CROSS MY HEART

Julette besucht ihre Verwandten auf Jamaica. Doch die Leichtigkeit der Sommertage ist getrübt. Schon kurz nach der Ankunft ist klar, dass mit ihrer gleichaltrigen Cousine Sarah etwas nicht stimmt. Sarah bittet sie, ein Geheimnis zu wahren, das die falsche Person beschützt. Zerrissen zwischen Loyalität und ihrem eigenen Gerechtigkeitssinn, muss Julette Haltung beziehen.

MILCK: QUIET

Für sich selbst und all jene Mädchen und Frauen*, die durch verschiedene Formen von Unterdrückung gehen müssen, schrieb die US-amerikanische Musikerin Connie Lim alias MILCK ihren Song QUIET 2015 gemeinsam mit Adrianne »AG« Gonzalez, um darin ihre Erfahrungen als Überlebende häuslicher Gewalt und sexuellen Missbrauchs zu thematisieren. Es ist ein Befreiungsschlag. »Ich bin eine asiatisch-amerikanische Frau in Amerika, eine der, die Gehorsam leisten und leise sein sollen«, so MILCK. »Auch wenn ich vielleicht wie ein Schaf aussah, ich war im Inneren eine Löwin.« Bekanntheit erlangte QUIET zwei Jahre später als inoffizielle Hymne des Women’s March in Washington, D.C. Ein Handyvideo des A-cappella-Flashmobs mit 25 Sängerinnen verschiedener Chöre verbreitete sich zusammen mit dem Hashtag #ICANTKEEPQUIET viral im Netz.

ART EDUCATION

Express-Lektion in Kunstgeschichte à la Maria Lassnig: ART EDUCATION ist ein frecher Trip durch die Jahrhunderte, in dem die »Superstars« unter den Kunstwerken, wie Michaelangelos »Erschaffung Adams«, in szenischen Miniaturen re-kodiert und Lassnigs feministischer Deutung unterzogen werden.

HENRI, LE CHAT NOIR 7 – THE CAT IS SAT

Der Spezies Mensch ist nicht zu trauen, insbesondere der Gattung der Katzensitter*innen. Unterlegt mit verwehten Klavierakkorden und in künstlerisches Schwarz-Weiß gefärbt, erlangte Will Bradens Web-Serie um den philosophischen Kater als Parodie auf die Avantgardefilme der 1950er Jahre Kultstatus.

THE WHITE STRIPES: I JUST DON’T KNOW WHAT TO DO WITH MYSELF

Die White Stripes covern 2003 auf ihrem Album ELEPHANT den Klassiker I JUST DON’T KNOW WHAT TO DO WITH MYSELF, geschrieben 1962 von Burt Bacharach und Hal David. Vollen Körpereinsatz bringt im dazugehörigen Video Kate Moss, minimalistisch in Szene gesetzt von Regisseurin Sofia Coppola and Kameramann Lance Acord.

TARZAN

Eine Frau und ein Mann begegnen einander in der New Yorker U-Bahn. Es ist ein Flirt, der an die Schmerzgrenze geht. Signe Baumane animiert einen Song von Joe Cartoon.

ORVILLE PECK: QUEEN OF THE RODEO

Der kanadische Country-Sänger Orville Peck, Gesicht und identität hinter einer Maske verborgen, widmet sein Musikvideo zum gleichnamigen Song Mitgliedern der LGBTQ+ und Two-Spirit-Community, die bei Rodeos, auf Farmen und in Rasthäusern arbeiten und performen. Im Mittelpunkt steht die aus Vancouver stammende First-Nations-Drag-Queen Thanks Jem. Orville Peck: »Jem kämpft immer gegen Erwartungshaltungen und Fremdwahrnehmungen an und hat es schwer, zwischen all den anderen Queens zu bestehen. Aber für mich war sie immer ein Star. In dem Song und dem Video geht es darum, aus sich herauszugehen, innere Dämonen zu besiegen und sich selbst zur Königin des Rodeos zu krönen.«

THE MAKER

Eine sonderbare Figur beginnt einen Wettlauf gegen die Zeit – mit dem Ziel anhand einer Zeichnung von DaVincis »Vetruvianischen Hasen« die wichtigste und schönste Kreation seines Lebens zu schaffen. Christopher Kezelos‘ Puppentrick-Schöpfung war auf mehr als 60 Filmfestivals zu sehen und sammelte unterwegs 11 Preise ein.

BIM BAM BOOM, LAS LUCHAS MORENAS

Bim bam boom, begrüßen Sie die Moreno Sisters! Drei Frauen, drei Schwestern, drei professionelle Luchadoras: Rossy, Esther und Cynthia. Unter dem Namen Las Luchas Morenas praktizieren sie den Nationalsport Mexikos: Wrestling. Der Lucha Libre ist aber auch Teil ihres Lebens: Sie kämpfen mit Schweineköpfen, Blumen und Federn. Marie Losiers charakteristische tanzende Kamera umkreist die drei Frauen und schafft dabei eine fröhliche, musikalische Ode an die Fantasie, an das Kind, das in jedem Erwachsenen steckt und an die Kultur Mexikos. Letztlich ist es aber vor allem ein Tribut an die drei Frauen, die sich trotz aller Differenzen dazu entschieden haben, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.

CAPTIVA

»Boy/Man, Drone/Toy, Weapon/Camera. Nature is a terrifying force; it is a tourist paradise. Either way, it knows no justice. Play turns sinister. Machines land on earth, gently … or with devastating impact.« (Victoria Marks)

Auf Captiva Island am Golf von Mexiko entstand während der Rauschenberg Residency in Zusammenarbeit mit dem Tänzer Willy Souly und dem jungen Emory Cavin der Tanzfilm CAPTIVA, die jüngste künstlerische Kollaboration von Victoria Marks und Margaret Williams. Welturaufführung.