IF I HAD LAND UNDER MY FEET

Die Videoarbeit IF I HAD LAND UNDER MY FEET basiert auf dem Projekt 400 – THE IMAGE BEHIND der Künstler*innen Lotte Schreiber und TK1968+. Menschen formieren sich auf der Straße zu einem Diagramm, halten für einen Moment inne, um wieder zu verschwinden. Als temporäres Mahnmal »verkörpern« sie jene statistische Zahl, die den Tod jener Menschen beschreibt, die in den ersten Wochen des Jahres 2016 beim Versuch, sich vor Krieg und Elend in Sicherheit zu bringen, im Mittelmeer ertrunken waren.

FLEISCHWOCHEN

Zimperlich darf auf dem Bauernhof der Feichtmairs niemand sein. Schon gar nicht während der »Fleischwochen«, wenn neben der Feldarbeit das Schwein geschlachtet und aufwendig verarbeitet werden muss. Tochter Margarete fühlt sich der Arbeit nicht länger gewachsen, ihr fehlt die Kraft die 81-jährige Mutter zu unterstützen, die daran festhalten will. Joachim Iseni zeigt in seinem preisgekrönten Dokumentarfilm (CROSSING EUROPE Award – Local Artist 2019) routinierte Handgriffe und familiäre Konsequenzen ihrer mühseligen Ertraglosigkeit.

PARIS RECYCLERS

Die Straßen von Paris werden von lustigen Müllmonstern heimgesucht. Zu den Geräuschen der Großstadt tänzeln die Recycling-Kreaturen über die Leinwand.

NACHSAISON

Nachsaison – das ist die Ruhe, die auf die pralle Energie des Sommers folgt. Einem älteren Ehepaar scheint die Zuneigung abhanden gekommen zu sein. Als die beiden eines Tages am Strand einschlafen, geschieht etwas Unglaubliches, das ihre Liebe neu entfacht.

MENSTRUELLA

Menstruella ist eine Superheldin, die mit ihren ganz eigenen Waffen gegen Ungerechtigkeit an Frauen kämpft. Minimalistische Animation mit Anleihen sowohl aus dem Stummfilm als auch dem Superheld*innenfilm, die den Publikumspreis des One Day Animation Festival 2015 ganz klar für sich entschied.

TROPFENFILM

Am Anfang war der Tropfen. Warum ist der Tropfen traurig? Liegt es nicht in der Natur des Tropfens, traurig zu sein? Und gegen die Natur kann man nichts machen, oder?

INGRID

»Ich will schon, dass du mich willst, aber dann will ich’s auch wieder nicht.« Zwei Frauen Mitte 30. Noch bis gestern waren sie ein Paar, das gewisse Prickeln liegt noch in der Luft. Am Abend wird Michi in den Zug nach Barcelona steigen – auch wenn sie sich schon zu alt für ihren Trampingrucksack fühlt. Ob Patricia mitkommt? Vieles ist möglich, nichts entschieden. Bis zum Abend bleibt noch genügend Zeit zum Streiten, für Alltag und Komplimente. Ein Nachmittag voll Dialog in sanftem Schwarzweiß. (Diagonale)

Mit ihren langjährigen Kollaborateurinnen Pia Hierzegger und Vanessa Stern in den Hauptrollen inszeniert Marie Kreutzer (DIE VATERLOSEN, GRUBER GEHT, WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT) diese Hommage an eine der eindringlichsten Szenen aus Jean-Luc Godards AUSSER ATEM.

RADETZKYPLATZ

»Sehr geehrte Fahrgäste! Verkehrsbedingt kommt es auf der Straßenbahnlinie O zu etwas längeren Wartezeiten. Wir bitten um ihr Verständnis …« Drei Personen warten vergeblich auf den O. Doch es kommt immer nur ein Wagen der Linie N. Nach einem Dramolett von Antonio Fian.

RAKISQUAD: KARANTINA

Quarantäne wie E.T.: Rakisquad, ein Künstlerkollektiv der Akademie der bildenden Künste in Wien, das in vielen verschiedenen Medien von Malerei und Grafik bis hin zu Musik und 3D-Animation arbeitet, weiß sich während des Lockdowns zu beschäftigen.

PLUM CIRCUS

Im siebten Teil ihrer Adaption der »Traumnovelle« setzt Katrina Daschner die Beziehung des Schnitzler’schen Liebespaars ins Scheinwerferlicht einer Zirkusmanege. Die groteske Show mit fratzenhaften Clowns, bunten Kostümen, einer aggressiven Wildkatze und blutiger Selbstverstümmelung ist eine Arena der zuckersüßen Verlockungen, Maskeraden und Machtspiele. Die bürgerliche Ehe: ein seiltänzerischer Kraftakt. (Diagonale)