BUTTERFLY JAM

Eine junge Frau erzählt die Geschichte ihres Vaters über seine Beziehung zu den vielen Haustieren, die er noch nie adäquat versorgen konnte. Die Tiere sterben früher oder später und werden eines nach dem anderen ersetzt, während die Familie auseinandergerissen wird.

BUTTERBOO

Nach einer »kleinen« Operation beim Tierarzt nimmt eine junge Katze immer mehr an Gewicht und albernen Spitznamen zu. Aber ob Diätfutter und Sport glücklich machen?

SMART MONKEY

Eine dicke Nase, abstehende Ohren und die Intelligenz der ersten Stunde: Im paläolithischen Dschungel muss sich ein kleingewachsener Affe gegen Größere seiner Art durchsetzen und sein Leben gegen hungrige Säbelzahntiger, Pterodaktylen und den Unbill der entfesselten Natur verteidigen. Vincent Paronnaud, der seit den 1990er Jahren unter seinem Pseudonym Winshluss Comics veröffentlicht und u.a. als Co-Regisseur der Filmadaptionen von Marjane Satrapis PERSEPOLIS und HUHN MIT PFLAUMEN in Erscheinung trat, zeichnet mit ausgeprägtem Sinn für Details und Situationskomik das Epos vom SMART MONKEY ganz ohne Worte in kraftvollen Bildern, zuerst als Comic, dann als vielfach preisgekrönter Film. Dass am Schluss doch die Kraft über die Intelligenz siegt, ist zwar tragisch, aber natürlich: Auch dies ist eine Spielform der Evolution, die sich – wie der im 19. Jahrhundert angesetzte Epilog beschreibt – über die Jahrmillionen fortsetzt.

PATOUILLE UND DIE PUSTEBLUME

Patouille lebt in Harmonie mit den Pflanzen. Mit ihrem gefiederten Freund Momo entdeckt sie die außergewöhnlichen Fähigkeiten, die sie haben. Zum Glück kann die neugierige Patouille sich winzig klein zaubern und auch den wundersamen Löwenzahn ganz genau erkunden.

AREKARA – THE LIFE AFTER

Anhand von Augenzeug*innenberichten versucht Momoko Seto die Geschehnisse und Auswirkungen des Tsunamis, der vom Tōhoku-Erdbeben 2011 ausgelöst wurde, nachzuvollziehen. AREKARA entwickelt besondere visuelle Kraft in fünf Sequenzen, die auf unheilvolle Weise apokalyptisch und surreal anmuten, aber eben nichts anderes als die Orte des Geschehens abbilden.

DREAMLAND

Phantasie kennt keine Grenzen. Dreamland wird sich immer neu erfinden. Mirai Mizue lässt retrofuturistische Strukturen in maximaler Opulenz und geometrischer Pracht zu synthetischer Barockmusik wuchern und pulsieren. Vergesst Reduktion: Mehr ist mehr.

TIGER IM GÄNSEMARSCH

Ein sehr, sehr fauler Bub, der tagein tagaus nichts tut als die Zeit verstreichen lassen, wird von seiner genervten Mutter aufgefordert, sich endlich einen Job zuzulegen. Höchste Zeit – denn die Tiger sind im Anmarsch. Nach einem koreanischen Volksmärchen.

BIRD IN THE PENINSULA

Atsushi Warda fügt seinem wunderlichen Filmkosmos weitere eigenwillige Charaktere hinzu: Die Jungen üben einen Tanz für ihren traditionellen Initationsritus zum Eintritt in das Erwachsenenleben ein, der Lehrer korrigiert sie. Ein Mädchen beobachtet die Szenerie, darf aber nicht mitmachen. Als einer der Jungen einem merkwürdigen Vogel hinterherläuft, folgt sie ihm, ohne zu wissen, warum. Eines Tages wird auch der Junge den Vogel nicht mehr sehen können. (Berlinale)

RHAPSODY

Ein 60-jähriger Mann lebt allein in einem kleinen Apartment auf der obersten Etage eines anonymen Pariser Hochhauses. Jeden Tag vertraut ihm eine junge Frau ihr Baby an. Der eine massiv und robust, der andere fragil und klein, verbindet beide Wesen etwas Natürliches und zugleich Fremdartiges. Liebevoll lakonische Alltagsballade mit Gérard Depardieu in einer überraschenden Rolle.

»Gérard ist in dem Film viel verletzlicher als das Kind. Als kümmere sich das Kind um ihn. Ich mag es, diese sinnlichen Körper zu filmen in dieser sehr kalten Umgebung, hoch oben und schwindelerregend.« (Constance Meyer)

WEAKER SEX

»Mann vermietet reife Frau, 47 Jahre, 1,65 m, 50 kg, pflegeleicht, offen, ruhig, anhänglich, tapfer, aufmerksam, loyal, für gemütliche und gesellige Zusammentreffen, allein oder zu mehreren.« Die schier unerträgliche Brutalität, die sich hinter dieser Kleinanzeige verbirgt, setzt Nicolas Jacquet in verstörende Bilder um, in denen er Animationstechniken und Realaufnahmen mischt. Schnaufen, Stöhnen, Keuchen, Ächzen, Japsen – die Tonebene dieses eindrucksvollen Animationsfilms geht unter die Haut, wenn der Körper der sich verrenkenden Frau knackst. In einem Teufelskreis aus häuslicher Gewalt und Zwangsprostitution gefangen, windet sie sich der Freiheit entgegen, solange es ihr Körper zulässt.