ART EDUCATION

Express-Lektion in Kunstgeschichte à la Maria Lassnig: ART EDUCATION ist ein frecher Trip durch die Jahrhunderte, in dem die »Superstars« unter den Kunstwerken, wie Michaelangelos »Erschaffung Adams«, in szenischen Miniaturen re-kodiert und Lassnigs feministischer Deutung unterzogen werden.

NEVADA

Der romantische Wochenendausflug eines jungen Paares wird in dieser Stop-Motion-Dramödie von einer Kondom-Panne überschattet. Gerade erst begegnet, schon gestaltet sich die Zukunft konkreter als erhofft. Oder gibt es einen Plan B?

CROSS MY HEART

Julette besucht ihre Verwandten auf Jamaica. Doch die Leichtigkeit der Sommertage ist getrübt. Schon kurz nach der Ankunft ist klar, dass mit ihrer gleichaltrigen Cousine Sarah etwas nicht stimmt. Sarah bittet sie, ein Geheimnis zu wahren, das die falsche Person beschützt. Zerrissen zwischen Loyalität und ihrem eigenen Gerechtigkeitssinn, muss Julette Haltung beziehen.

MILCK: QUIET

Für sich selbst und all jene Mädchen und Frauen*, die durch verschiedene Formen von Unterdrückung gehen müssen, schrieb die US-amerikanische Musikerin Connie Lim alias MILCK ihren Song QUIET 2015 gemeinsam mit Adrianne »AG« Gonzalez, um darin ihre Erfahrungen als Überlebende häuslicher Gewalt und sexuellen Missbrauchs zu thematisieren. Es ist ein Befreiungsschlag. »Ich bin eine asiatisch-amerikanische Frau in Amerika, eine der, die Gehorsam leisten und leise sein sollen«, so MILCK. »Auch wenn ich vielleicht wie ein Schaf aussah, ich war im Inneren eine Löwin.« Bekanntheit erlangte QUIET zwei Jahre später als inoffizielle Hymne des Women’s March in Washington, D.C. Ein Handyvideo des A-cappella-Flashmobs mit 25 Sängerinnen verschiedener Chöre verbreitete sich zusammen mit dem Hashtag #ICANTKEEPQUIET viral im Netz.

ORVILLE PECK: QUEEN OF THE RODEO

Der kanadische Country-Sänger Orville Peck, Gesicht und identität hinter einer Maske verborgen, widmet sein Musikvideo zum gleichnamigen Song Mitgliedern der LGBTQ+ und Two-Spirit-Community, die bei Rodeos, auf Farmen und in Rasthäusern arbeiten und performen. Im Mittelpunkt steht die aus Vancouver stammende First-Nations-Drag-Queen Thanks Jem. Orville Peck: »Jem kämpft immer gegen Erwartungshaltungen und Fremdwahrnehmungen an und hat es schwer, zwischen all den anderen Queens zu bestehen. Aber für mich war sie immer ein Star. In dem Song und dem Video geht es darum, aus sich herauszugehen, innere Dämonen zu besiegen und sich selbst zur Königin des Rodeos zu krönen.«

HENRI, LE CHAT NOIR 7 – THE CAT IS SAT

Der Spezies Mensch ist nicht zu trauen, insbesondere der Gattung der Katzensitter*innen. Unterlegt mit verwehten Klavierakkorden und in künstlerisches Schwarz-Weiß gefärbt, erlangte Will Bradens Web-Serie um den philosophischen Kater als Parodie auf die Avantgardefilme der 1950er Jahre Kultstatus.

THE WHITE STRIPES: I JUST DON’T KNOW WHAT TO DO WITH MYSELF

Die White Stripes covern 2003 auf ihrem Album ELEPHANT den Klassiker I JUST DON’T KNOW WHAT TO DO WITH MYSELF, geschrieben 1962 von Burt Bacharach und Hal David. Vollen Körpereinsatz bringt im dazugehörigen Video Kate Moss, minimalistisch in Szene gesetzt von Regisseurin Sofia Coppola and Kameramann Lance Acord.

TARZAN

Eine Frau und ein Mann begegnen einander in der New Yorker U-Bahn. Es ist ein Flirt, der an die Schmerzgrenze geht. Signe Baumane animiert einen Song von Joe Cartoon.

LESLEY THE PONY HAS AN A+ DAY

Der stolze Ponyhengst Lesley trabt beschwingt durch ein lustiges Abenteuer und besucht im freundlichen Städtchen Merryville mit seinem zauberhaften Schloss seinen lieben Freund, den Herzog.

THE MAKER

Eine sonderbare Figur beginnt einen Wettlauf gegen die Zeit – mit dem Ziel anhand einer Zeichnung von DaVincis »Vetruvianischen Hasen« die wichtigste und schönste Kreation seines Lebens zu schaffen. Christopher Kezelos‘ Puppentrick-Schöpfung war auf mehr als 60 Filmfestivals zu sehen und sammelte unterwegs 11 Preise ein.