HARDLY WORKING

Susanna Flock, Robin Klengel, Leonhard Müllner & Michael Stumpf / Österreich 2022 / 20:40 min / eOF

Erneut nimmt die selbsternannte »pseudo-marxistische Medienguerilla« Total Refusal ein Computergame (»Red Dead Redemption 2«) als Ausgangspunkt ihrer Überlegungen zu Funktion und Störung kapitalistischer Systeme. Dabei richtet sie ihre Blicke auf jene Figuren, die als Statist*innen die Bildwelten des Games beleben. Ein komplexer Essay über Arbeit und Verweigerung. (Eva Königshofen, Diagonale’23)

totalrefusal.com

Credits

Konzept Total Refusal Sound Design Bernhard Zorzi Musik Adrian Haim Produktion Total Refusal

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EATING IN THE DARK

Inari Sirola / Großbritannien 2021 / 9 min
Screening: OmdU (SDH) / Streaming: eOF

Siro ist auf der Suche nach Sinn und begibt sich auf eine surreale Reise durch innere und äußere Welten. Sehr persönlich und sinnlich zugleich, erforscht die Animationsfilmkünstlerin Inari Sirola die fragilen Beziehungen zwischen Fantasie und Realität, gesellschaftlichem Anpassungsdruck und persönlicher Freiheit.

inarisirola.com

Credits

Sprecher*innen Inari Sirola, Susie Scott & Ruanth Chrisley Thyssen Drehbuch Inari Sirola Animation Inari Sirola & Miho Katano Sound Design Ruanth Chrisley Thyssen Musik Mellow Blush & Ben Price Hochschule Royal College of Art London

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HOTEL KALURA

Sophie Koko Gate / Großbritannien 2022 / 5 min / OmdU (SDH)

Eine Frau betritt eine Hotelbar auf Sizilien und fragt nach Feuer. So beginnt eine romantische Nacht wie ein LSD-Trip, in der Fleisch und Körperflüssigkeiten wabern und die Möglichkeit einer Begegnung der Seelen ein feuriges Verlangen entfacht, das die Welt buchstäblich in Brand setzt.

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WALK FOR WALK

Amy Lockhart / Kanada 2005 / 11 min
Screening: OmdU (SDH) / Streaming: OF

Willkommen in der surrealen, sich ständig verändernden Welt von WALK FOR WALK, einer farbenfrohen, animierten Landschaft voller flotter Songs, alberner Charaktere und einer großen Vielfalt an Babys: Warm Baby! Mister Baby! Rich Baby! Und mehr! Amy Lockharts 16-mm-Film wurde aus über 1.000 handgemalten Cutouts und Papierpuppen mit Papierhintergrund erstellt.

amylockhart.ca

Credits

Drehbuch Amy Lockhart Animation Amy Lockhart Montage Amy Lockhart Produktion Amy Lockhart

GRAVEDAD

Matisse Gonzalez / Deutschland 2019 / 10:30 min
Screening: Omd/eU (SDH) / Streaming: Omd/eU

Auf der Suche nach der Leichtigkeit des Seins entdeckt eine junge Frau die Schwerkraft. Zufriedenheit braucht nicht immer einen Himmelsflug, sondern schwebt zuweilen nur einen Meter über dem Boden. Aber der euphorische Trip ins Kosmische und die ganz tiefen Tiefen sorgen für den Perspektivwechsel. Matisse Gonzalez’ visuelle Sprache ist formal teilweise bis auf die Zeichenhaftigkeit reduziert und beschreibt sehr gelenkig und präzise sowohl emotionale Zwischentöne wie auch die Wucht des Lebens. (André Eckardt, DOK Leipzig)

www.matisse-gonzalez.com

Credits

Sprecher*innen Julia Adriana Möbius, Pedro Grossman, David Gaviria & Olivia Meyer Montero Drehbuch Matisse Gonzalez Animation Matisse Gonzalez, Ryoji Yamada, Alice Reily de Souza, Christian Ramirez, Bianca Scali, Michelle Ong & Tao Zhang Montage Maximilian Merth Sound Design Niklas Menschik Musik Simone Pivetta & Clemens Wenger Produktionsleitung Matisse Gonzalez & Toufik Abdedaim Hochschule Filmakademie Baden-Württemberg

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SAFT

Mona Keil / Deutschland 2022 / 5 min / OmdU (SDH)

Fleischliche Kreaturen lernen ihre saftige Welt mit kleinen, lästigen Käfern zu teilen, um nicht auszutrocknen. Mit ihrer Vision eines saftigen Kreislaufs überzeugte Mona Keil die Jury der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen 2022: »Mit effektvoll eingesetzten Mitteln entwirft der Film eine Parabel auf das Anthropozän, in dem der Mensch durch seinen selbstgerechten Umgang mit der Natur die Welt aus dem Gleichgewicht bringt. Die Arbeit überzeugt dabei sowohl durch die gelungene Animation als auch den kongenialen Sound.«

FURY

FURIA
Julia Siuda / Polen 2021 / 5 min / OmdU (SDH)

Wachsende Wut, Frustration und Aggression suchen nach einem Ventil. Die Heldin des Films verliert langsam die Kontrolle über ihre Wut, verliert sich in Emotionen und droht an der Spannung zu zerbrechen. Durch organische Linien und eine bemerkenswerte visuelle Ausdruckskraft samt berstendem Sound Design bringt Julia Siuda in ihrem Animationsfilm Gefühle zum Ausdruck, die die Grenzen des Physischen sprengen.

www.juliasiuda.com

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SOFT ANIMALS

Renee Zhan / Großbritannien 2021 / 3 min
Screening: OmdU (SDH) / Streaming: eOF

Mit verschiedenen Techniken und Materialien – von Holzkohlestiften über Aquarell bis zu Ölfarben, vor dem Hintergrund einer Fotografie – visualisiert Renee Zhan auf sinnliche, eindrückliche und äußerst originelle Weise eine altbekannte Weisheit: »Sex with an ex is the best.« Die zufällige Begegnung zweier Ex-Liebender am Bahnhof scheint nicht nur Erinnerungen, sondern auch eine ununterdrückbare Begierde auszulösen. (Borjana Gaković, DOK Leipzig)

Credits

Sprecher*innen Joanna Ruiz & Paul Panting Drehbuch Renee Zhan Animation Renee Zhan Montage Margred Pryce Sound Design Ed Rousseau Produktion Jesse Romain Hochschule National Film and Television School

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GOODBYE JÉRÔME!

AU REVOIR JÉRÔME!
Chloé Farr, Gabrielle Selnet & Adam Sillard / Frankreich 2022 / 8 min / OmeU

Sakrale Klänge, das Knarren eines Eisentors, der Blick auf ein weißes Blütenmeer – Jérôme betritt das Paradies. Auf dem Tisch findet er ein Telefonbuch, er ruft seine geliebte Maryline an. Doch nur der AB antwortet. Vor einem Jahr ist sie von ihm gegangen. Jérôme begibt sich auf die Suche, fragt die Vogelfrau, den Hotdog-Verkäufer und all die anderen Wesen. Schrill, knallbunt und sehr eigen erscheint das Paradies. Ebenso seine Bewohner*innen, insbesondere Maryline. (Berlinale)

Credits

Sprecher*innen William Lebghil & Alma Jodorowski Drehbuch Chloé Farr, Gabrielle Selnet & Adam Sillard Animation Chloé Farr, Gabrielle Selnet & Adam Sillard Sound Design Nadège Feyrit Musik Anna Cordonnier & Amandine Robillard Hochschule GOBELINS

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ANXIOUS BODY

FUAN NA KARADA
Yoriko Mizushiri / Frankreich/Japan 2021 / 6 min / kein Dialog

Tzssssidd – beinahe genussvoll langsam trennen sich Haut und Klebeband. Nüchtern physikalisch betrachtet, werden Kräfte zwischen Molekülverbänden überwunden. Yoriko Mizushiri komponiert aus diesem Phänomen kurze, hochsinnliche Variationen über Schmerz und Lust. Zurückhaltend, ruhig und Skalpell-scharf geht sie dabei vor. Ihre flächige, farbreduzierte Zeichenanimation und die begleitenden kühlen elektronischen Klänge explodieren erst im Kopf und streuen dann in den bangen, aber neugierigen Körper. (André Eckardt, DOK Leipzig)

Credits

Drehbuch Yoriko Mizushiri Animation Yoriko Mizushiri Montage Yoriko Mizushiri Sound Design Yuka C. Honda Produktion Emmanuel-Alain Raynal, Pierre Baussaron & Nobuaki Doi / New Deer

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