DANCE LIKE NOBODY’S WATCHING: AIRPORT

Am Flughafen von Los Angeles tanzt Angela Timbur ausgelassen inmitten der umstehenden Menschen zu Musik, die nur sie hören kann: TELEPHONE von den Black Angels. Angela Timbur: »I had a pretty lonely holiday. I didn’t get to go home to see my family this year and was really bummed, so I went to dance around people who got to do so on their way back from holiday vacation.«

TONY CONRAD: DREAMINIMALIST

Traumporträt über Tony Conrad (1940-2016), den Experimentalfilmer, Musiker, Komponisten, Klangkünstler, Lehrer, Schriftsteller, Violonisten und einer der Pioniere des New York Minimalism. In seinen Videoarbeiten dekonstruiert Conrad auf sehr humorvolle Weise die Bedingungen des Mediums – Blickregime, Geschlechterkonzepte und Machtdiskurse. Sein Werk changiert zwischen Reduktion und Exzess und generiert daraus ekstatische Seh- und Hörerlebnisse. In seiner Portätistin Marie Losier trifft er auf eine ihm auf allen Ebenen ebenbürtige Künstlerin.

MOTHERS AND DAUGHTERS

»An inventive and captivating exploration and celebration of a special relationship.« (Sunday Times) Zusammen mit zehn Paaren, von denen viele zuvor noch nie auf der Bühne oder vor der Kamera als Tänzerinnen agierten, untersuchen Victoria Marks und Margaret Williams Mutter-Tocher-Beziehungen. MOTHERS AND DAUGHTERS wurde mit dem Creation for Camera Award, dem Grand Prix Video Danse und bei IMZ Dance Screen mit dem Jury Prize ausgezeichnet.

THE JUMP

In dem dystopischen Setting einer verlassenen Großstadt, erkunden zwei Kinder eine verlassene Autobahnbrücke. Dort kommt es zu einer unerwarteten Begegnung. Diese kurze Geschichte über Geister und das Spiel mit dem Übernatürlichen entstand als Beitrag für die Animationsfilm-Anthologie »Ghost Stories« der Indie-Animationsfilm-Gruppe Late Night Work Club.

NEVADA

Der romantische Wochenendausflug eines jungen Paares wird in dieser Stop-Motion-Dramödie von einer Kondom-Panne überschattet. Gerade erst begegnet, schon gestaltet sich die Zukunft konkreter als erhofft. Oder gibt es einen Plan B?

CROSS MY HEART

Julette besucht ihre Verwandten auf Jamaica. Doch die Leichtigkeit der Sommertage ist getrübt. Schon kurz nach der Ankunft ist klar, dass mit ihrer gleichaltrigen Cousine Sarah etwas nicht stimmt. Sarah bittet sie, ein Geheimnis zu wahren, das die falsche Person beschützt. Zerrissen zwischen Loyalität und ihrem eigenen Gerechtigkeitssinn, muss Julette Haltung beziehen.

MILCK: QUIET

Für sich selbst und all jene Mädchen und Frauen*, die durch verschiedene Formen von Unterdrückung gehen müssen, schrieb die US-amerikanische Musikerin Connie Lim alias MILCK ihren Song QUIET 2015 gemeinsam mit Adrianne »AG« Gonzalez, um darin ihre Erfahrungen als Überlebende häuslicher Gewalt und sexuellen Missbrauchs zu thematisieren. Es ist ein Befreiungsschlag. »Ich bin eine asiatisch-amerikanische Frau in Amerika, eine der, die Gehorsam leisten und leise sein sollen«, so MILCK. »Auch wenn ich vielleicht wie ein Schaf aussah, ich war im Inneren eine Löwin.« Bekanntheit erlangte QUIET zwei Jahre später als inoffizielle Hymne des Women’s March in Washington, D.C. Ein Handyvideo des A-cappella-Flashmobs mit 25 Sängerinnen verschiedener Chöre verbreitete sich zusammen mit dem Hashtag #ICANTKEEPQUIET viral im Netz.

ART EDUCATION

Express-Lektion in Kunstgeschichte à la Maria Lassnig: ART EDUCATION ist ein frecher Trip durch die Jahrhunderte, in dem die »Superstars« unter den Kunstwerken, wie Michaelangelos »Erschaffung Adams«, in szenischen Miniaturen re-kodiert und Lassnigs feministischer Deutung unterzogen werden.

HENRI, LE CHAT NOIR 7 – THE CAT IS SAT

Der Spezies Mensch ist nicht zu trauen, insbesondere der Gattung der Katzensitter*innen. Unterlegt mit verwehten Klavierakkorden und in künstlerisches Schwarz-Weiß gefärbt, erlangte Will Bradens Web-Serie um den philosophischen Kater als Parodie auf die Avantgardefilme der 1950er Jahre Kultstatus.

THE WHITE STRIPES: I JUST DON’T KNOW WHAT TO DO WITH MYSELF

Die White Stripes covern 2003 auf ihrem Album ELEPHANT den Klassiker I JUST DON’T KNOW WHAT TO DO WITH MYSELF, geschrieben 1962 von Burt Bacharach und Hal David. Vollen Körpereinsatz bringt im dazugehörigen Video Kate Moss, minimalistisch in Szene gesetzt von Regisseurin Sofia Coppola and Kameramann Lance Acord.