PUSH THIS BUTTON IF YOU BEGIN TO PANIC

Bartholomew Whisper hat ein dringendes medizinisches Problem und sucht deshalb einen Arzt auf. Zwischen Maschinen und unbeantworteten Fragen verschlechtert sich sein Zustand, aber er findet auch Schönheit darin. Der in Zürich geborene und in London lebende Künstler und Regisseur Gabriel Böhmer schafft aus Papier eine vielschichtige Abrechnung mit dem britischen Gesundheitssystem, bei der wir direkt in die Gedanken des Protagonisten hineinsehen können.

A LOVE STORY

Zwei wollige Figuren verlieben sich ineinander und weben zusammen eine bunte Welt. Als die Dunkelheit eine der beiden überkommt, muss die andere darum kämpfen nicht auseinandergerissen zu werden. Mehrfach preisgekrönte Arbeit der in Sri Lanka geborenen britischen Animationsfilmkünstlerin Anushka Nanayakkara.

CAILLEACH

Morag ist 86 Jahre alt. Sie lebt mit ihren drei Katzen und zwölf Schafen am Ende eines Fahrwegs und blickt von ihrem kleinen Bauernhof auf der Isle of Harris, die zu den Äußeren Hebriden gehört, aufs Meer. In diesem Haus wurde sie geboren und hier verbrachte sie ihr ganzes Leben, genau wie die fünf Generationen ihrer Familie vor ihr. Die schottische Dokumentarfilmerin Rosie Reed Hillman widmet Morag ein einfühlsames Porträt ihres einfachen und friedlichen Lebens.

BEATRICE GIBSON TO BARBARA LODEN, NINA MENKES AND BETTE GORDON

Gleich – mindestens – drei Filmemacherinnen kommen Beatrice Gibson in den Sinn, deren Stimmen sie in ihrem eigenen künstlerischen Prozess begleiten. Ihr filmischer Brief ist eine Hommage an die unsichtbaren Verbindungen zwischen den Künstlerinnen und deren Dekonstruktion patriarchaler Rollenbilder. – Der Film ist Teil der Serie »The letters that weren’t and also are«, für die das internationale Dokumentarfilmfestival Punto de Vista (Pamplona, Spanien) mehrere Filmemacher*innen einlud, gefilmte Briefe an andere Filmemacher*innen zu verfassen, die sie nicht persönlich kennen. Das Ergebnis ist eine spannende Reise durch Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten ihrer Arbeitsweisen und kreativen Prozesse.

WHOSE VOICE IS IT ANYWAY?

Die Künstlerin und Performerin Kate Cryer (u.a. Gründungsmitglied von Unspoken Project) gibt ihr Debüt als Filmregisseurin und Drehbuchautorin mit dieser von schwarzem Humor durchtränkten Mockumentary über zwei 40-jährige Frauen: Lottie und Charlie, die beide mit athetotischer Zerebralparese leben, feiern jeweils ihren 40. Geburtstag mit Familie und Freund*innen. Ihr Lebensumfeld könnte jedoch nicht unterschiedlicher sein. In zwei pointierten Momentaufnahmen werden in dieser bissigen Satire diverse Klischeewahrnehmungen von behinderten Menschen entlarvt.

DAWN OF THE DEAF

Die Zombie-Apokalypse in einer stillen, düsteren Kinodeutung: Die Beziehung einer gehörlosen jungen Frau zu ihrer Freundin steckt in der Krise, nun wird die Situation auch noch von unheimlichen Ereignissen überschattet, auf die niemand gefasst zu sein scheint. DAWN OF THE DEAF – zu sehen in Originalfassung (British Sign Language) mit Untertiteln – begeisterte auf mehr als 100 internationalen Filmfestivals und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

SIMON‘S CAT: CAT-MAN-DO

Mit dieser Episode über das Zusammenleben mit seinem Kater Hugh begründete der britische Illustrator Simon Tofield ein Imperium von animierten Webvideos, Büchern, Comicstrips und Merchandising.

WORLD TO ROAM

Vater und Mutter sind besorgt um ihr Baby, das Nacht für Nacht sein Gitterbett verlässt, um schlafwandelnd die Welt draußen zu erkunden, mit den Eltern verbunden durch einen feinen Faden. Doch jede Nacht wagt es sich weiter hinaus in die Gefahr. Seltsam schwebende Bilderfolgen in kräftigen Farben vor dem Dunkel der Nacht, gekonnt gesetzte Musik und schließlich eine eindringliche poetische Narration erzeugen einen hypnotischen Sog, dem wir uns nicht entziehen können. (Thomas Renoldner)

BOOTS & CATS

Katzen, Stiefel, Bienen und Rindfleisch: Beatboxing leicht gemacht!

THE KISS

Beim ersten Date erhält ein hörendes Paar unerwartet »Hilfe« von einem gehörlosen Paar. In seinem witzigen Kurzfilm zermalmt der britische Regisseur Charlie Swinbourne, der u.a. die Comedy-Serie »Deaf Funny« kreiert und viele weitere Kurzfilme in BSL (British Sign Language) realisiert hat, pointiert Vorurteile über die Kultur und Sprache gehörloser Menschen.