HANDS SOLO

Dass gehörlose Menschen durch die Benutzung der Gebärdensprache geschickt mit den Händen sind, liegt auf der Hand, aber über so viel Flexibilität staunt man doch. Der gehörlose Vernon feiert ob seiner besonderen Fingerfertigkeiten unter dem Pseudonym »Hands Solo« Erfolge als »porn star with the midas touch«. Ein Kamerateam begleitet ihn bei seiner Arbeit … Köstliche Porno-Mockumentary, gespickt mit zahlreichen Filmzitaten.

CHADO

Ein langer, heißer Sommer in einer verzauberten Wildnis. Child macht eine Reihe von Erfahrungen, die ihre Welt auf den Kopf stellen und sie zwingen, schneller als ihr lieb ist erwachsen zu werden.

WORLD IN ACTION: REASONABLE ADJUSTMENT

In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren kämpften in Großbritannien Behindertenaktivist*innen in der Bewegung »Reasonable Adjustment« (RAD) gegen Margaret Thatchers rechtsgerichtete Regierung und ein diskriminierendes medizinisches Establishment. Von einigen als Terrorist*innen und von anderen als Freiheitskämpfer*innen betrachtet, umfassten ihre Aktionen eine Schießerei durch blinde Aktivist*innen während einer Live-Übertragung der BBC und den Bombenanschlag auf die U-Bahnstation Euston aus Protest gegen den Mangel an barrierefreien Transportmöglichkeiten. 2020 widmete Justin Edgar der Geschichte der RAD eine umfangreiche Ausstellung, die Dokumente, Fotografien und Videoaufnahmen aus 30 Jahren dokumentierte, für die auch dieser Film entstand.

THE COURSE OF THINGS

»Good evening. I’m glad so many of you could come. I’m Alfred Hitchcock. Tonight’s play begins in a museum.« Ohne es zu wissen, werden die Tourist*innen und Mitarbeiter*innen des Natural History Museum in London zu Protagonist*innen eines Suspense-Films, der von der Stimme des Meisters getragen wird. collectif_fact – Annelore Schneider und Claude Piguet – demonstriert, wie kinematografische Codes unsere Interpretation des Alltäglichen beeinflussen.

ALL CONSUMING LOVE (MAN IN A CAT)

Er ist verliebt in die neue Katzenbesitzerin und lebt in ihrem Haustier. Oder will da etwa noch jemand in der verdrehten Liebesgeschichte mitmischen?

EATING IN THE DARK

Siro ist auf der Suche nach Sinn und begibt sich auf eine surreale Reise durch innere und äußere Welten. Sehr persönlich und sinnlich zugleich, erforscht die Animationsfilmkünstlerin Inari Sirola die fragilen Beziehungen zwischen Fantasie und Realität, gesellschaftlichem Anpassungsdruck und persönlicher Freiheit.

WHILE DARWIN SLEEPS

Es gibt weltweit geschätzte 10 Millionen Arten von Insekten, von denen nur rund 1 Million identifiziert ist. Die Kollektion des Schweizer Kunstmalers und Entomologen Walter Linsenmaier (1917-2000) umfasst etwa 250.000 davon. Paul Bush zeigt mit 3.000 Insekten, von denen jedes in einem einzigen Einzelbild »eingefangen« wird, einen winzigen Ausschnitt aus den riesigen Sammlungsbeständen in einem hypnotischen Strom.

OUTSIDE IN

Von außen nach innen und umgekehrt: In Kollaboration mit Margaret Williams (Regie) choreografiert Victoria Marks einen Tango für sechs Tänzer*innen der CandoCo Dance Company, der den Eindruck kontinuierlicher Bewegung erzeugt. Klänge und Spuren im Sand führen durch einen berauschenden Strom von Bildern, Eindrücken und Entdeckungen. OUTSIDE IN wurde unter anderem mit dem Screen Choreography Award von Dance Screen, mit dem Prague d’Or, der Golden Antenna of Bulgaria und dem Film Board of Canada Creativity Award ausgezeichnet.

THE BIG SOFA

Die ganze Familie schläft vor dem Fernseher, als der Soundtrack eines Films alle aus dem Schlaf reißt und in seinen Bann zieht. Preisgekrönte Tanzfilm-Kollaboration mit Film-noir-Anleihen der britischen Künstler*innen Deborah Tiso (Regie und Choreographie), Filippo Maria (Kamera), Tim Barker (Sound Design) und Funki Porcini (Komposition).

MATERIAL BODIES

»I’d love to be able to shift to viewing my prosthetics as an accessory. I want to be able to make them look badass.« Durch die Verflechtung von Tanz und Gespräch untersucht der mehrfach preisgekrönte Kurzfilm MATERIAL BODIES auf sinnlich-cineastische Weise die Beziehung von fünf Künstler*innen zu ihren amputierten Gliedmaßen und Prothesen: Im Alltag stets eine Unterstützung wie auch Blickfänger, kann die Prothese aber auch Teil der eigenen Identität, Freund*in oder Tanzpartner*in sein – und allem voran auch ein Mittel zur Selbstentfaltung.