LUCID

In ihrem experimentellen Animationsfilm LUCID erforscht Celine Pham das Zusammenspiel von Tanz, Musik und KI. Die Herausforderung besteht darin, fesselnde Perspektiven zu schaffen und die Kollaboration zwischen Künstler*innen und KI-Tools zu fördern, um harmonische, innovative Verbindungen herzustellen.

KOMM, SAGTE DIE KATZE

Es regnet seit Tagen. Die Katze ist auf einen Baum geflüchtet, der vom Hochwasser umspült wird. »Jetzt mache ich ein Reise«, denkt sie, als der Baumstamm von den Fluten davongetragen wird … Liebevoll animierte zweisprachige Adaption des Bilderbuchklassikers von Mira Lobe und Angelika Kaufmann auf Deutsch und in Gebärdensprache (ÖGS) aus der Sign Library von equalizent.

IN ERSTER LINIE

»Die Lage ist auch heute etwas unberechenbar.« Veronika Schubert sammelt und archiviert Sätze. Über die Jahre sind so unter anderem sprachliche Analysen verschiedenster TV-Genres entstanden: Kriegsberichterstattung, Soap Operas, Krimis, Regionalnachrichten … Immer im Fokus ist der einzelne »gefundene« Satz, der aus dem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und neu montiert wird. IN ERSTER LINIE beschäftigt sich mit der Berichterstattung über ankommende Flüchtlinge im September 2015 und demaskiert die hohlen Phrasen und Floskeln der Polit-Sprache. Auf über 3.000 Glasplättchen sind Umrisslinien von Wolkenbewegungen graviert. Die Linien wirken wie eine sich ständig verankernde Grenzlinie auf einer imaginären Landkarte.

SEHEN

Vier kinematographische Sprechtexte von Gerhard Rühm: UNGLEICHE BRÜDER (2 min), LAUTGEDICHT (2 min), 12! ZAHLENGEDICHT (3 min) und LEVITATION (3 min).

MÉCANOMAGIE

»Das Gedächtnis einer kleinen Nation ist nicht kleiner als das Gedächtnis einer großen, es verarbeitet daher den vorhandenen Stoff gründlicher.« (Franz Kafka)

MÉCANOMAGIE ist ein Film über das kollektive Gedächtnis einer Landschaft: dem Ardennen-Gebiet (»Éisleck«) im Norden Luxemburgs. Dem uralten Kreislauf des Säens, Wachsens und Erntens folgend, erzählt Bady Minck von der Konfrontation der Bewohner*innen und Bebauer*innen dieses von keltischen, römischen und merowinger’ Kultstätten durchzogenen Landstrichs mit der beschleunigten Wahrnehmung des Informationszeitalters. Der Titel ist geradezu programmatisch für das Kino von Bady Minck, in dem das Surreale im Alltäglichen lauert: filmische Mechaniken wie Einzelbild-Animation werden von ihr so raffiniert eingesetzt, dass es geradezu magisch anmutet. Das Gedachte wird manifest und die Traumbilder gewinnen Oberhand über das »Natürliche«.

IBIZA

Nach einem verunglückten Familienurlaub in Istrien landet Christoph Schwarz unverhofft bei Cousin und Musiker Matthias Peyker im ehemaligen Haus der Großeltern in Kärnten. Während Matthias in der Endphase der Arbeit an seinem neuen Album steckt, muss Christoph zwei Drehbücher fertig bekommen. Die Cousins treffen eine Abmachung: Jeder soll sich ganz in seine Arbeit vertiefen, falls nichts weitergeht, wird das Haus renoviert und die Familiengeschichte durchleuchtet. Bald erweisen sich die künstlerischen Probleme des jeweils anderen als fruchtbar für die eigene Arbeit.

WARTEZEIT

Eine junge Frau steht an der Bushaltestelle. Ein Unbekannter nähert sich der Wartenden langsam aber bedrohlich. In nur wenigen Minuten Spielzeit baut Clara Stern in ihrem Kurzspielfilm WARTEZEIT eine beklemmende Ewigkeit auf und wurde dafür u.a. auf dem Caminhos Film Festival in Portugal und auf dem AASFF – Austrian American Short Film Festival in New York mit Preisen ausgezeichnet.

BEINGWHALE

Kunst muss Schock! Aktionskünstler Renfah will Venedig einen Wal aufbinden: Zur Eröffnung der Biennale soll ein toter Wal am Markusplatz aufgebahrt werden, der sich in der Sonne aufbläht und Venedig mit Gedärm überzieht. Die Proteste aufgebrachter Tierschützer*innen werden dabei gleich mitinszeniert. Doppelbödige Kunstmockumentary.

ÖSTERREICH!

Österreich und der ORF – eine Musterehe. Ein Film für alle Österreicherinnen und Österreicher, also eigentlich für ganz Österreich.

A SPLENDID DAY TO FLY

Es ist ein herrlicher Tag zum Fliegen. Doch Augen auf!