FILMARCHIV

37 Resultate

ARCADE FIRE: WE EXIST

David Wilson • USA 2014 • 6:20 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: eOF

Andrew Garfield schlüpft für die kanadische Indie-Rockband Arcade Fire aus dem rot-blauen Spiderman-Trikot und liefert eine beeindruckende Performance als junge Frau, die im Körper eines Mannes geboren wurde. WE EXIST aus dem Doppelalbum REFLEKTOR erzählt vom schmerzvollen Coming-out gegenüber dem Vater, das Video zur Single folgt ihr durch eine amerikanische Kleinstadt. Persönliche Freiheit und Akzeptanz erfährt sie allerdings nur im Traum.

Schauspiel Andrew Garfield, Preston Acuff, Gregoer Boru, Jacob Peacock & Steven Vulin Kamera Larkin Seiple Schnitt Thomas Grove Carter Musik Arcade Fire Produktion Sue Yeon Ahn & Jason Baum
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BIIDAABAN (THE DAWN COMES)

Amanda Strong • Kanada 2017 • 19 min • eOF

Seit jeher ernten Native Canadians den Saft von Ahornbäumen, um daraus Sirup zu produzieren – eine Gepflogenheit, die bis heute andauert. Biidaaban, eine junge genderfluide Person, und der Gestaltenwandler Sabe machen sich auf, um die Arbeit ihrer Ahn*innen in dem städtischen Umfeld fortzuführen, das längst vom Land Besitz genommen hat. Biidaaban kann dabei Spuren der Zeit, Menschen, Lebewesen und des Landes sehen. – Nach Kurzgeschichten der Schriftstellerin Leanne Betasamosake Simpson, die der Ethnie der Mississauga Nishnaabeg angehört, schuf die indigene Künstlerin Amanda Strong einen Stop-Trick-Animationsfilm von berückender Schönheit.

www.amandastrong.com

Sprecherin Leanne Betasamosake Simpson Drehbuch Amanda Strong, Bracken Hanuse Corlett & Leanne Betasamosake Simpson Literaturvorlage Leanne Betasamosake Simpson Animation Lynn Dana Wilton Kamera Terrance Azzuolo Schnitt Amanda Strong & Marcus Kliewer Sound Design Menalon Produktion Amanda Strong
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BRADLEY MANNING HAD SECRETS

Adam Butcher • USA 2012 • 5:30 min • eOF

Die Geschichte von Chelsea Manning (früher bekannt als Private First Class Bradley Manning der US-Armee), gerade mal 25 Jahre alt – jedoch nicht als Wikileaks-Hacktivist*in, sondern als Soldat*in in einem fragwürdigen Krieg und als Mensch in einer Identitäts- und Gewissenskrise auf mehreren Ebenen. Adam Butchers Animationsfilm verwendet ausschließlich Originaldialoge aus Instant-Messenger-Konversationen zwischen Manning und dem Hacker und Enthüllungsjournalisten Adrian Lamo und zeigt eine andere Seite im großen Enthüllungsskandal. Es geht um große Sinnkrisen und -fragen, persönliche und nationale Geheimnisse, Verantwortung und Moral, aber auch die Entmenschlichung sowie Entkörperung von digital geführten Kriegen. BRADLEY MANNING HAD SECRETS entwirft mittels präzise gewählten Dialogpassagen – in der abstrakten Darstellung der animierten Roto-Pixel-Welt – ein mitfühlendes, menschliches Porträt. Der Film stellt Manning nicht als unehrenhaft entlassene*n (und später verurteilte*n) Soldat*in und Verräter*in dar, sondern als Individuum in einer Geschlechts- und Identitätskrise, dessen größte Furcht war, nicht geliebt zu werden. (identities Queer Film Festival)

www.adam-butcher.co.uk

Sprecher Angus Dunican & Danny Mahoney Animation Adam Butcher & Ben Claxton Kamera Alec Milne & Alisdair Cairns Musik Ben Claxton Produktion Adam Butcher
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BREAKWATER

Cris Lyra • Brasilien 2019 • 27 min • OmeU

Filmemacher*in Cris Lyra macht sich mit Freund*innen auf einen Roadtrip an die brasilianische Küste, um den Jahreswechsel gemeinsam zu feiern. Sie schwimmen, machen Musik, relaxen am Strand. Es ist eine Zeit der Leichtigkeit, aber auch der tiefen Gespräche. Sie berühren mit persönlichen Gedanken der befreundeten jungen Frauen* über ihre Sexualität, Körper, Haare, Jugend, Ängste, Sicherheiten und Unsicherheiten, über Unsichtbarkeit, Sichtbarkeit und Lesbisch sein in einer patriarchalen Gesellschaft. Dabei zeichnet sich eine Momentaufnahme Brasiliens, in dem das soziale und politische Klima seit der Wahl von Präsident Jair Bolsonaro merklich abgekühlt ist.

Originaltitel QUEBRAMAR Mitwirkende Lana Lopes, Raíssa Lopes, Elis Menezes, Nã Maranhão, Yakini Kalid, Cris Lyra & Camila Gaglianone Kamera Cris Lyra & Wilssa Esser Schnitt Beatriz Pomar & Henrique Cartaxo Musik Obinrin Trio & Nã Maranhão Produktion Camila Gaglianone
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CHEZ NICOLE

Viki Kühn • Österreich 2012 • 22 min • OmdU (HoH)

Viki Kühn möchte mit ihren Filmen vor allem eines: berühren. Das gelang ihr mit FRIEDL (2011), und es gelingt ihr auch mit diesem schön gestalteten Porträt der als Lionel geborenen Französin Nicole, Mutter von vier Töchtern. Sie hat viel erlebt und noch mehr durchgemacht, nach dem Wechsel ihres Geschlechts mit fast 70 Jahren wurde sie Tänzerin, Kunsthandwerkerin und Fotomodell. Kühn kommt ihrer Protagonistin respektvoll nahe (etwa bei der Kleider-Anprobe oder vor dem Schminkspiegel) und zeigt sie beim Tänzeln in der eigenen Wohnung, während Nicole auf der Tonspur offen aus ihrem Leben erzählt. (Viennale)

www.vikikuehn.com

Mitwirkende Nicole Foucher Konzept Viki Kühn Kamera Viki Kühn Schnitt Viki Kühn Ton Viki Kühn Produktion Viki Kühn
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DAWN OF THE DEAF

Rob Savage • Großbritannien 2016 • 12 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OmeU

Die Zombie-Apokalypse in einer stillen, düsteren Kinodeutung: Die Beziehung einer gehörlosen jungen Frau zu ihrer Freundin steckt in der Krise, nun wird die Situation auch noch von unheimlichen Ereignissen überschattet, auf die niemand gefasst zu sein scheint. DAWN OF THE DEAF – zu sehen in Originalfassung (British Sign Language) mit Untertiteln – begeisterte auf mehr als 100 internationalen Filmfestivals und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

www.rob-savage.co.uk

Schauspiel Caroline Ward, Haley Bishop, Radina Drandova, Stephen Collins, Emily Bevan, Lin Clifton, Chris Curran, James Rallison, Liam Darby & Christopher Runciman Drehbuch Rob Savage & Jed Shepherd Kamera Sam Heasman Schnitt Riccardo Servini Musik Patrick Jonsson Produktion Amanda Brennan & Douglas Cox
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DRONE BONING

Brandon LaGanke & John Carlucci • USA 2014 • 3 min • kein Dialog

Drone porn is a thing now! Ob Full-HD, Blu-ray, 3D, 4K, Google Glass oder Virtual Reality: Die Porno-Industrie zählt stets zu den Pionier*innen, wenn es neue Technologien für die eigenen Zwecke zu erproben gilt. DRONE BONING der beiden New Yorker Videokünstler Brandon LaGanke und John Carlucci aka GHOST+COW FILMS ist jedoch nicht als klassischer Pornofilm zu verstehen. Der erste Drohnen-Porno bietet mehr kritische als herkömmlich pornografische Inhalte. Nackte Menschen in schönen Landschaften bilden den Untergrund, auf dem das Musikvideo einen humorvollen Kommentar über Privatsphäre, Voyeurismus und Drohnenangriffe serviert.

www.droneboning.com

Konzept Brandon LaGanke & John Carlucci Kamera Kurt Selander, Radley Angelo, Ruben O'Malley & Spark Aerial Schnitt Rocky Bazemore Musik Taggart and Rosewood Produktionsleitung Chad Ghiron Produktion GHOST+COW FILMS
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EAT MY MAKEUP!

Marie Losier • USA 2005 • 5 min • OF

Fünf einnehmende Fräulein – darunter Filmregisseur George Kuchar und Marie Losier selbst – picknicken auf dem Dach eines Warenhauses im bezaubernden Long Island City, wo sich ein Wald von Wolkenkratzern am Fluss entlang erstreckt. Zu den Klängen von Wanda Jackson eskaliert der dialoglose Film schließlich, als ein Schwarm Fliegen die ausgelassene Zusammenkunft stört.

Mitwirkende George Kuchar, Jason Livingston, Paul Shepard & Marie Losier Drehbuch Marie Losier Kamera Marie Losier Schnitt Marie Losier Produktion Marie Losier
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FACIAL WEAPONIZATION COMMUNIQUÉ: FAG FACE

Zach Blas • USA 2013 • 8 min • eOF

Facial Weaponization Suite, work in progress des US-amerikanischen Künstlers und Kurators Zach Blas, protestiert gegen biometrische Gesichtserkennung und die Ungleichheiten, die diese Technologie propagiert, indem es »kollektive Masken« in Workshops herstellt, die aus den vereinten Gesichtserkennungsdaten der Teilnehmer*innen angefertigt werden. Die amorphen Masken, die nicht mehr als menschliche Gesichter identfiziert werden können, werden bei öffentlichen Interventionen und Performances eingesetzt. Das Gesicht wird Objekt und (Selbstverteidigungs-)Waffe. Neben der neonpinken Fag-Face-Maske, die sich mit Homosexualität auseinandersetzt, existieren bisher auch eine schwarze Maske und eine blaue Maske, die Rassismus und feministische Theorie thematisieren.

www.zachblas.info

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FOR NONNA ANNA

Luis De Filippis • Kanada 2018 • 13:30 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: eOF

Christina soll sich in der Abwesenheit ihrer berufstätigen Mutter um ihre italienische Großmutter kümmern. Sie vermutet, dass ihre Nonna sie missbilligt – stattdessen entdeckt sie eine zarte Bindung in ihrer gemeinsamen Verwundbarkeit. Die stille Momentaufnahme ist vom Leben der* Filmschaffenden Luis De Filippis inspiriert, die* in ihren* Arbeiten die verbreiteten Narrative um Transidentitäten umschreibt: »My grandmother was illiterate, spoke almost no English and was a devout Catholic, yet, her house was my safe space.« Ausgezeichnet mit dem Special Jury Prize beim Sundance Film Festival 2018.

Schauspiel Maya Henry, Jacqueline Tarne, Anna Pecchia & Remy Barone Drehbuch Luis De Filippis Kamera Kelly Jeffrey Schnitt Kristy Neville Sound Design Graham Rogers Produktion Luis De Filippis, Nava Rastegar & Lucah Rosenberg-Lee
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HOLE

Martin Edralin • Kanada 2014 • 15 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: eOF

Billy, in mittlerem Alter, schwul und körperlich behindert, lebt alleine – aber fühlt sich nicht minder isoliert, wenn er unter Leuten ist. Der ihm nächste Mensch ist sein Assistent Craig, der ihn täglich besucht, ihm bei den Arbeiten im Haus und beim Baden hilft. Billy wünscht sich nichts sehnlicher als eine Beziehung, und so streift er durch die Stadt, auf der Suche nach Intimität …

Schauspiel Sebastian Deery, Ken Harrower & April Lee Drehbuch Martin Edralin Kamera Daniel Grant Schnitt Bryan Atkinson Sound Design Peter Lopata & Kevin F. Brown Produktionsleitung Chris Baker Produktion Martin Edralin, Andrew Nicholas McCann Smith & Laura Perlmutter
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I LIKE GIRLS

Diane Obomsawin • Kanada 2016 • 8 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: fOF

Charlotte, Mathilde, Marie und Diane erzählen intime und witzige Geschichten von der ersten Liebe, von einseitiger Schwärmerei, gegenseitiger Anziehung und erotischen Momenten. Ihr sexuelles Erwachen geht Hand in Hand mit der Entdeckung, andere Frauen zu begehren – und mit einem freudvollen neuen Selbstbewusstsein. Drei Episoden über Wonder Women, Cowgirls & Co. aus dem Comic J’AIME LES FILLES der kanadischen Comiczeichnerin und Filmemacherin Diane Obomsawin alias OBOM.

Originaltitel J’AIME LES FILLES Sprecher*innen Alice Tougas-St-Jak, Rosalie Daoust, Catherine Perron, Éliane Préfontaine & Marion Outerbridge Drehbuch Diane Obomsawin Literaturvorlage Diane Obomsawin Animation Diane Obomsawin & Janet Perlman Kamera Éric Barbeau Schnitt Augustin Rioux Ton Geoffrey Mitchell & Padraig Buttner-Schnirer Sound Design Judith Gruber-Stitzer Musik Judith Gruber-Stitzer Produktion National Film Board of Canada, Marc Bertrand & Julie Roy
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INGRID

Marie Kreutzer • Österreich 2010 • 12:30 min • dOF

»Ich will schon, dass du mich willst, aber dann will ich’s auch wieder nicht.« Zwei Frauen Mitte 30. Noch bis gestern waren sie ein Paar, das gewisse Prickeln liegt noch in der Luft. Am Abend wird Michi in den Zug nach Barcelona steigen – auch wenn sie sich schon zu alt für ihren Trampingrucksack fühlt. Ob Patricia mitkommt? Vieles ist möglich, nichts entschieden. Bis zum Abend bleibt noch genügend Zeit zum Streiten, für Alltag und Komplimente. Ein Nachmittag voll Dialog in sanftem Schwarzweiß. (Diagonale)

Mit ihren langjährigen Kollaborateurinnen Pia Hierzegger und Vanessa Stern in den Hauptrollen inszeniert Marie Kreutzer (DIE VATERLOSEN, GRUBER GEHT, WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT) diese Hommage an eine der eindringlichsten Szenen aus Jean-Luc Godards AUSSER ATEM.

Schauspiel Pia Hierzegger & Vanessa Stern Drehbuch Marie Kreutzer Kamera Leena Koppe Schnitt Julia Drack Ton Odo Grötschnig Sound Design Odo Grötschnig Musik Florian Horwath & Lonely Drifter Karen Produktion Nina Wilhelm & Marie Kreutzer
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INTRINSIC MORAL EVIL

Harm Weistra • Niederlande 2013 • 11 min • eOF

In Kollaboration mit dem Choreografen Fernando Dominguez Rincon und drei talentierten Tänzern realisierte Harm Weistra mit INTRINSIC MORAL EVIL einen Film über das Erwachsenwerden und die Suche nach Identität, aber vor allem ein Spiel mit der Wahrnehmung und Erwartungshaltung der Zuschauer.

»Die spezifische Neigung der homosexuellen Person ist zwar in sich nicht sündhaft, begründet aber eine mehr oder weniger starke Tendenz, die auf ein sittlich betrachtet schlechtes Verhalten ausgerichtet ist.« (aus: Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Seelsorge für homosexuelle Personen • Joseph Kardinal Ratzinger • Rom, 1.10.1986)

www.harmweistra.com

Mitwirkende Joan Ferré Gomez, Jorge Guillen Ortiz & Frago Peña Gonzalez Sprecher Hank Botwinik Drehbuch Harm Weistra Kamera Jorrit Garretsen Schnitt Michiel Boesveldt Sound Design Aline Bruijns Produktion framelab & Harm Weistra
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JANELLE MONAE: PYNK (FEAT. GRIMES)

Emma Westenberg • USA 2018 • 5:30 min

»PYNK is a brash celebration of creation. Self love. Sexuality. And pussy power! PYNK is the color that unites us all, for pink is the color found in the deepest and darkest nooks and crannies of humans everywhere«, so Janelle Monáe anlässlich des Releases ihres vierten Studioalbums DIRTY COMPUTER. Im Kleid eines verspielten R&B-Songs, der von 60s-Jazz, Funk und Synthie-Sounds durchzogen wird, servieren Janelle Monáe und Grimes in kongenialer Kollaboration mit zuckersüßer Stimme jede Menge doppeldeutige Lyrics, die Weiblichkeit und Sinnlichkeit feiern. Nur für den Fall, dass das zu subtil geraten sein könnte, hat Janelle Monáe noch ein großartiges Video in pastellfarbigem Setting gedreht, in dem sie und ihre Tänzerinnen unter anderem vulvaförmige Pluderhosen und Unterhosen mit unmissverständlicher Message tragen: We grab back!

www.jmonae.com

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