THE CAT WITH HANDS

Der Sage nach läuft irgendwo da draußen eine Katze herum, der danach gelüstet Mensch zu werden. Düsterer Realfilm-Stoptrick-Albtraum vom britischen Filmemacher Robert Morgan, dessen vielfach preisgekrönte Animationsfilme eine bizarre, albtraumhafte Welt des Horrors zeigen.

HOTEL KALURA

Eine Frau betritt eine Hotelbar auf Sizilien und fragt nach Feuer. So beginnt eine romantische Nacht wie ein LSD-Trip, in der Fleisch und Körperflüssigkeiten wabern und die Möglichkeit einer Begegnung der Seelen ein feuriges Verlangen entfacht, das die Welt buchstäblich in Brand setzt.

THE LOST THING

Irgendwo irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft: Ein Junge findet am Strand eine seltsame Kreatur, die trotz ihrer ungeheuren Größe etwas verloren und deplatziert wirkt, und beschließt ihr ein Zuhause zu finden. Leichter gesagt als getan in einer Welt, in der alle davon überzeugt sind, dass man »wichtigeren« Dingen Aufmerksamkeit zu widmen hat … Filmadaption von Shaun Tans wundervoll illustrierter Comic-Parabel, für die der bekannte australisch-britische Komiker, Schauspieler und Musiker Tim Minchin als Erzähler gewonnen werden konnte.

GRAHAM COXON: WHAT’LL IT TAKE

»What’ll it take to make you people dance?« Regisseur Ninian Doff liefert die Antwort auf Graham Coxons Frage: Videoclips von 85 tanzenden Fans aus 22 Ländern werden zu einer rasanten filmischen Collage verarbeitet. Ein äußerst sehenswerter Trip durch Raum und Zeit.

CANDOCO – PILOT

Alles rollt, wandelt, dreht sich. Erste Zusammenarbeit von Victoria Marks (Choreografie) und Margaret Williams (Regie) mit der 1991 gegründeten CandoCo Dance Company, in der Tänzer*innen mit und ohne Behinderungen tanzen (u.a. David Toole, bereits zu sehen im Eröffnungsfilm THE COST OF LIVING) und die 2016 ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Im Pilot werden die Spuren für OUTSIDE IN gezogen.

SIGN NIGHT SHANGHAI: UNFURL

Kollaboration zwischen der gehörlosen britischen Künstlerin Cathy Mager und der gehörlosen Performerin Alice Xiaoshu Hu. Nachdem Cathy Magers im COVID-19-Lockdown entstandener Film SIGN NIGHT – virtuell – bis nach China gereist war, kamen die beiden Künstlerinnen miteinander in Kontakt und schufen ein Filmpoem, das sich auf vielfältigen Bedeutungsebenen als Projektion auf der Fassade des Shanghai Duolun Museum of Modern Art entfaltete.

In ihrem Gedicht beschreibt Cathy Mager das Gefühl von Freiheit und Empowerment durch Gebärdensprache und Gehörlosenkultur, das sie empfindet: »As my hands unfurl, my heart opens to the sky.« Die einfühlsame und ausdrucksstarke Interpretation durch Alice Xiaoshu Hu übersetzt es in das Wachstum einer Lotusblüte, das Ausdauer und Widerstandsfähigkeit erfordert. Nicht zuletzt thematisiert diese Übersetzung auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Artenvielfalt.

Cathy Mager: »Gebärdensprache hat die Fähigkeit, komplexe wissenschaftliche visuelle Darstellungen der Natur auszudrücken und die geheimnisvolle Naturwelt mit Tiefe und Details darzustellen, was oft in schriftlicher Form viel schwieriger zu erreichen ist. Es ist wichtig die Rolle anzuerkennen, die gehörlose Menschen in relevanten Diskussionen über Klimawandel und Biodiversität spielen.«

MACROPOLIS

Zwei Spielzeugtiere werden wegen eines Mangels aussortiert. In letzter Minute gelingt der Katze und dem Hund die Flucht aus der Fabrikshalle. Draußen in der großen Stadt ist alles neu und aufregend, aber auch ein bisschen beängstigend. Werden sie den Weg ins Spielzeuggeschäft finden?

HANDS SOLO

Dass gehörlose Menschen durch die Benutzung der Gebärdensprache geschickt mit den Händen sind, liegt auf der Hand, aber über so viel Flexibilität staunt man doch. Der gehörlose Vernon feiert ob seiner besonderen Fingerfertigkeiten unter dem Pseudonym »Hands Solo« Erfolge als »porn star with the midas touch«. Ein Kamerateam begleitet ihn bei seiner Arbeit … Köstliche Porno-Mockumentary, gespickt mit zahlreichen Filmzitaten.

CHADO

Ein langer, heißer Sommer in einer verzauberten Wildnis. Child macht eine Reihe von Erfahrungen, die ihre Welt auf den Kopf stellen und sie zwingen, schneller als ihr lieb ist erwachsen zu werden.

WORLD IN ACTION: REASONABLE ADJUSTMENT

In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren kämpften in Großbritannien Behindertenaktivist*innen in der Bewegung »Reasonable Adjustment« (RAD) gegen Margaret Thatchers rechtsgerichtete Regierung und ein diskriminierendes medizinisches Establishment. Von einigen als Terrorist*innen und von anderen als Freiheitskämpfer*innen betrachtet, umfassten ihre Aktionen eine Schießerei durch blinde Aktivist*innen während einer Live-Übertragung der BBC und den Bombenanschlag auf die U-Bahnstation Euston aus Protest gegen den Mangel an barrierefreien Transportmöglichkeiten. 2020 widmete Justin Edgar der Geschichte der RAD eine umfangreiche Ausstellung, die Dokumente, Fotografien und Videoaufnahmen aus 30 Jahren dokumentierte, für die auch dieser Film entstand.