SELFPORTRAIT

SELFPORTRAIT, entstanden 1971 in New York, von dem es heißt, es sei das erste Selbstporträt in Zeichentricktechnik überhaupt, verdankt seine Wirkung einem Clash von Bild und Ton. Maria Lassnig, oder genauer ihr filzstiftgezeichneter Kopf, singt Englisch mit herzzerreißendem österreichischem Akzent. Über das bisherige Leben, ihre Träume, die ewige Suche nach der besseren, männlichen Hälfte: »To look for the better half«. Doch passt mal ein Partner in Form und Farbe, nennt er sie bald schon weak und woman im gleichen Satz. (Maya McKechneay)

GIRAFFE

Die Geschichte der Giraffa camelopardalis – ein Tier, dessen Merkwürdigkeit nur noch vom Homo sapiens übertroffen wird.

RETROGRADE

Gegen ihren Willen zusammengeschweißt: Menschenfrau Jemima und Alien London, die das Boarding der letzten Rettungskapseln zwecks Evakuierung der Raumstation Sage verpasst haben. Während sich London mit der Zweisamkeit – und einer plötzlichen Faszination für Jemima – rasch anzufreunden scheint, schmiedet Jemima Fluchtpläne. Denn in wenigen Momenten wird ihnen hier alles um die Ohren fliegen … Aus Pappkarton und gezeichneten Gesichtern konstruiert George Metaxas ein haarsträubendes Sci-Fi-Abenteuer.

DER PERFEKTE GAST

Ein Haus bekommt Besuch von einem ganz besonderen Gast: Klein, aber sauber, genau und mit sehr guten Manieren.

DU IZ TAK?

Zwei Insekten stolpern über einen Keimling und wundern sich. »Du Iz Tak?«, fragen sie sich in ihrer geheimnisvollen Sprache. Als die Pflanze wächst, beginnen die Wiesenbewohner*innen, darauf darauf zu spielen, zu musizieren und zu wohnen. Schließlich verwelkt die Pflanze wieder. In lustigem Kauderwelsch erzählt der Film nach dem gleichnamigen Buch der Illustratorin und Kinderbuchautorin Carson Ellis den Lebenszyklus in einem Mikrokosmos. Kannst du die Sprache der Insekten verstehen?

HENRI, LE CHAT NOIR 2 – PAW DE DEUX

Kater Henri teilt seine Gedanken über die Absurdität der Existenz aus den Tiefen seiner Katzenseele. Unterlegt mit verwehten Klavierakkorden und in künstlerisches Schwarz-Weiß gefärbt, erlangte Will Bradens Web-Serie um den philosophischen Kater als Parodie auf die Avantgardefilme der 1950er Jahre Kultstatus.

HENRI, LE CHAT NOIR 3 – LE VET

Gleichförmig ziehen die Tage dahin, wenn nicht hie und da ein Besuch beim Tierarzt fällig wäre. Doch auch hier stößt Kater Henri nicht auf Verständnis für seine existentiellen Fragen. Unterlegt mit verwehten Klavierakkorden und in künstlerisches Schwarz-Weiß gefärbt, erlangte Will Bradens Web-Serie um den philosophischen Kater als Parodie auf die Avantgardefilme der 1950er Jahre Kultstatus.

VETERANS

Victoria Marks und Margaret Williams begleiten fünf Kriegsveteranen, die unter posttraumatischer Belastungsstörung leiden, in ihrem solitären Kampf mit Isolation, Entfremdung und Erinnerung durch die Straßen von Los Angeles. Eine Seitengasse wird zum Schauplatz eines rituellen Reenactments des Kampfgeschehens und der heilenden Auseinandersetzung mit den traumatischen Erlebnissen. VETERANS wurde bei VideoDansa in Barcelona mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

CANDOCO – PILOT

Alles rollt, wandelt, dreht sich. Erste Zusammenarbeit von Victoria Marks (Choreografie) und Margaret Williams (Regie) mit der 1991 gegründeten CandoCo Dance Company, in der Tänzer*innen mit und ohne Behinderungen tanzen (u.a. David Toole, bereits zu sehen im Eröffnungsfilm THE COST OF LIVING) und die 2016 ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Im Pilot werden die Spuren für OUTSIDE IN gezogen.

ARCADE FIRE: WE EXIST

Andrew Garfield schlüpft für die kanadische Indie-Rockband Arcade Fire aus dem rot-blauen Spiderman-Trikot und liefert eine beeindruckende Performance als junge Frau, die im Körper eines Mannes geboren wurde. WE EXIST aus dem Doppelalbum REFLEKTOR erzählt vom schmerzvollen Coming-out gegenüber dem Vater, das Video zur Single folgt ihr durch eine amerikanische Kleinstadt. Persönliche Freiheit und Akzeptanz erfährt sie allerdings nur im Traum.