HYPERTRAIN
Elegant bewegen sich Katze und Kind zwischen rasenden Zügen, überwinden Dimensionen und Ebenen, nur um sich gleich wieder in Raum, Zug und Zeit selbst zu begegnen.
Elegant bewegen sich Katze und Kind zwischen rasenden Zügen, überwinden Dimensionen und Ebenen, nur um sich gleich wieder in Raum, Zug und Zeit selbst zu begegnen.
Der kleine Vogel will gerade die Herbstblätter gießen, als ihm das Eichhörnchen seine knallgrüne Gießkanne stibitzt. Eine aufregende Verfolgungsjagd durch den Wald nimmt ihren Lauf …
Seit Jahren lebt Olga nun schon in ihrem Kiosk. Stets gut gelaunt, kennt sie die Wünsche und Probleme ihrer Kund*innen und bedient sie aufmerksam. Wenn sie jedoch alleine ist, wünscht sie sich weit weg – raus aus diesem monotonen Leben, in dem sie wortwörtlich feststeckt – und träumt von Sonnenuntergängen am Meer. Eine absurde Begebenheit bringt sie zum Aufbruch.
Anfang des 20. Jahrhunderts waren das Filmemachen und das Radfahren noch eine andere Art von Abenteuer. CYCLOPÈDES bezieht sich mit seinen Titeln und der Player-Piano-Musik auf die Ästhetik des frühen Films, und schildert, wie damals ein Pässe-Rennen hätte aussehen können: Voller witziger aber auch gefährlicher Zwischenfälle. (Fantoche)
Meeresrauschen, schreiende Möwen, das Klacken von Sandalen … Im Animationsfilm MIRAMARE wird mit einer impressionistischen Tonspur und wenigen Pinselstrichen eine Strandszenerie entworfen. Der Film wirft einen Blick auf das Leben an den mediterranen Grenzen Europas, wo Tourist*innen sich entspannen wollen, während »illegale« Immigrant*innen um eine Chance auf ein besseres Leben kämpfen. Als zwei Kinder einer Schweizer Familie aus der streng abgegrenzten Touristenzone ausbrechen, lernen sie schnell, dass die Realität an diesem Ort nicht viel mit dem Leben auf dem Campingplatz zu tun hat. In der Nacht dann fegt ein Sturm über Strand und Gelände. Absperrungen und Grenzen werden zunichte gemacht und für einen Moment herrscht Gleichheit in einer ungleichen Welt.
Die Schweizerin Michaela Müller, die in Zagreb studierte, ist ursprünglich Malerin und vereint in MIRAMARE ihr Können mit der filmischen Animation. Für ihren Diplomfilm malte sie virtuos mit breitem Pinsel über 5.000 Bilder chronologisch auf eine Glasplatte und wurde dafür vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grand Prix Animateka 2010.
Unter der Dusche kommt eine junge Frau ins Reden. Wenn sie die Kleidung auf die Fliesen wirft, die Seife nimmt und das Wasser aus den langen, roten Haaren drückt, lässt sie an ihrer Transformation teilhaben. Was schüchtern begann, ist zu einer Leidenschaft geworden. Und auch die Bilder spreizen sich kaleidoskopartig auf. (Carolin Weidner)
Inmitten einer kargen Landschaft am Rand einer Kohlemine im Norden Kolumbiens leben die Jarariju-Schwestern, die der Wayuu Ethnie angehören. Gelbe und rote Fäden verweben Viviana und Yandris zu Taschen. In der Ferne hämmern Maschinen, kreischen Sirenen, dröhnen Sprengungen. Metallisch silbern glänzt die ausgelaugte, tote Erde. Die Großmutter bereitet die beiden Mädchen mit einem alten Ritus auf die traditionelle Rolle als Ehefrau vor. Der Vater wünscht, dass die Mädchen ihre zerstörte Heimat verlassen.
Im Jahr 2013 kamen 11.600 Asylsuchende nach Bulgarien, einem der ärmsten Länder Europas. Die meisten von ihnen waren aus Syrien geflüchtet. MY HONEYMOON handelt von einem kurzen zufälligen Zusammentreffen der Filmemacherin Eileen Hofer mit Berivan und ihrem Mann.
Paul Bush montiert tausende Ausstellungsstücke aus den Sammlungen verschiedener Museen in Großbritannien und der Schweiz zu einer animierten Geschichte menschlicher Bemühungen. In sechs Minuten über 2 Millionen Jahre von der Steinzeit bis in die Gegenwart wird die Entwicklung der Menschheit im wahrsten Sinne des Wortes zum Leben erweckt.
»Good evening. I’m glad so many of you could come. I’m Alfred Hitchcock. Tonight’s play begins in a museum.« Ohne es zu wissen, werden die Tourist*innen und Mitarbeiter*innen des Natural History Museum in London zu Protagonist*innen eines Suspense-Films, der von der Stimme des Meisters getragen wird. collectif_fact – Annelore Schneider und Claude Piguet – demonstriert, wie kinematografische Codes unsere Interpretation des Alltäglichen beeinflussen.