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THE DEBUTANTEElizabeth Hobbs / Großbritannien 2022THE DEBUTANTE
THE DEBUTANTE
Elizabeth Hobbs / Großbritannien 2022 / 8 min / eOFEine junge Frau bittet eine Hyäne, ihren Platz bei einem ihr zu Ehren ausgerichteten Dinner mit anschließendem Tanz einzunehmen. Das Vorhaben erfordert Kunstfertigkeit und auch Gewalt. Kräftige Pinselstriche kalligrafieren die noble Gesellschaft, die pulsierende Animation übernimmt das Temperament der Heldin. Die schadenfrohe Farce konfrontiert eine in Traditionen und Etiketten erstarrte Klasse mit einem aasfressenden Tier, das ausgelassen die Anarchie feiert. (Anke Leweke, DOK Leipzig) – THE DEBUTANTE ist die Adaption der gleichnamigen Kurzgeschichte der in Großbritannien geborenen Künstlerin Leonora Carrington, die 1936 tatsächlich einmal selbst Debütantin am Hof von König Georg V. war. Durch Collagen- und Rotoskopie-Verfahren beschwört Elizabeth Hobbs den Glamour der 1930er Jahre herauf.
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SYMPHONY NO. 42Réka Bucsi / Ungarn 2013SYMPHONY NO. 42
SYMPHONY NO. 42
Réka Bucsi / Ungarn 2013 / 10 min / kein DialogZwei Eisbären sitzen in Liegestühlen am Fluss und angeln, da fällt ein Schuss. Eine Frau trägt einen Fuchs als Stola um den Hals. Eine andere mäht im roten Badeanzug den Rasen, vor ihr im Gras liegt ein nach Luft hechelnder Delfin. In 47 surrealen Tableaus, die aneinander gereiht eine lose Geschichte über die Wechselbeziehungen zwischen Tieren, Landschaften und Zweibeiner*innen erzählen, erschafft Réka Bucsi eine Fabelwelt ohne Moral. Ein wiederkehrender Ort ist der Wald, der hier allerdings keinerlei Sicherheit als Rückzugsort mehr bietet. Vielfach preisgekrönt, war SYMPHONY NO. 42 auch für den Oscar in der Kategorie Best Animated Short nominiert.
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TEARS OF INGEAlisi Telengut / Kanada 2013TEARS OF INGE
TEARS OF INGE
Alisi Telengut / Kanada 2013 / 4:20 min / OmeUEine Kamelmutter verstößt ihr Kalb nach einer traumatisierenden Geburt. Basierend auf einer mongolischen Fabel, die im Film von der Großmutter der Filmemacherin erzählt wird, hat Alisi Telengut ein expressionistisches, bewegtes Gemälde geschaffen, das ein berührendes Bild der Beziehung zwischen der Kamelmutter und einem Nomaden zeichnet. Indem er ihr etwas vorsingt, möchte er sie von ihren Schmerzen heilen, damit sie ihr Kalb wieder annehmen kann.
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THE GARDEN
LE JARDIN
Marie Paccou / Frankreich 2002 / 6 min / kein DialogEin Paar erwacht in einem Garten. Die Frau kann es kaum erwarten, endlich die Fische vom Strauch zu ernten, doch sie sind noch nicht reif. Es braucht Geduld.
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CARROUSEL
Jasmine Elsen / Belgien/Tschechische Republik 2020 / 10:15 min / kein DialogEine junge Frau folgt in ihrem Tagesablauf einer genauen Routine, ein sehr gut organisierter persönlicher Mikrokosmos. Doch Neuankömmlinge, die sich schließlich auch noch verlieben, bringen diese Routine durcheinander. Da sie diese Störung als einen persönlichen Angriff empfindet, zieht sie sich in sich selbst zurück, entschlossen, ihre Lebensweise zu verteidigen.
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LA BRUJA DE TEXCOCO: EL DIABLO Y LA BRUJAGeneración Galáctica / Mexiko 2021LA BRUJA DE TEXCOCO: EL DIABLO Y LA BRUJA
LA BRUJA DE TEXCOCO: EL DIABLO Y LA BRUJA
Generación Galáctica / Mexiko 2021 / 4 min / OmdU (SDH)»Nicht ich habe La Bruja gefunden, sie hat mich gefunden.« Nach einem schamanischen Ritual in Texcoco, Mexiko, begann für Octavio Mendoza die Transformation zu La Bruja de Texcoco. Die Sängerin und virtuose Bratschistin führt traditionelle mexikanische Musik auf einen femininen Weg, in eine fabelhafte Welt voller Extravaganz, Pailletten, Masken und Huipiles »aus tausend Farben und Worten im Wind«.
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ARIBADA
Simon(e) Jaikiriuma Paetau, Natalia Escobar & Zamanta Enevia / Deutschland/Kolumbien 2022 / 30 min / Omd/eU (SDH)Inmitten eines kolumbianischen Dorfes, in dem Kaffee angebaut wird, trifft das auferstandene Monster Aribada auf die Traviesas, eine Gruppe indigener trans* Frauen der Emberá, die um den Erhalt der indigenen Identität sowie der trans* Identität kämpfen. Das Magische und das Performative, Fiktion und Dokumentation verschwimmen in dem Experimentalfilm, in dem sich am Ende auch Aribada der trans*futuristischen Gemeinschaft anschließt. (Internationales Frauen Film Fest Dortmund+Köln)
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TRANS*GAZERosa Wiesauer / Österreich 2021TRANS*GAZE
TRANS*GAZE
Rosa Wiesauer / Österreich 2021 / 20 min / OmdU (SDH)»If you are brave enough to display your femininity, you are really tough.« Bereits diese Feststellung einer der Protagonist*innen zu Beginn des Films von Rosa Wiesauer verführt auf ganz eigene Weise dazu, Fragen von Transition und Weiblichkeit genauer nachzugehen. TRANS*GAZE verhandelt das subversive Potenzial eines anderen Blickregimes, dass sich gängigen Filmpraxen – insbesondere dem male gaze – widersetzt und stellt die Erfahrungen der Protagonist*innen in den Fokus. Queerness wird nicht nur thematisch, sondern auch in der Gestaltung des Films verhandelt, indem sich der Film in die Tradition des feministischen Filmemachens einordnet und die Backstage-Beleuchtung, die Bodenmarkierungen und die Staffage sichtbar macht. Gleichzeitig werden wir direkt von den Personen in dem Film angeblickt: trans* gaze.
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JOYFUL FLAME
Ezra Šimek / Österreich/Tschechische Republik/Slowakei 2022 / 24 min / OmdU (SDH)JOYFUL FLAME liefert eine gänzlich neue, genderpolitische Lesart des Begriffs »Hybridfilm«. Ausgerechnet ein Cowboy, die heteronormativste Figur der Filmgeschichte, dient Ezra Šimek als Verkörperung einer traumartigen Held*innenreise hin zu einem sich verflüssigenden Geschlechterbild. Statt wilde Pistolenduelle auszutragen, vereint sich dieser Cowboy mit einer Hexe, und gemeinsam begraben sie und der Film traditionelle Geschlechterrollen und unterdrückende Weltmodelle. (Diagonale)
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ORVILLE PECK: QUEEN OF THE RODEOAustin Peters / USA 2020ORVILLE PECK: QUEEN OF THE RODEO
ORVILLE PECK: QUEEN OF THE RODEO
Austin Peters / USA 2020 / 8:10 min / OmdU (SDH)Der kanadische Country-Sänger Orville Peck, Gesicht und identität hinter einer Maske verborgen, widmet sein Musikvideo zum gleichnamigen Song Mitgliedern der LGBTQ+ und Two-Spirit-Community, die bei Rodeos, auf Farmen und in Rasthäusern arbeiten und performen. Im Mittelpunkt steht die aus Vancouver stammende First-Nations-Drag-Queen Thanks Jem. Orville Peck: »Jem kämpft immer gegen Erwartungshaltungen und Fremdwahrnehmungen an und hat es schwer, zwischen all den anderen Queens zu bestehen. Aber für mich war sie immer ein Star. In dem Song und dem Video geht es darum, aus sich herauszugehen, innere Dämonen zu besiegen und sich selbst zur Königin des Rodeos zu krönen.«
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