BRADLEY MANNING HAD SECRETS
Die Geschichte von Chelsea Manning (früher bekannt als Private First Class Bradley Manning der US-Armee), gerade mal 25 Jahre alt – jedoch nicht als Wikileaks-Hacktivist*in, sondern als Soldat*in in einem fragwürdigen Krieg und als Mensch in einer Identitäts- und Gewissenskrise auf mehreren Ebenen. Adam Butchers Animationsfilm verwendet ausschließlich Originaldialoge aus Instant-Messenger-Konversationen zwischen Manning und dem Hacker und Enthüllungsjournalisten Adrian Lamo und zeigt eine andere Seite im großen Enthüllungsskandal. Es geht um große Sinnkrisen und -fragen, persönliche und nationale Geheimnisse, Verantwortung und Moral, aber auch die Entmenschlichung sowie Entkörperung von digital geführten Kriegen. BRADLEY MANNING HAD SECRETS entwirft mittels präzise gewählten Dialogpassagen – in der abstrakten Darstellung der animierten Roto-Pixel-Welt – ein mitfühlendes, menschliches Porträt. Der Film stellt Manning nicht als unehrenhaft entlassene*n (und später verurteilte*n) Soldat*in und Verräter*in dar, sondern als Individuum in einer Geschlechts- und Identitätskrise, dessen größte Furcht war, nicht geliebt zu werden. (identities Queer Film Festival)









