HURENKIND & SCHUSTERJUNGE

Ein Gedicht in der gemeinsamen Muttersprache verbindet Finder und Verfasserin im großstädtischen Treiben Londons. Beide kämpfen mit unterschiedlichen Problemen. HURENKIND & SCHUSTERJUNGE begleitet zwei verlorene Seelen auf ihrer Suche nach Geborgenheit in der Fremde – bereit für einen Neuanfang. (Diagonale)

SOG

Eine Sturmflut wird einem Schwarm Fische zum Verhängnis: Sie verfangen sich in den Ästen der Bäume. Als das Wasser zurückgeht, drohen sie auszutrocknen. Ihre klagenden Hilfeschreie wecken die Bewohner*innen einer nahen Höhle, die von den unfreiwilligen Besucher*innen wenig begeistert sind.

AMEISE

Mit einem flotten Lied auf den Lippen arbeiten die Ameisen perfekt zusammen. Doch eine kleine Ameise hat gar keine Lust, sich an die strengen Arbeitsrituale zu halten, und will lieber etwas Spaß haben. Spaß und Arbeit – geht das zusammen?

BACK ANDE VOR

Kugeln an Drahtseilen pendeln durchs Bild. Man könnte dem stundenlang zuschauen. Man ahnt: Es muss sich um den Teil einer Skulptur handeln, aufgestellt auf öffentlichem Platz. Denn aus dem Off dringen Straßengeräusche ins Bild, Kirchenglocken, Gesprächsfetzen. „I am 84 years“, sagt eine Frau. Die Zahl spricht sie deutsch aus. So geht es radebrechend weiter. Ein junger Mann aus Irland – „so ein hübscher junger Mann“, sagt die Frau – initiiert offenbar die Plauderei. Es muss Sommer sein. Man sitzt auf der Straße. Man ist aufgeräumt – alles Impressionen, die nur über den Ton vermittelt werden: Man versteht, dass Uhde neben Film auch Klang studiert.

Deborah Uhde (*1982) studierte 2009-2015 Freie Kunst an der HBK Braunschweig.

PANDA MOONWALK OR WHY MENG MENG WALKS BACKWARDS

Sometimes, it’s two steps backwards. Die millionenschwere, tierische Neuinvestition des Berliner Zoos spielt nicht mit. Zwischen Kurzfilm und Performance im öffentlichen Raum kombiniert Kerstin Honeit Elemente des Found-Footage-Films, der Reportage und des Musikvideos mit humorvollen, queeren Reenactments von Interviewpassagen mit Passant*innen zu einer Gegenerzählung. Das Rückwärtsgehen der Pandabärin Meng Meng wird zum Akt der Rebellion. (Miriam Gossing, Internationales Frauen Film Fest Dortmund+Köln)

PARAPLÜ

Drei Männer stehen im Regen und warten auf den Bus. Ihre Regenschirme scheinen dabei ganz besondere Kräfte zu entfalten.

KRAKE

Die Krake will einen leckeren Pfirsichkuchen backen. Doch einer ihrer acht Arme scheint ganz eigene (Back-)Pläne zu haben.

PERMANENT RESIDENTS

Fünf Bewohner*innen von Los Angeles erledigen alltägliche Tätigkeiten rund um den Haushalt in speziell für diesen Zweck designten Kostümen. Die Kombination eines extravaganten futuristischen Looks mit stupiden Alltagsverrichtungen wie Putzen, Staubsaugen und Einkaufen entfaltet einen radikalen Witz, der die Akzeptanz der als gegeben akzeptierten Erscheinungen und Tätigkeiten des alltäglichen Lebens subversiv unterwandert. In ihren filmischen Arbeiten setzt sich die in Berlin lebende Künstlerin Isabell Spengler insbesondere mit dem Spannungsfeld von Film und Performance auseinander.

UNHAPPY HOUR

Ein zufälliges Treffen zwischen zwei Freundinnen endet bei einem herzhaften Bier und herzlichem Mitgefühl über die kleinen Unannehmlichkeiten des Lebens, wie verlegte Schlüssel, unangenehme Mitbewohner*innen, unangenehme Ex-Partner*innen und lästige Abgabefristen für Förderanträge. Auf 16-mm-Filmmaterial gedrehte Berliner Beziehungsskizze mit großem Situationsgespür und Wirklichkeitssinn von Ted Fendt.

KUH

Eines Nachts träumt die Kuh vom Fliegen. Als sie aufwacht, sind ihre weißen, wolkigen Flecken verschwunden. Wird sie sie wiederfinden?