I’M ALIVE

Maria Weber / Österreich 2015 / 6:40 min
Screening: OmdU (HoH) / Streaming: OmeU

Der Versuch Menschen auf der Flucht eine Stimme zu verleihen: In Süditalien initiiert Maria Weber ein partizipativen Filmprojekt, bei dem persönliche Geschichten durch Claymation-Technik in Animationen gekleidet werden. Durch die Abstrahierung ist es den Erzähler*innen möglich sich ganz zu öffnen, gleichzeitig wird ihre Anonymität gewahrt.

weberknechtfilm.com

Credits

Konzept Maria Weber Animation Maria Weber Bildgestaltung Maria Weber Montage Maria Weber Ton Maria Weber Produktion Maria Weber

SPIELFELD

Kristina Schranz & Caroline Spreitzenbart / Deutschland 2017 / 26 min / OmdU (HoH)

Was bleibt, ist Leere – nachdem das Grenzdorf Spielfeld im Winter 2015 von Hunderttausenden Flüchtlingen durchquert wurde, ist der Normalzustand zurückgekehrt. Zäune, Zelte und ein ausgeklügeltes »Grenzmanagement-System« warten auf neuen Andrang, der allerdings ausbleibt. (…) Unaufgeregt spürt Kristina Schranz der Ambivalenz des Transitorts nach und verortet die Auswirkungen geopolitischer Herausforderungen im dörflichen Alltag der Spielfelder Bewohner*innen – zwischen Raststättenbistro und Einfamilienidyll. Ein Film über einen Ort, der nach kurzer, fragwürdiger Berühmtheit längst wieder von der medialen Bildfläche verschwunden ist. (Diagonale)

SPIELFELD wurde auf der Diagonale 2017 mit dem Preis für den besten Kurzdokumentarfilm ausgezeichnet.

Credits

Drehbuch Kristina Schranz & Carina Zech Bildgestaltung Caroline Spreitzenbart Montage Sophie Oldenbourg Ton Marie Freund, Julia Nehls, Kristina Schranz & Carina Zech Hochschule Hochschule für Fernsehen und Film München

MATHIAS

Clara Stern / Österreich 2017 / 30 min / dOF

Mathias hieß früher Magda, das aber sollen seine Arbeitskollegen nicht erfahren. Der neue Job ist für Mathias ein weiterer Schritt, die selbstgewählte Identität zu leben. So richtig sich seine Transition auch anfühlt, so sehr manifestieren sich zunehmend schwierige Konsequenzen daraus. Auch was die Beziehung zu seiner langjährigen Lebenspartnerin Marie betrifft.

Was bedeutet es, wenn die eigene Identität täglich zur Disposition steht, während man eigentlich damit beschäftigt ist, sich im neuen Job zurechtzufinden? Clara Stern arbeitet aus ihrer Geschichte über eine Transgenderperson Fragen zum täglichen Zusammenleben heraus, die in der sozialen »Konfrontation« mit anderen resultieren oder aber nachspüren, was es heißt, als »anders« oder überhaupt kategorisiert zu werden. (Diagonale)

MATHIAS wurde auf der Diagonale 2017 mit dem Preis für den besten Kurzspielfilm ausgezeichnet.

Credits

Schauspiel Gregor Kohlhofer, Magdalena Wabitsch, Ahmet Simsek, Michael Edlinger, Brigitta Kanyaro & Barbara Gassner Drehbuch Clara Stern & Johannes Höß Bildgestaltung Johannes Höß Montage Matthias Writze Ton Theda Schifferdecker & Nora Czamler Sound Design Johannes Schellhorn & Christoph Listabarth Produktion Silvia Winzinger & Chris Dohr Hochschule Filmakademie Wien

PITTER PATTER GOES MY HEART

Christoph Rainer / Österreich 2015 / 21 min
Screening: dOF / Streaming: OmeU

Lisa (wunderbar: Vicky Krieps) ist von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt. Bei einem Antikrampfadern-Shooting will sie das Herz des Werbefotografen, ihres Exfreundes, zurückgewinnen. Gut, dass ihr Vater diesbezüglich prächtig ausgestattet ist, blöd nur, dass zur perfekten Liebe immer noch zwei gehören. Ein modernes Märchen als bitterböse Romantikkarikatur.

Credits

Schauspiel Vicky Krieps, Michael Maertens, Martina Schöne-Radunski, Max Reimann & Tom Lass Drehbuch Christoph Rainer Bildgestaltung Georg Geutebrück Montage Roland Stöttinger Ton Aljoscha Haupt & Simon Peter Musik David Furrer Produktion Elsa Kremser, Mark Szilagyi, Nikolai Gemel & Christoph Rainer Hochschule Filmakademie Baden-Württemberg, Columbia University, & Filmakademie Wien

BACK TRACK

Virgil Widrich / Österreich 2015 / 7 min / eOF

Ein audiovisuelles Spiegelkabinett in rasend schönem Schwarzweiß. Virgil Widrich kompiliert Filmausschnitte aus den 1950er- und 60er-Jahren zu einem Bilder-Remix, der sich durch Mehrfachprojektionen auf präzis platzierte Spiegel und Leinwandkonstruktionen in die (von Hand gebaute) Dreidimensionalität übersetzt: Direkt in der Studiokulisse und mit ihr interagierend legen sich die Bildebenen im wortwörtlichen Sinn vor-, über- und hintereinander, einmal zerbersten sie gar im Beschuss von Pistolenkugeln. Wie sich auch Traum, Wahn und Wirklichkeit in Korrespondenz mit dem Metanarrativ verschränken und auflösen, bis nur eine einzige Wahrheit Bestand hat: »Looking at something changes it.« (Diagonale)

www.widrichfilm.com

Credits

Drehbuch Virgil Widrich Bildgestaltung Bernhard Schlick Montage Virgil Widrich Sound Design Frédéric Fichefet Produktion Virgil Widrich

LOVESTATEMENTS

Maria Weber / Österreich 2013 / 5:30 min / dOF

Eine Erklärung der Liebe. Nichts Geringeres versucht Maria Weber in ihrer animated documentary LOVESTATEMENTS, wenn sie unterschiedlichste Menschen über den Zustand des Verliebtseins philosophieren lässt. Von einem »wahnsinnig inspirierenden, positiv psychotischen Zustand, in dem das Herz sich so richtig über den Kopf stellt und sich das Recht heraus nimmt mit oder ohne Grund glücklich zu sein«, ist hier die Rede. Aber auch von einer »Irritation, weil man sich außerhalb der Balance des Lebens befindet« und einem »Narzissmus, bei dem man entweder eigentlich sich selbst oder nur die Vorstellung vom Gegenüber liebt« berichten die Interviewten. (Franziska Bruckner)

weberknechtfilm.com

Credits

Konzept Maria Weber Animation Berenice Falk & Maria Weber Bildgestaltung Maria Weber Montage Maria Weber Produktion Maria Weber

INGRID

Marie Kreutzer / Österreich 2010 / 12:30 min / dOF

»Ich will schon, dass du mich willst, aber dann will ich’s auch wieder nicht.« Zwei Frauen Mitte 30. Noch bis gestern waren sie ein Paar, das gewisse Prickeln liegt noch in der Luft. Am Abend wird Michi in den Zug nach Barcelona steigen – auch wenn sie sich schon zu alt für ihren Trampingrucksack fühlt. Ob Patricia mitkommt? Vieles ist möglich, nichts entschieden. Bis zum Abend bleibt noch genügend Zeit zum Streiten, für Alltag und Komplimente. Ein Nachmittag voll Dialog in sanftem Schwarzweiß. (Diagonale)

Mit ihren langjährigen Kollaborateurinnen Pia Hierzegger und Vanessa Stern in den Hauptrollen inszeniert Marie Kreutzer (DIE VATERLOSEN, GRUBER GEHT, WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT) diese Hommage an eine der eindringlichsten Szenen aus Jean-Luc Godards AUSSER ATEM.

Credits

Schauspiel Pia Hierzegger & Vanessa Stern Drehbuch Marie Kreutzer Bildgestaltung Leena Koppe Montage Julia Drack Ton Odo Grötschnig Sound Design Odo Grötschnig Musik Florian Horwath & Lonely Drifter Karen Produktion Nina Wilhelm & Marie Kreutzer

CHEZ NICOLE

Viki Kühn / Österreich 2012 / 22 min / OmdU (HoH)

Viki Kühn möchte mit ihren Filmen vor allem eines: berühren. Das gelang ihr mit FRIEDL (2011), und es gelingt ihr auch mit diesem schön gestalteten Porträt der als Lionel geborenen Französin Nicole, Mutter von vier Töchtern. Sie hat viel erlebt und noch mehr durchgemacht, nach dem Wechsel ihres Geschlechts mit fast 70 Jahren wurde sie Tänzerin, Kunsthandwerkerin und Fotomodell. Kühn kommt ihrer Protagonistin respektvoll nahe (etwa bei der Kleider-Anprobe oder vor dem Schminkspiegel) und zeigt sie beim Tänzeln in der eigenen Wohnung, während Nicole auf der Tonspur offen aus ihrem Leben erzählt. (Viennale)

www.vikikuehn.com

Credits

Mitwirkende Nicole Foucher Konzept Viki Kühn Bildgestaltung Viki Kühn Montage Viki Kühn Ton Viki Kühn Produktion Viki Kühn

SEXY

Kurdwin Ayub / Österreich 2013 / 4 min / OmdU (HoH)

Der skandalumwitterte Popstar Miley Cyrus als vermeintliches Role-Model für selbstbewusst zur Schau getragene Sexyness: Zu deren Video »We Can’t Stop« performt eine junge Frau im weniger glamourösen Jugendzimmer – (textlich) unsicher, Kaugummi kauend. Die Affirmation der inszenierten Souveränität scheitert, muss scheitern. Einmal mehr agiert Kurdwin Ayub gnadenlos – gegenüber sich selbst wie auch der filmischen Form. (Diagonale)

Credits

Mitwirkende Kurdwin Ayub Konzept Kurdwin Ayub Bildgestaltung David von der Stein Montage Kurdwin Ayub Musik Miley Cyrus Produktion Kurdwin Ayub

MUTTER(GLÜCK)

Claudia Dermutz / Deutschland/Österreich 2017 / 7 min / OmdU (HoH)

Ausgelöst durch ein einschneidendes Ereignis in ihrem Leben (das auch die Klammer des Films ist), stellt Claudia Dermutz Gedanken zu Sorgen, Ängsten, Anforderungen, Wünschen und Vorstellungen vom Leben als Künstlerin/Frau/Mutter in den Raum und zieht – wie auch schon in ihren früheren Arbeiten – immer wieder Parallelen zur Darstellung des Frauen- bzw. Mutterbildes in Literatur und Bildender Kunst.

www.claudiadermutz.de

Credits

Mitwirkende Claudia Dermutz Sprecherin Claudia Dermutz Konzept Claudia Dermutz Montage Claudia Dermutz Produktion Claudia Dermutz

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