ZOON

Im dunklen Morast eines nächtlichen Waldes gehen matt schimmernde Axolotl ihren lustvollen Spielen nach. Genüsslich wird sich aneinander gerieben und geknabbert. Als ein großer, zweibeiniger Waldbewohner vorbei kommt, verspeist er kurzerhand eines der kleinen Tiere. Ein ungewöhnliches Spiel beginnt, während über dem Wald der Morgen dämmert.

PLANETARIUM

Was passiert, wenn im Planetarium der Polarstern kündigt? Eine neue Lampe wird eingesetzt! Ein kurzer Poesiefilm nach einem Gedicht des deutschen Schriftstellers Michael Augustin.

FELIX IN WONDERLAND

Alles beginnt damit, dass Felix Kubin einen Golden Retriever ein Mikrofon beschnuppern, abschlabbern und ankauen lässt. »Experiment number one: Feeding a microphone to a dog«, kommentiert der Hamburger Künstler und Musiker. In den folgenden 50 Minuten begleiten wir Marie Losier auf eine Reise in die Welt und in den Kopf von Felix Kubin, wo die Musik lebt, die aus seinem Lieblingsinstrument, dem KORG MS20, fließt. In Losier findet Kubin eine Gleichgesinnte. Losier, diese ungewöhnliche Porträtistin, misst dem wirklichen Leben derer, die sie filmt, und deren Vorstellungswelt ein und dieselbe Bedeutung bei. Mit ihrem Porträt von Kubin, das ebenso exzentrisch ist wie der Künstler, sind wir eingeladen, die Methoden eines Elektro-Musikers zu entdecken, dessen dadaistische Impulse und fantastische Tanz-Moves über die Ernsthaftigkeit und die konzeptionelle Strenge hinwegtäuschen, wie sie auf dem Dancefloor nur selten zu finden ist. Österreich-Premiere!

FLEDERMAUSZEIT

Als es Nacht wird gehen alle Tiere auf dem Bauernhof zu Bett. Nur die kleine Fledermaus wacht auf und sucht nach Spielgefährt*innen.

STEAKHOUSE

Paarbeziehungen haben eine eigene Dynamik. Ihre beruflichen Verpflichtungen ticken nicht nach der Uhr, seine Kochkunst und Liebe sind außerordentlich, aber eben zeitlich präzise getaktet. Diese Unvereinbarkeit verdichtet sich zu einem undurchsichtigen, beißenden Bratennebel und endet gesittet, aber blutig. Špela Čadež drosselt zunehmend das Tempo und schafft so Platz, damit sich das absurde Geschehen immer tiefer bohren kann. Schwarzer Humor well done. (André Eckardt)

MONSTERSINFONIE

Hast du zu Hause auch gruselige Monster unter dem Bett? Keine Angst – sie sind in Wirklichkeit ganz lieb und zahm. Und obendrein hochmusikalisch!

DER MAULWURF UND DER REGENWURM

Ein Maulwurf entdeckt, dass die meisten Tiere Gefährt*innen haben – nur er hat niemanden zum Spielen. Die Jagd nach einem saftigen Regenwurm, der ihm frech durch die Pfoten schlüpft, hat jedoch ein überraschendes Ende für ihn parat.

HOPPELDIHOPP

Was passiert eigentlich in der Sandkiste, wenn die Kinder nach Hause gegangen sind? Nichts. Nichts? Das stimmt doch nicht! Denn dann erwachen Schorsch und Agathe und erleben ihre nächtlichen Sandabenteuer.

ALI SEIN GARTEN

Koreanische, türkische und ostpreußische Migrant*innen schlagen nach 30 Jahren Glückssuche im Ruhrgebiet Wurzeln in der deutschen Klischee-Idylle: Im Schrebergarten! Mit argwöhnischem Interesse und auch nicht ganz neidlos wird jeweils verfolgt, was sich bei den Nachbar*innen so tut. Zwischen Sellerie und Mangold gedeiht offenbar auch ein sehr empfindliches Pflänzchen im deutschen Gesellschafts-Garten gedeiht: Integration.

»Ali sein Garten« ist Teil des Gruppenfilm »Zeche is nich – Sieben Blicke auf das Ruhrgebiet«, eine Koproduktion von Made in Germany Filmproduktion mit ZDF Das Kleine Fernsehspiel, Kunsthochschule für Medien Köln und Internationale Filmschule Köln.

SPIELFELD

Was bleibt, ist Leere – nachdem das Grenzdorf Spielfeld im Winter 2015 von Hunderttausenden Flüchtlingen durchquert wurde, ist der Normalzustand zurückgekehrt. Zäune, Zelte und ein ausgeklügeltes »Grenzmanagement-System« warten auf neuen Andrang, der allerdings ausbleibt. (…) Unaufgeregt spürt Kristina Schranz der Ambivalenz des Transitorts nach und verortet die Auswirkungen geopolitischer Herausforderungen im dörflichen Alltag der Spielfelder Bewohner*innen – zwischen Raststättenbistro und Einfamilienidyll. Ein Film über einen Ort, der nach kurzer, fragwürdiger Berühmtheit längst wieder von der medialen Bildfläche verschwunden ist. (Diagonale)

SPIELFELD wurde auf der Diagonale 2017 mit dem Preis für den besten Kurzdokumentarfilm ausgezeichnet.