KHL

Adaption des gleichnamigen Gedichts von Georg Trakl – verfasst 1913, ein Jahr vor seinem Tod, und Bessie Loos gewidmet – für den Jahreswettbewerb des ART VISUALS & POETRY Filmfestivals 2014.

PINK SARI

Eine pinke Stoffbahn tanzt im Wind, ungezähmt und frei. Hommage an die u.a. in Kim Longinottos Dokumentarfilm »Pink Saris« porträtierte nordindische Pink Gang (Gulabi Gang), die gegen die Diskriminierung von Frauen und für Frauenrechte kämpft.

ALLES IST HIN

Ingo staunt nicht schlecht, als plötzlich eine ihm unbekannte Frau in seiner Wohnung steht und sich als seine neue Mitbewohnerin vorstellt. Zwei Existenzen prallen aufeinander, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten: Maja ist Mitte sechzig und lebt meistens auf der Straße, Ingo ist Ende zwanzig und lebt noch immer von seiner Mutter. Die beiden lassen sich dennoch aufeinander ein. Mit brillantem Ensemble inszeniert Jan Prazak eine bewegende Annäherung, die nicht nur die Fragilität von Biografien offenbart, sondern auch die Idee zutage fördert, dass so manch Kaputtgegangenes vielleicht doch noch repariert werden kann. (Cinema Next)

TRANS*GAZE

»If you are brave enough to display your femininity, you are really tough.« Bereits diese Feststellung einer der Protagonist*innen zu Beginn des Films von Rosa Wiesauer verführt auf ganz eigene Weise dazu, Fragen von Transition und Weiblichkeit genauer nachzugehen. TRANS*GAZE verhandelt das subversive Potenzial eines anderen Blickregimes, dass sich gängigen Filmpraxen – insbesondere dem male gaze – widersetzt und stellt die Erfahrungen der Protagonist*innen in den Fokus. Queerness wird nicht nur thematisch, sondern auch in der Gestaltung des Films verhandelt, indem sich der Film in die Tradition des feministischen Filmemachens einordnet und die Backstage-Beleuchtung, die Bodenmarkierungen und die Staffage sichtbar macht. Gleichzeitig werden wir direkt von den Personen in dem Film angeblickt: trans* gaze.

LAUTE STILLE

Ein Sprichwort sagt, man solle den Teufel nicht an die Wand malen. LAUTE STILLE verbindet Wandmalerei mit digitaler Malerei zu einer Geschichte über Realitätsverlust.

REPLAY – KINDHEIT IN DER SANDKISTE

Fünf Menschen teilen ihre Erinnerungen an Spiele, die ihre Kindheit geprägt haben – abseits der Aufsicht von Eltern und anderen Autoritäten. Mit den Mitteln analoger und digitaler 2D-Animation werden die Geschichten der Protagonist*innen auf spielerische Art interpretiert und zu neuem Leben erweckt.

SOME EXERCISE IN COMPLEX SEEING IS NEEDED

Ein Bild voller Bewegung, jedoch vermeintlich unbewegt: Carola Dertnig beim unentwegten Anschwimmen gegen einen Wasserstrom. Über ihre Bewegung am Stand vermittelt sich Dauerhaftigkeit, vergleichbar mit der täglichen Arbeit an sich selbst. Aus dem Off rezitiert die Künstlerin dazu ein Poem: alphabetisch sortierte, performancegeschichtliche Begriffe, Floskeln, Zitate. »… Dance, Dada, Document …« – ihr persönliches Referenzsystem zum Leben als steter Probe. (Diagonale)

DAS LABYRINTH UNTER DER SONNE

»Wenn man in einen Wald eintritt, so ist es, als trete man in das Innere einer Seele.« – Paul Claudel

Stumm beobachtend wandelt ein Mädchen durch die natürlichen Irrwege einer Waldlandschaft. Immer tiefer und scheinbar grundlos getrieben, dringt es in die Wunderwelt ein, erkundet Pflanzen, Steine, Tiere, Mikrokulturen. Zwischen Licht und Schatten zeigt sich dieserorts auch die mystische, vielleicht beängstigende Seite des metaphorischen Labyrinths unter der Sonne, das die Kamera einfängt. (Diagonale)

WINTER BIENEN

Film als Mittel der Selbstbefragung. Josephine Ahnelt lebte 13 Monate in Japan, in 13 Kapiteln erzählt sie sehr persönlich vom gebrochenen Herzen und der darauf folgenden Aufarbeitung der Gefühle und von ihrem Leben und ihrer Arbeit in einem anderen Land mit seiner ungewohnten Kultur.

HELD, DER SOLDAT

Krieg – wer ist dabei? Eine kleine hämische Replik von Rüdiger Rohde – Video, Foto, Medien-Installation, Geschichte & Politik, Blogger.