgien 2022 / 11 min / OmeUWährend Nacktschnecken über den Küchenboden kriechen, zeichnet Noémie Marsily ihr Selbstporträt, verschoben und fragmentiert, an der Grenze zwischen Intimität und dem Trubel der Welt. Seit sie Mutter geworden ist, ist es notwendig, ihre Beziehung zur Welt neu zu definieren, während ihr Leben fast zu einem Stillstand zu kommen scheint. Die neue Langsamkeit ermöglicht es ihr jedoch, viele Dinge genauer zu betrachten, zu bestaunen – und am Leben zu bleiben.
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ABSTILLEN
Christiana Perschon / Österreich 2023 / 5 min / ohne WorteChristiana Perschon filmt sich selbst und ihre milchgebenden Brüste. Die Muttermilch spritzt auf die Linse und rinnt durchs Bild. Wo sich eine Entfremdung zwischen dem eigenen Körper und den eigenen Bildern anbahnte, gibt es plötzlich Annäherung: Die Kamera wird körperlich, sie muss genährt werden. Dass Bilder stillender Brüste nicht zum Inventar des Kinos gehören, sagt viel aus und verleiht der ausgestellten Intimität körperpolitische Bedeutung. (Patrick Holzapfel, Diagonale)
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MOTHER’S CHILDNaomi Noir / Niederlande 2024MOTHER’S CHILD
TWO ONE TWO
DEUX UN DEUX
Shira Avni / Kanada 2023 / 4:10 min / OmeUDie vielfach mit Preisen ausgezeichnete Filmemacherin Shira Avni kombiniert in diesem zutiefst intimen, experimentellen animierten Dokumentarfilm schimmernde Ton-auf-Glas-Animationen mit persönlichen Archivbildern zu einem visuellen Gedicht, einem Liebesbrief an Mutterschaft, Elternschaft im Autismus-Spektrum und zweiköpfige Monster überall.
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MOTHERIGINESophie Bösker / Österreich 2026MOTHERIGINE
MOTHERIGINE
Sophie Bösker / Österreich 2026 / 29 min / OmeUAls Slots bezeichnet Neomutter Sophie Bösker jene Zeiten, in denen sie arbeiten darf. Den Stundenplan hat sie mit ihrem Partner erstellt, er hat ihn mit Penissen bekritzelt. Beginnend mit der Geburt der Tochter Lotti dokumentiert Sophie Bösker drei Jahre lang ihren Alltag und prüft ihn auf die Umsetzbarkeit von Halbe-halbe. Mit dabei sind der Partner Georg (»Superdaddy«) und eine Kamera, die der Regisseurin als Ventil dient: für Bekenntnisse, Klagen, Wutausbrüche und einen Battle-Rap. (Anna Katharina Laggner, Diagonale)
Unvermittelt einsetzende Videoclips, in denen die ausgelaugte Mutter mit Einkaufswagen bewaffnet oder auf dem Klodeckel sitzend als Rapperin die Situation kommentiert und ironisiert, zeigen, wie sie tradierte Geschlechterklischees immer weiter abbürstet. Und spätestens, wenn sie rappt »Herdpremiere war schon längst, du Hurensohn«, ist klar, wie lohnend – und unterhaltsam – der Kampf um Emanzipation hier nach vorne prescht. (Sonja Eismann)
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