SEHNSUCHT
»Our love is easy.« Yukiko Ichikawa und Edgar Honetschläger in einem sehnsuchtsvollen Genderbender-Kammerspiel zu Musik von Melody Gardot.
»Our love is easy.« Yukiko Ichikawa und Edgar Honetschläger in einem sehnsuchtsvollen Genderbender-Kammerspiel zu Musik von Melody Gardot.
Higashiyama, wo die Füchse leben, wurde zur illegalen Müllhalde. Dadurch sinkt die Zahl der Kleintiere, die die Fuchsmutter als Futter für ihre Jungen braucht. Auf der Suche nach neuen Futterquellen, nähert sich die Füchsin einem von Menschen bewohnten Dorf … In der Sprache der Ainu, den indigenen Bewohner*innen Hokkaidos (und früher dem Nordosten Honshus) und Teilen Russlands, erzählt die Filmemacherin Tune Sugihara von der Zerstörung der Natur und vom Kampf um den Lebensraum.
Die Animationskünstlerin Sawako Kabuki findet ganz eigene Bilder für die Liebe, die langsam wächst, einen wegträgt und den Verstand raubt. An ihrem preisgekrönten Film ICI, LÀ ET PARTOUT arbeitete sie jahrelang so exzessiv, dass ihr Freund sie verließ.
Atsushi Warda fügt seinem wunderlichen Filmkosmos weitere eigenwillige Charaktere hinzu: Die Jungen üben einen Tanz für ihren traditionellen Initationsritus zum Eintritt in das Erwachsenenleben ein, der Lehrer korrigiert sie. Ein Mädchen beobachtet die Szenerie, darf aber nicht mitmachen. Als einer der Jungen einem merkwürdigen Vogel hinterherläuft, folgt sie ihm, ohne zu wissen, warum. Eines Tages wird auch der Junge den Vogel nicht mehr sehen können. (Berlinale)
Spätnachts arbeitet ein Spritzbeutel in der Küche daran, eine dreistöckige Torte zu dekorieren. Doch der Spritzbeutel bekommt Lust auf mehr und erweckt eine Süßigkeit nach der anderen zum Leben.
In einer spärlich beleuchteten Küche kriechen plötzlich Käfer aus einem aufgeschnittenen Stück Fleisch. Eine ganz normale Tätigkeit wie Kochen erscheint plötzlich sonderbar und unheimlich.
Tsuyako, eine junge Frau im Japan der Nachkriegszeit, ist gefangen in ihrem eigenen Leben. Die Ehe wurde arrangiert und die herrische Schwiegermutter tyrannisiert sie rund um die Uhr. Als ihre frühere Geliebte Yoshie überraschend zu Besuch kommt, erwachen alte Träume zu neuem Leben. Yoshie bittet sie mit ihr nach Tokyo zu kommen …
TSUYAKO erzählt cineastisch stilsicher, humorvoll und tief berührend vom Kampf zwischen Verpflichtung und Freiheit, Tradition und Aufbruch in die Moderne, Vergangenheit und Zukunft. Die Filmemacherin Mitsuyo Miyazaki alias HIKARI wurde vom Leben ihrer Großmutter zum Abschlussfilm ihres Filmstudiums an der University of Southern California in Los Angeles inspiriert: »Sie spielte eine wichtige Rolle in meinem Leben, da sie mich immer darin bestärkt hat, das zu tun wovon ich träumte, egal was es war.« TSUYAKO wurde weltweit auf über 100 Festivals gezeigt und mit mehr als 50 Preisen ausgezeichnet.
Im Jahr 2011 löste das Tōhoku-Erdbeben an der Ostküste Japans einen zerstörerischen Tsunami aus. »Ich will nach Hause« sind die letzten Worte seiner Frau, die Yasuo Takamatsu als SMS erreichen, bevor sie der Tsunami verschlingt. Jahre später beginnt er zu tauchen. In den Tiefen des Meeres setzt er seinen Prozess der Trauer fort und hofft Trost und Spuren von ihr zu finden.
Seit 2011 sammelt Hirofumi Nakamoto für seine »Living Creatures Sci-Fi Series« tierische Fluss- und Meeresbewohner, lässt sie an Orten der Zivilisation frei, wie in seinem Haus oder in Hotels, und beobachtet wie diese Orte zurückerobert werden. Die Gäste in der jüngsten Arbeit aus der Serie sind eine Gruppe von Flusskrebsen.
Aufregung am Fuße des Berges: Die Tiere diskutieren, ob sie dem verunglückten Mistkäfer helfen sollen.