INTERVIEW

Caroline Leaf und Veronika Soul gestalten visuelle Porträts voneinander: Mittels entsprechender Animationstechniken zeigen sie ihre Sichtweise der jeweils anderen auf der Basis typischer Gesten und Eindrücke. Humorvolle Ergründung unterschiedlicher künstlerischer Herangehensweisen.

HEDGEHOG’S HOME

In einem üppigen Wald lebt ein Igel, der von den anderen Tieren respektiert, aber ob seiner Begeisterung für sein gemütliches Zuhause insgeheim auch beneidet wird. Der Fuchs, der Wolf, der Bär und das Wildschwein – ein unersättliches Quartett – machen sich auf zum Haus des Igels, um zu sehen, was so besonders daran ist. – Eva Cvijanovićs filmische Adaption einer Erzählung des jugoslawischen Schriftstellers Branko Ćopić (1915-1984) wurde auf Filmfestivals weltweit bereits mit mehr als 35 Preisen ausgezeichnet.

ANATOMIE

In einem weißen Zimmer zeugen die gealterten Körper der Schauspielerin Françoise Graton und des Schauspielers Gilles Pelletier von einer Liebe, die stärker ist als die Zeit. Es entwickelt sich ein fesselnder Dialog des Begehrens, der dem Alter, der Trägheit und dem Tod die Stirn bietet.

WALK FOR WALK

Willkommen in der surrealen, sich ständig verändernden Welt von WALK FOR WALK, einer farbenfrohen, animierten Landschaft voller flotter Songs, alberner Charaktere und einer großen Vielfalt an Babys: Warm Baby! Mister Baby! Rich Baby! Und mehr! Amy Lockharts 16-mm-Film wurde aus über 1.000 handgemalten Cutouts und Papierpuppen mit Papierhintergrund erstellt.

BIIDAABAN (THE DAWN COMES)

Seit jeher ernten die Angehörigen der First Nations den Saft von Ahornbäumen, um daraus Sirup zu produzieren – eine Gepflogenheit, die bis heute andauert. Biidaaban, eine junge genderfluide Person, und der Gestaltenwandler Sabe machen sich auf, um die Arbeit ihrer Vorfahr*innen in dem städtischen Umfeld fortzuführen, das längst vom Land Besitz genommen hat. Biidaaban kann dabei Spuren der Zeit, Menschen, Lebewesen und des Landes sehen. – Nach Kurzgeschichten der Schriftstellerin Leanne Betasamosake Simpson, die der Ethnie der Mississauga Nishnaabeg angehört, schuf die indigene Künstlerin Amanda Strong einen Stop-Trick-Animationsfilm von berückender Schönheit.

LINDY HOP

Die Hüften schwingen, die Arme im Takt durch die Luft schleudern und den Rock im Wind wehen lassen: Beim Lindy Hop sind die Schrauben locker!

THE FLYING SAILOR

Der mit Spannung erwartete neue Film des Oscar-nominierten Duos Amanda Forbis und Wendy Tilby basiert auf wahren Begebenheiten und ist eine Meditation über die unerwartete Reise eines Seemanns. Zwei Schiffe kollidieren 1917 im Hafen von Halifax, eine Explosion zerstört einen Teil der Stadt und ein Seemann wird in den Himmel geschleudert. Hoch über dem Chaos schwebt er dem großen Unbekannten entgegen. THE FLYING SAILOR ist eine kühne Mischung aus Komödie und Thriller und eine philosophische Betrachtung des Wunders und der Zerbrechlichkeit unserer Existenz.

CATS! A TRAVEL MUSIC VIDEO

Von Olivenöl, Fetakäse und romantischen Inseln träumt Filmemacher Andrew Norton auf der Reise nach Griechenland – vor die Linse bekommt er jedoch hauptsächlich Katzen. Aus den VHS-Aufnahmen entsteht ein mitreißendes Musikvideo mit fundamental wichtiger Message.

NOAH

In einer Geschichte, die sich zur Gänze auf dem Computer-Bildschirm eines Teenagers abspielt, folgt NOAH in rasantem (Echtzeit-)Tempo seinem gleichnamigen Protagonisten über Facebook, Skype, Chatroulette, YouPorn und iTunes durch die Trennung von seiner Freundin. Kurze Aufmerksamkeitsspannen und Multitasking stellen in der digitalisierten Welt der Generation Y neue Herausforderungen an Liebe und Intimität.

Der Debütfilm der Filmstudenten Walter Woodman und Patrick Cederberg, die beide ein Jahr vor dem Dreh den Ausstieg aus Facebook unternahmen, ist eine schlaue Studie über die Rolle digitaler Technologie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Nach seiner Premiere auf dem Toronto International Film Festival absolvierte NOAH, der mit einem Budget von nur € 230,– gedreht wurde, eine beachtliche Festivaltournee.

EXERCISES IN BEING CLOSE TO YOU: A STORY FOR THE ARCTIC REFUGE

Das Arctic National Wildlife Refuge ist für die indigene First Nation Community heiliges Land; es ist auch der Ort, wo jedes Frühjahr 40.000 Karibu-Kälber geboren werden. Krista Leigh Davis schließt sich einer 10-tägigen Expedition an, um den Zug der Karibus mitzuerleben und zu erkunden, wie man sich selbst mit der Kamera kritisch zur Mitwelt in Beziehung setzen kann. In ihrem vermeintlichen Tierfilm setzt sie diverse künstlerische Mittel ein, um das Format aus den Angeln zu heben. (Internationales Frauen Film Fest Dortmund+Köln)