INSEL
Auf einer kleinen Insel trifft ein Haufen sonderbarer Kreaturen aufeinander. Jede*r ist zuerst für sich alleine unterwegs – aber plötzlich findet sich ein gemeinsamer Rhythmus.
Auf einer kleinen Insel trifft ein Haufen sonderbarer Kreaturen aufeinander. Jede*r ist zuerst für sich alleine unterwegs – aber plötzlich findet sich ein gemeinsamer Rhythmus.
Über Jahre hinweg bahnt sich eine zarte Annäherung zwischen Alba und dem besten Freund ihres Bruders, Pierino, an. In Erinnerungen schwelgend, erzählt Alba uns diese Liebesgeschichte aus ihrer ganz persönlichen Sicht. Bilder von ihrer Jugend mischen sich mit Erinnerungen an die 1950er Jahre in Italien.
Das Herz sei nur noch eine Last, erklärt ein leidender Mann dem Arzt. Dieser bietet ihm zuversichtlich einen Eingriff an. Denn wer einem Leiden oder Laster verfallen ist, kann sich inzwischen das dazugehörige Organ entfernen lassen. Doch das Loch, das zurückbleibt wird, blutet weiter. Das Takotsubo-Syndrom beschreibt in der Medizin eine Form der Herzinsuffizienz. Doch bei Fanny Sorgo und Eva Pedroza wird dieses Broken-Heart-Syndrom zu einer Meditation über emotionale Insuffizienz. (Susanne Gottlieb, Diagonale)
Rick ist schwul und gehörlos. Und ein erfolgreicher Pornodarsteller. In seinem einfühlsamen Dokuporträt erzählt Jan-Peter Horstmann die Geschichte eines Mannes, der auf der Suche nach sich selbst, seine Formen des persönlichen Ausdrucks gefunden hat und im Scheinwerferlicht der Studios Freiheit erlebt.
»Tu doch nicht so, du magst es doch auch, ich bin ein Teil von dir.« – Die Hamburger Hip-Hop- und Electropunk-Formation Deichkind zählt Handlungen oder Lebenseinstellungen jenseits politischer Korrektheit und allgemeiner Vernunft auf, die dennoch umgehend als »leider geil« eingestuft werden. Das Ganze garniert mit zusammengebastelten YouTube-Schnipseln alltäglicher Fails (mangels Budget für einen Videodreh) ergibt ein rotziges Musikvideo, das ihrem Hit aus dem 2012-er Album BEFEHL VON GANZ UNTEN binnen nur einer Woche eine Million Views bescherte.
Wie verändert sich unser Blick auf die Welt, wenn wir erwachsen werden?
Nachdem sie einen wichtigen Preis für ihr Album erhalten hat, steigt der Druck: Musikproduzentin Maxi verliert sich in einer Inspirationskrise. Ihre prekäre Situation als freiberuflich Tätige heizt die Abwärtsspirale ins kreative Burnout weiter an. Das ruft Maxis inneres Kind auf den Plan: Höchste Zeit Self-Care-Maßnahmen einzuleiten, um die Kreativität wieder anzukurbeln! – Brenda Lien setzt sich in ihren vielfach ausgezeichneten Filmen mit den Themen Schönheitsideale, Überwachung und (Selbst-)Ausbeutung auseinander und hinterfragt, wie alte Konsum-, Macht- und Denkmuster die neuen Erzählungen prägen. Ihr neuester Film entstand als Diplomarbeit an der HfG Offenbach und wurde, wie die Filme zuvor, in einem FLINTA*-Team hergestellt.
Der kleine graue Luchs passt irgendwie nicht in diese Welt voller bunter Tiere. Weil die anderen nicht mit ihm spielen wollen, schmiedet er einen fiesen Plan. Ob er dadurch dazugehören wird?
Anhand von Dias aus den 1940er Jahren, gefunden auf einem Wiener Flohmarkt, wird die Geschichte eines Paares erzählt: bei der Sommerfrische am Berg, vor einem Auto posierend, an einem See. Die vermeintliche Idylle der Bilder kann jedoch dem sich langsam abzeichnenden Gesamtbild nicht standhalten. Auch die Tonspur kündigt Unheil an, Kirchenglocken weichen Marschschritten, martialische Kriegsreden überlagern die Schlagerklänge im Radio …
Vom Gefühl „nicht gewollt oder erwünscht“ zu sein, sich trotzdem oder gerade deswegen in eine Gemeinschaft an- und einpassen zu müssen, in der es oftmals nur darum geht möglichst „sauber“ dazustehen. „Entzauberung“ eines deutschen Worts.
Kuesti Fraun (*1976) ist ein mehrfach preisgekrönter freier Filmemacher und Autor und lebt in Berlin und Düsseldorf. Teilnahme an Film – und Videofestivals weltweit seit 1999.