Do 7.7.2016
21:30
FILM

FESTIVALERÖFFNUNG • THE SENSE OF TOUCH

»Despite a few annoying moments involving masks, this was a very beautiful mishmash of dance and dialogue set on the north Norfolk coast, featuring a man with no legs who danced on his hands, an aggressive Scottish man who danced like an elegant Bez, and a really awesome routine to Cher’s BELIEVE«, schrieb The Guardian über Lloyd Newsons THE COST OF LIVING, in dem David Toole, Tänzer ohne Beine, aufs Eindrucksvollste in Erinnerung ruft, dass Tanz immer schon eines war: »inklusiv«. Denn wer atmen kann, kann tanzen. Was kostet es, sich über Barrieren hinwegzusetzen? Was kostet es, Rückgrat zu zeigen? Was kostet es, zu leben? dotdotdance with us into the festival!

20:30 EMPFANG all i need & Meinklang

21:30
BEGRÜSSUNG • Lisa Neumann (Festivalleitung)
FILMPROGRAMMTHE SENSE OF TOUCH • 72 min

Barrierefrei Moderation mit Übersetzung in ÖGS • Filme mit deutschen Untertiteln (HoH)
SIEHE AUCH FLESH AND BONES. SHAKEN – NOT STIRRED • WORKSHOP MIT VERA ROSNER [AT] & LAU LUKKARILA [FI]

UATH LOCHANS – SMALL LAKES OF THE HAWTHORNS

Simon Fildes & Katrina McPherson • Großbritannien 2015 • 6:30 min • kein Dialog

Berückendes Solo des schottischen Tänzers Marc Brew für die Filmreihe WATER AND GLASS (UATH LOCHANS). In Kollaboration mit den Screendance-SpezialistInnen Katrina McPherson und Simon Fildes verneigt sich Brew vor der unberührten Natur der Uath Lochans, einem Seengebiet im Cairngorm Nationalpark.

www.go-at.co.uk

Mitwirkende Marc Brew Kamera Katrina McPherson Schnitt Simon Fildes Musik David Lintern & James Weaver Produktion Peter Royston
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THIS CHAIR IS NOT ME

Andy Taylor Smith • Großbritannien 2011 • 10 min • OmdU

Alans Körper ist von Cerebralparese gelähmt. Dass er einmal tanzen wird, glaubt er selbst zuletzt. Doch es ist notwendig sich aus der Isolation zu befreien und zu emanzipieren – vom Zuhause, vom Vater, vom Rollstuhl. Ein Sprachcomputer ermöglicht den entscheidenen Schritt. Heute lebt Alan in London und arbeitet als Tanztrainer. Den Akt der Selbstermächtigung lässt Andy Taylor Smith auf einfühlsame Weise als gespielter Dokumentarfilm Revue passieren.

www.andytaylorsmith.com

Schauspiel Andre Mahjouri, Susan Stanley & Lydia Thacker Sprecher Alan Martin Konzept Andy Taylor Smith Kamera Andy Taylor Smith Schnitt Jonathan Stenton Sound Design Grant Bridgeman Musik Samuel Karl Bohn Produktion Anthem Films, Tina Pawlik & Blair Barnette
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KINTSUGI

APOTROPIA • Italien 2014 • 4:30 min • kein Dialog

Kintsugi ist eine traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik, bei der Bruchstücke durch mit Pulvergold versetzten Urushi-Lack ergänzt oder geklebt werden. Vor dem Hintergrund des Zen-Buddhismus entwickelte sich die Goldverbindung Kintsugi, die den Makel hervorhebt und die Fehlerhaftigkeit wertschätzt. Videoarbeit der italienischen Tänzerin Antonella Mignone und des Filmemachers Cristiano Panepuccia, die als APOTROPIA im Duo arbeiten.

www.apotropia.com

Mitwirkende Antonella Mignone Konzept APOTROPIA Kamera Cristiano Panepuccia Schnitt APOTROPIA Musik Cristiano Panepuccia Produktion APOTROPIA
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THE SENSE OF TOUCH

Jean-Charles Mbotti Malolo • Frankreich/Schweiz 2014 • 14:30 min • OmdU

Chloé und Louis sind gehörlos. Seit langem sind sie heimlich ineinander verliebt, können sich dies aber nicht eingestehen. So tanzen sie; jedes Wort wird zum Ausdruck ihrer Choreographie zum Soundtrack der französischen Sängerin Camille. Als es endlich zum ersten Rendezvous kommt, gipfeln Chloés Katzenliebe und Louis‘ Katzenallergie in einem kritischen Moment.

cargocollective.com/lesensdutoucher

Originaltitel LE SENSE DU TOUCHER Drehbuch Jean-Charles Mbotti Malolo Animation Jean-Charles Mbotti Malolo, Guillaume Lorin & Suzanne Seidel Kamera Jean-Charles Mbotti Malolo Schnitt Jean-Charles Mbotti Malolo Sound Design Loïc Burkhardt & Loïc Moniotte Musik Camille Produktion Folimage, Nadasdy Film, Corinne Destombes & Nicolas Burlet
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THE COST OF LIVING

Lloyd Newson • Großbritannien 2004 • 35 min • OmdU

Cromer an der Küste Norfolks ist ein typischer, altmodischer und verblasster Ferienort. Die Sommersaison geht zu Ende und Eddie und David hat ihre Arbeit als Straßenkünstler desillusioniert zurückgelassen. Eddie ist direkt, scheut keine Konfrontation und kämpft für seinen Glauben an das Gerechte und die Ehrlichkeit. David ist ein Tänzer ohne Beine; ihm zuzusehen bedeutet, die eigenen Vorstellungen von Perfektion zu hinterfragen. Ruhig und bestimmt achtet er darauf, dass ihm seine Behinderung und gesellschaftliche Vorurteile nicht in die Quere kommen. Eine Reihe von lose verknüpften Szenen zeigt, wie die beiden leben, in und aus Beziehungen gleiten und von Tag zu Tag überleben.

Lloyd Newsons Tanzstück THE COST OF LIVING, das von ihm wie einige seiner Werke für die Leinwand adaptiert wurde, ist ein Meilenstein in einem konzisen Œuvre, das an der Grenze von Tanz und Theater den Finger stets in gesellschaftliche Wunden legt. Newsons Compagnie DV8 Physical Theatre wurde 1986 in London gegründet, wobei der Abkürzung DV8 sowohl für »Dance« und »Video« im Super 8 Format steht (da die TänzerInnen auch mit Filmelementen arbeiten) als auch für »deviate« (engl. abweichen).

www.dv8.co.uk

Schauspiel David Toole, Eddie Kay, Vivien Wood, Tanja Liedtke, Rowan Thorpe, Kareena Oates, Tom Hodgson, Jose Maria Alves, Robin Dingemans & Eddie Nixon Drehbuch Lloyd Newson Kamera Cameron Barnett Schnitt Stuart Briggs Musik Paul Charlier, Jonathan Cooper & Nick Hooper Produktion DV8 Films Ltd. & Nikki Weston
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