DER GRÜFFELO

Auf ihrem Spaziergang durch den Wald erfindet sich die kleine Maus einen mutigen Freund und Beschützer: Den Grüffelo. Doch plötzlich steht der Grüffelo wirklich vor ihr – und damit eine Menge Abenteuer. Verfilmung des bekannten Bilderbuchs von Julia Donaldson und Axel Scheffler.

HOMEBIRD

Eine junge Künstlerin möchte in der Großstadt ein neues Leben beginnen, doch es fällt ihr nicht leicht Fuß zu fassen. Immer wieder stellen Erinnerungen an das Dorf, in dem sie aufgewachsen ist, ihr die Frage, ob sie dort nicht vielleicht besser aufgehoben wäre. Aber ist es da wirklich so idyllisch wie in der Erinnerung?

ON LOOP

»Four in the morning, crapped out, yawning.« Wäre da bloß nicht diese unsägliche Sache mit dem Briefbeschwerer, die einem plötzlich den Schlaf raubt … Inspiriert von den Arbeiten des Malers David Hockney und des Filmemachers Michel Gondry, hält die britische Filmemacherin Christine Hooper die Zuschauer*innen mit einer äußerst unterhaltsamen Tour de Force durch eine schlaflose Nacht in Atem.

Mit pointiertem Witz erzählt ON LOOP von der Invasion der intimsten Komfortzone durch die Geschehnisse des Tages und den ermüdenden Begleiterscheinungen der Schlaflosigkeit, die einen dann aber doch nie zum Einschlafen bringen. Christine Hooper folgt in ihrem mehrfach preisgekrönten Animationsfilm einer Traumlogik, über die sie zu einer spannenden Ästhetik gelangt, in der die kubistischen Elemente als visuelle Übersetzung sich überlagernder Gedankenfragmente funktionieren. Die Performance des Gedankenmonologs durch die schottische Comedienne Susan Calman ist schlichtweg ein Genuss.

NOTES ON BLINDNESS

Als die auf Kassetten gesprochenen Texte des promovierten Philosophen und Literaturwissenschaftlers John Hull (1935–2015) in Buchform erschienen, kommentierte der Neurologe Oliver Sacks sie so: »Ein Meisterwerk … die ungewöhnlichste, präziseste, tiefste und schönste Beschreibung von Blindheit, die ich je gelesen habe.« Basierend auf Hulls Audio-Aufzeichnungen – einer poetischen und sehr persönlichen Erzählung über das Erblinden, den Kampf mit dem Unabwendbaren und den Neuanfang, der mit dem Akzeptieren der Realität einhergeht – schufen Peter Middleton und James Spinney eine Reihe von Kurzfilmen, von denen NOTES ON BLINDNESS mit einem Emmy Award ausgezeichnet wurde. Während der Dreharbeiten zum gleichnamigen Langfilm verstarb John Hull.

HELL HATH NO FURIE

Der wütendste aller Filme im Programm ist sicherlich HELL HATH NO FURIE von Kitty Faingold. Mit seiner kühnen, rot-schwarzen Ästhetik und dem starken grafischen Stil ist die Wut in den Look ebenso eingewoben wie in die Erzählung. Kitty lädt uns in eine scheinbar gewöhnliche Wohnung voller Kitsch, eigenwilligem Nippes und langweiligen Natursendungen ein, die auf dem alten Fernseher laufen. Wir werden Zeuge, wie die Furien (Göttinnen der Rache), die jetzt als Frauen aus den 1990er Jahren wieder auferstanden sind, zusammenkommen, um ziemlich verärgert ein Kartenspiel zu spielen. Die animierten Karten erinnern ein wenig an Leonora Carringtons Begeisterung für die Ikonographie des Tarot. Wir treffen auf Allecto („Unaufhörlich im Zorn“), Tisiphone (die „Rachsüchtige“) und Megaera (das „grünäugige Monster“), die versuchen, so gut sie können miteinander auszukommen, obwohl sie nicht anders können, als in eine Fehde von apokalyptischen Ausmaßen zu verfallen. Wenn sie nur eine Sprache hätten, in der sie sich besser ausdrücken könnten, wie es die LINGUISTS tun. (Abigail Addison)

VETERANS

Victoria Marks und Margaret Williams begleiten fünf Kriegsveteranen, die unter posttraumatischer Belastungsstörung leiden, in ihrem solitären Kampf mit Isolation, Entfremdung und Erinnerung durch die Straßen von Los Angeles. Eine Seitengasse wird zum Schauplatz eines rituellen Reenactments des Kampfgeschehens und der heilenden Auseinandersetzung mit den traumatischen Erlebnissen. VETERANS wurde bei VideoDansa in Barcelona mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

M.I.A.: BAD GIRLS

Saudi-Arabien als Kulisse für verschleierte Frauen, die auf Autodächern tanzen und über den Wüstensand driften. In ihrem Musikvideo BAD GIRLS zeigt die britische Rapperin M.I.A., was sie antreibt, und provoziert die Abrechnung mit einer Welt, in der eine Frau hinter dem Steuer ein Tabu ist.

Weiterlesen: »Pure Provokation« (Sophia Lindsey, Süddeutsche Zeitung)

ALMOST

Zwei junge Frauen begegnen einander an der Uni. In der Bibliothek ist jedoch lautes Sprechen nicht toleriert. Gesten verbinden, Blicke treffen mitten ins Herz.

TUESDAY

Ein Tag im Leben der 16-jährigen Allie. Nach Begegnungen mit ihren Freund*innen und ihrer Familie, die allesamt eigenartig distanziert verlaufen, ist sie fest entschlossen, den Abend im Haus ihres Vaters zu verbringen. Die Realität der Situation wird jedoch durch ein empfindliches Gleichgewicht zwischen Verleugnung und Schmerz bestimmt. TUESDAY ist das fein gezeichnete Psychogramm einer jungen Frau, die erst ganz am Anfang steht, die Tragweite eines Verlusts zu begreifen. Mit ihrem ersten Film, der im Rahmen ihres Studiums an der Tisch School of the Arts der New York University entstand, das sie 2017 abschloss, legte Charlotte Wells den Grundstein für eine bemerkenswerte künstlerische Laufbahn. 2022 erlebte die schottische Drehbuchautorin und Regisseurin ihren internationalen Durchbruch mit dem Langspielfilm »Aftersun«.

WELCOME TO KITTY CITY

Willkommen in der Stadt der Katzen – und in den fantastischen Welten des britischen Videokünstlers und Komponisten Cyriak, der seit 2004 insbesondere für seine surrealen und bizarren kurzen Webanimationen bekannt ist.