GOLDEN SHADOW

Ein fluides Reich glitzernder Schatten und neonfarbener Dunkelheit, in dem sich Wasser, Bäume und Himmel berühren, Pflanzen, präparierte Vögel, Korallen, Pailletten, fluoreszierende Quallen und eine enigmatisch-schimmernde Protagonistin einander begegnen. In einem alchemistischen Akt bringt Katrina Daschner etwas im Werden Begriffenes hervor, das sich nicht fassen lassen will. (Michelle Koch, Diagonale’23)

CORNUCOPIA

Ein Mensch wandert in ständiger Suche und Verfolgung, angetrieben von der Sehnsucht nach dem magischen Füllhorn. Seine Wechselfälle werden in den Gemälden auf der Oberfläche einer alten Vase zum Leben erweckt.

EIGENTLICH VERGANGEN

»Ich bin nicht drauf!« Die Großmutter ist sich sicher, dass die Filmemacherin die Kamera falsch positioniert hat. Resolut verteidigt die Frau ihr eigenes Bild gegenüber der Enkelin, die mehr über ihre vergangene Flucht von Ungarn nach Österreich in Erfahrung bringen möchte. Im reibungsvollen und dennoch vertrauten Dialog der beiden offenbart sich wie Familien ihre Geschichte über Generationen hinweg weitergeben und wie diese sich ins Innerste von Beziehungen einnisten.

A NEW TRACTOR IS COMING TO TOWN, THE WORKING CLASS TAKES A BREAK

Felder, Bauernhöfe, Windräder … Ein GPS-kontrollierter Traktor fährt alleine durch die Landschaft. Die Maschine ist nicht mehr nur Produktionsmittel. Haben wir uns von der Arbeit endlich befreit und gänzlich verzichtbar gemacht?

DAS SEIN UND DAS NICHTS

Sie sehen was Sie hören in Bady Mincks visueller Umsetzung einer Original-Komposition von Beat Furrer für das Klangforum Wien: DAS SEIN UND DAS NICHTS visualisiert eine phantastische Reise in das Innere der Partitur. Die Musiker*innen erscheinen und verschwinden wie Noten und Klänge. Bady Minck gibt der Musik einen virtuellen Raum – vielleicht spielt die zentrale Szene des Films im Kopf des Dirigenten und Komponisten, der wie ein Zauberer mittels Handzeichen die MusikerInnen exterminiert … (Martin Pieper)

Teil der Serie FREE RADICALS, einem Crossover-Projekt zwischen Musik und Film von Klangforum Wien und dem Film-Laboratorium der AMOUR FOU Filmproduktion. Bady Mincks Filme für die bei der Biennale di Venezia 2007 uraufgeführte Serie erforschen die Wahrnehmungsebenen von Hören und Sehen. Siehe auch SCHEIN SEIN.

SCHWITZEN

Pumpender Sound, menschenleere Weinviertler Weite: Sommerferien, Provinz, Langeweile. Zwei Mädchen im Teenager-Alter sinnieren über ihre Zukunft und schlagen die Zeit tot. Genervt von der Wiederkehr des Immergleichen, kanalisieren sie ihre adoleszenten Unsicherheiten in spontanen Aggressionsausbrüchen. Im YouTube-Stream laufen dazu gefilmte Grauslichkeiten der Lebendtierfütterung: Hier wie dort regiert das Gesetz des Stärkeren. Im wunderschön fotografierten Vakuum eines klar abgesteckten Dorfkosmos konfrontiert Iris Blauensteiner ihre Protagonistinnen mit den unvermeidbaren Weichenstellungen des Erwachsenwerdens – und damit auch mit der erstmals im Raum stehenden längeren Trennung der Freundinnen. Coming-of-Age zwischen Möchtegerngangster-Attitüde, Disco und behutsamer Suche nach Identität. (Diagonale)

PANDA PANDA

Ein kleiner Panda soll von seiner Heimat weg in einen Zoo gebracht werden. Doch das Schicksal nimmt seinen Lauf und nicht alles kommt, wie man denkt …

DIE UND DER VON DA UND DORT

Momentaufnahmen von Wien-Tourist*innen aus aller Welt. Sie kommen aus Holland, Deutschland, Südkorea oder auch Vietnam. Sie möchten in die Oper, finden das Bermudadreieck gut oder wünschen sich eigentlich besseres Wetter. Vor den Sehenswürdigkeiten werfen sie sich in Pose, alleine oder zu zweit oder auch in Gruppen. Üblicherweise bleiben Erinnerungsfotos stumm. Lisa Weber erzählt, was sie in der kurzen Zeit über die Menschen erfahren hat, und verleiht den Bildern filmische Dimension.

TAGTRÄUMEN

Bei langen U-Bahn-Fahrten schweifen die Gedanken schon mal ab und die verrücktesten Tagträume machen sich selbstständig …

DER MEISENMANN

Als kleines, aber feines Musikvideo zu Helge Schneiders MEISENMANN entpuppt sich die gleichnamige Animation von Ulrich Braun: »Sei nicht traurig kleiner Meisenmann … Ich komme vom Finanzamt.«