MOBILE
Auf der Suche nach neuen Freund*innen nimmt eine Kuh ihr Schicksal in die Hand und bewegt dabei so einiges. Ein Tango auf die Kunst, Freund*innenschaften auf einem Mobile zu schließen!
Auf der Suche nach neuen Freund*innen nimmt eine Kuh ihr Schicksal in die Hand und bewegt dabei so einiges. Ein Tango auf die Kunst, Freund*innenschaften auf einem Mobile zu schließen!
»I’m Not a Girl, Not Yet a Woman« (Britney Spears)
Basierend auf einer viele Jahre zurückliegenden Drag-Performance performt Tubi Malcharzik ein berührendes Duett mit einem früheren Ich – ein Duett, das niemals auf einem Foto festgehalten werden kann, aber einen Möglichkeitsraum eröffnet. Zwischen konkreten und fiktionalisierten Erinnerungen wird eine queere Kindheit neu erschaffen.
Eine junge Frau (Homai Toyoda), offenbar auf Regenwetter eingestellt, erkundet einen leeren Parkplatz. Zwischen Pfützen entwickelt sie einen spielerischen Tanz. Ihre abrupt wirkenden Bewegungen werden dabei zunehmend rhythmischer, bis sie in eine Fantasiewelt driftet, an einen magischen Ort, an dem ihre Gummistiefel zum Leben erwachen.
Filip und Tereza sind Nachbar*innen in einem trostlosen Mietshaus. Ihre Einsamkeit findet ein Ende, als Tereza den erfolglosen Schriftsteller Filip mit dem Wunsch aufsucht, Liebesbriefe an ihren Verlobten Boles zu schreiben. Für ihre liebevolle Puppentrick-Adaption der Kurzgeschichte »Ihr Liebhaber« von Maxim Gorki wurde die slowenische Animationsfilmkünstlerin Špela Čadež vielfach ausgezeichnet.
Alle an Bord der Apocalypse Airlines! Auf den Schwingen der Freiheit geht es Richtung Zukunft, den Vektoren unserer Kondensstreifen folgend. Lasst uns die Welt bereisen und die Vergangenheit hinter uns verbrennen. You’ll love the way we fly!
Wir sehen Straßen, Kurven, Brücken, einen endlosen Strom von LKWs und Autos, einen Fluss, einen Trailer, einen Parkplatz – Stationen einer Flucht in langen statischen Einstellungen. Aus dem Off hören wir die Stimme von German López Rosales, einem jungen Mann aus Mexiko. German versucht mithilfe von Schleppern in die USA einzureisen. Wir erfahren, wie er ins Boot steigt, den Grenzfluss passiert, sich in einem Wohnwagen verstecken muss und schließlich in einen kochend heißen LKW gezwungen wird. Am Ende sind viele Menschen tot, darunter sein Freund und eine fünfköpfige Familie mit Baby. (…) Klug verbindet der Film seine äußere und innere Perspektive. Eindrücklich und sensibel gelingt ihm so eine schonungslose Darstellung der Entmenschlichung, die Menschen auf der Flucht weltweit erleben – auch »next to us«.
(Jurybegründung für die Auszeichnung mit dem Diagonale-Preis für den Besten Kurzdokumentarfilm 2024)
Sieben in Schubladen gesteckte Protagonist*innen sind in ihren Klischees und ihrem immer wiederkehrenden Alltag gefangen. Ihre Individualität ist nur eine scheinbare, denn allzu leicht lassen sie sich ihre Selbstbestimmtheit rauben – selbst wenn das Leben auf dem Spiel steht. Doch die Show muss weitergehen und der Rubel rollt. Applaus! (KURZSUECHTIG)
»Bitte stimme den Nutzungsbedingungen zu, um ein Teil der Gemeinschaft zu sein«, säuselt die Big-Data-Kristallkugel, während sie uns in positiven Affirmationen und hyper-personalisierter Werbung badet. Brenda Lien reflektiert im dritten Teil ihrer Kurzfilmserie CALL OF … , wie moderne Technologien uns mit dem Versprechen auf ein optimiertes Leben dazu verführen, unsere Privatsphäre zu opfern.
Der erste Schultag sollte mit einem tollen Foto festgehalten werden. Doch ständig scheint etwas das idyllische Bild zu trüben …
»Und überhaupt, ich mein‘, ganz ehrlich: Was soll ich mit ’ner geraden Linie, die an einem Punkt endet?« – Anne Isensee erzählt in nur einem Strich ein Gleichnis über Ziele, Erfolg, Glück und – das Leben!