FÜR HUND UND KATZ IST AUCH NOCH PLATZ

Eine Reise auf dem Hexenbesen ist lustig, aber das Leben ist auch für Hexen voller Gefahren. Vor allem, wenn die Hexe einem gefräßigen Drachen vor die Füße fällt. Da ist es gut, wenn man Freund*innen hat, die einem aus der Patsche helfen! Nach dem Buch von Julia Donaldson und Axel Scheffler, die übrigens auch den Grüffelo geschaffen haben.

DEAR HEARING WORLD

Deutliche Worte an die hörende Welt: Im nächtlichen London setzt Adam Decker das gleichnamige Gedicht von Raymond Antrobus aus seiner von der Kritik gefeierten Debüt-Gedichtsammlung »The Perseverance« eindrucksvoll in Szene. Die Spoken Word Performance des gehörlosen Autors verbindet sich mit der Performance der gehörlosen Schauspielerin Vilma Jackson in britischer Gebärdensprache und dem pulsierenden Soundtrack von Enos Desjardins zu einer Brandrede gegen Audismus.

THE SEPARATION

Die Trennung zweier Zwillingsbrüder hat fatale Konsequenzen. Doch die beiden wären nirgendwo besser aufgehoben, als in den Händen des britischen Animationsfilmemachers Robert Morgan. In seinen Stop-Motion-Arbeiten entwirft er eine bizarre, albtraumhafte Welt des Horrors – und trotzdem erkennt man in den seltsamsten Figuren immer auch menschliche Züge.

TO BE HEARD

Sechs junge Menschen erzählen von ihrer Flucht aus Venezuela ins brasilianische Manaus, auf der Suche nach einer Gemeinschaft, in der jeder Mensch so leben und lieben kann, wie er möchte. Hier, in der größten Stadt im Amazonas-Regenwald, befindet sich seit 2018 Brasiliens erste Unterkunft für LGBTIQ+ Flüchtlinge. Der im Kollektiv entstandene Dokumentarfilm TO BE HEARD verwebt die Geschichten der derzeitigen und ehemaligen Bewohner*innen, die alle versuchen, sich in der fremden Metropole ein neues Leben aufzubauen.

Nominiert für den International Shorts Award (ISA) der ethnocineca 2020.

SURGE

Eine visuelle Annäherung an das Erlangen oder Wiedererlangen des Sehvermögens mittels bionischer Implantate. In einer fiktiven postoperativen Kalibrierungssitzung, die sich auf neueste Erkenntnisse der medizinischen Forschung stützt, beleuchtet der Film die Komplexität des Versuchs, Wahrnehmung auszuhandeln, und geht so weit, dass der*die Zuschauer*in schließlich das Experiment leitet. (Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)

WEDNESDAY WITH GODDARD

Die Suche nach Erleuchtung führt zu romantischen Verwicklungen und Verzweiflung. In seinem vielfach preisgekrönten Animationsfilm schickt Nicolas Ménard seinen Protagonisten durch eine Reihe verbaler und visueller Gags, die seine Suche nach Gott inmitten einer existenziellen Krise vorantreiben. Auf dem Weg findet er Hilfe, verliebt sich und findet Gott, ist am Ende aber auch nicht besser dran.

CAPTIVA

»Boy/Man, Drone/Toy, Weapon/Camera. Nature is a terrifying force; it is a tourist paradise. Either way, it knows no justice. Play turns sinister. Machines land on earth, gently … or with devastating impact.« (Victoria Marks)

Auf Captiva Island am Golf von Mexiko entstand während der Rauschenberg Residency in Zusammenarbeit mit dem Tänzer Willy Souly und dem jungen Emory Cavin der Tanzfilm CAPTIVA, die jüngste künstlerische Kollaboration von Victoria Marks und Margaret Williams. Welturaufführung.

EIN MANN, ACHT KAMERAS

Ein mitreißender Tanzfilm in Schwarzweiß: Zuerst ganz allein, dann zu zweit, zu dritt … zu acht! Ein Mann erforscht mitten in einem kreisförmigen Raum ein merkwürdiges Phänomen: Mit Hilfe von acht Kameras lässt er eine sich endlos drehende, spiegelgleiche Welt entstehen.

SOFT ANIMALS

Mit verschiedenen Techniken und Materialien – von Holzkohlestiften über Aquarell bis zu Ölfarben, vor dem Hintergrund einer Fotografie – visualisiert Renee Zhan auf sinnliche, eindrückliche und äußerst originelle Weise eine altbekannte Weisheit: »Sex with an ex is the best.« Die zufällige Begegnung zweier Ex-Liebender am Bahnhof scheint nicht nur Erinnerungen, sondern auch eine ununterdrückbare Begierde auszulösen. (Borjana Gaković, DOK Leipzig)

THE MASS OF MEN

Für die drei Minuten, die Richard (brillant: Peter Faulkner) zu spät zu seinem Termin erscheint, kennt man im Jobcenter keine Toleranz. Er wird mit dem Verlust der Bezüge bestraft. Das strenge System, das weder den von ihm abhängigen noch den von ihm beschäftigten Personen Abweichungen gestattet, hat nicht nur ihn in der Mangel … Ein filmischer Traktat über die menschliche Natur, deren Widersprüchlichkeit in Krisensituationen Furcht, Feigheit, Verzweiflung und Wut Bahn bricht.