GFRASTA
Ruth Mader / Österreich 1998 / 11 min / OmeU»Ich bin 13 Jahre alt, ich hab‘ eine Schwester, die was behindert ist, sie ist vier Jahre jünger als ich; meine Mutter is‘ sauschiach, und mein Vater is‘ a Volltrottel, verstanden?«
Vor dem Hintergrund von Wohnsilos an der Peripherie Wiens stänkern drei Mädchen aus Fadesse. Ihre Gesichter und Haltungen sind leer, abgestumpft und doch voller Aggression, ihre Taten erniedrigende Machtspiele, in kruder Mundart vorgetragen, geboren aus Mangel an sozialen Strukturen. Ruth Mader ordnet die Figuren fast statisch an den Betonwänden an und schöpft daraus eine bedrohliche Kinetik. (Dominik Kamalzadeh)
GFRASTA, entstanden während des Studiums an der Filmakademie Wien, wurde 1999 mit dem Max Ophüls Preis in der Kategorie Kurzfilm ausgezeichnet.
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MISSBRAUCH WIRD BESTRAFTUlrike Schweiger / Österreich 1998MISSBRAUCH WIRD BESTRAFT
MISSBRAUCH WIRD BESTRAFT
Ulrike Schweiger / Österreich 1998 / 15 min / dOFWährend einer abendlichen Schnellbahnfahrt kreuzen und trennen sich die Wege verschiedener Personen: eine junge Frau, eine Mutter mit Kind, ein Pensionist, eine Schülerin, ein älteres Ehepaar. Zusammengeschweißt im Moment, offenbart sich angesichts eines gewaltvollen Übergriffs ein Mikrokosmos des Wegschauens, der von Ulrike Schweiger mit genauem Blick seziert wird.
MISSBRAUCH WIRD BESTRAFT, entstanden während des Studiums an der Filmakademie Wien, wurde weltweit auf mehr als 30 Filmfestivals gezeigt und vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem auf dem Festival International du Film d’Amiens (1998), dem International Short Film Festival Berlin (1998), dem Fort Lauderdale International Film Festival (1999) und dem Melbourne International Film Festival (1999).
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AM HIMMEL
Magdalena Chmielewska / Österreich 2018 / 30 min / OmeU»Am Himmel« in Wien wird Maya plötzlich wach, mitten in der Nacht. Etwas ist passiert, aber was? Regisseurin Magdalena Chmielewska folgt ihrer präzise gezeichneten Hauptfigur durch die psychologische Wiederholung eines Gewaltakts. Maria Spanring brilliert als komplexe, starke junge Frau. (Diagonale)
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ES HAT MICH SEHR GEFREUTMara Mattuschka / Österreich 1987ES HAT MICH SEHR GEFREUT
ES HAT MICH SEHR GEFREUT
Mara Mattuschka / Österreich 1987 / 1:30 min / OmeUUnd der alte Kaiser sagte: »Danke, es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!« (Mara Mattuschka)
In ES HAT MICH SEHR GEFREUT wird die berühmte kaiserliche Zitatphrase mit einem ironisch angelegten Masturbationssetting verkoppelt.
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NABELFABELMara Mattuschka / Österreich 1984NABELFABEL
NABELFABEL
Mara Mattuschka / Österreich 1984 / 3 min / OmdU (HoH)In NABELFABEL verpasst sich Mara Mattuschka durch etliche Strumpfhosen hindurch eine zweite Geburt. Ihr Körper kriecht derart deformiert und angestrengt aus den Nylonschichten, daß der schiere Überlebenskampf sichtbar wird. (Peter Tscherkassky)
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CEROLAX IIMara Mattuschka / Österreich 1985CEROLAX II
CEROLAX II
Mara Mattuschka / Österreich 1985 / 5 min / OmdU (HoH)In CEROLAX II, einer Werbe-Persiflage Marke Mara Mattuschka, Realtrick in Schwarzweiß, bewirbt der Star Mimi Minus ein neues klebrig-schwarzes Gehirnspülmittel, das M. M. erst auf ihr Spiegelbild anwendet, um eine Gehirnhälfte reinzuwaschen, und das sie in der Folge auf ihren Körper aufträgt: Sie besprüht alle Zeich(nung)en, ersetzt diese Flecken durch die neue Farbe, verklebt dann mit dem Wundermittel ihre Sinne: erst die Scham, dann die Achseln, schließlich Augen, Mund und Ohren. Am Ende setzt die leicht devastierte und solchermaßen gereinigte Hausfrau eine Perücke auf und richtet ihren Blick prüfend in den Kamera-Spiegel. (Christa Blümlinger)
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OPTIC NERVEBarbara Hammer / USA 1985OPTIC NERVE
OPTIC NERVE
Barbara Hammer / USA 1985 / 17 min / OmdU (HoH)Die US-amerikanische Filmemacherin, Performance- und Medienkünstlerin Barbara Hammer (1939-2019) zählt zu den wichtigsten Vertreter*innen des unabhängigen amerikanischen Films. OPTIC NERVE ist ein eindrückliches filmisches Manifest der sensorischen Erfahrung des Anderen im Selbst. Die 8-mm-Aufnahmen der 97-jährigen Großmutter der Filmemacherin zeugen nicht nur von Vergänglichkeit und Abhängigkeit von medizinischen Geräten, thematisiert wird genauso die einseitige Erblindung der alten Frau. Im Verlust der Dreidimensionalität des projizierten Films verdichtet sich OPTIC NERVE zu einer vielfach manipulierten, diffus-flackernden Studie über die Grenzen des Sehens.
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ES WAR EIN MERKWÜRDIGER TAGLinda Christanell / Österreich 1979ES WAR EIN MERKWÜRDIGER TAG
ES WAR EIN MERKWÜRDIGER TAG
Linda Christanell / Österreich 1979 / 7 min / OmdU (HoH)An einem beliebigen Sommertag in einem beliebigen Garten entsteht eine filmische Miniatur einer Suche nach sich selbst.
Die Frau hinter der Kamera hat sich eine spezielle Apparatur erdacht: Ein fester Stoff, über die Finger gespannt, entfaltet sich mit deren Bewegung zum Fächer. Zugleich fungiert dieser jedoch auch als Abblende – das Spiegelbild der Frau wird unsichtbar. Linda Christanell, Jahrgang 1939, ist seit den 1960er-Jahren Teil der (ersten) heimischen Filmavantgarde. Ihre Arbeiten charakterisiert unter anderem die Verwendung von Objekten und Materialien, die ambivalent besetzt sind: Talmi und Tand, schillernde Stoffe, Schmuckstücke, Spiegel, Fotos. (Der Standard)
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DAS BIN NICHT ICH, DAS IST EIN BILD VON MIRChristiana Perschon / Österreich 2018DAS BIN NICHT ICH, DAS IST EIN BILD VON MIR
DAS BIN NICHT ICH, DAS IST EIN BILD VON MIR
Christiana Perschon / Österreich 2018 / 9 min / OmeUEine Begegnung mit Fotografie durch Film – eine Begegnung zweier Künstlerinnen, die gegen das Abbild arbeiten: Rouladenspieße, Nägel und Haarnadeln, die eine Leinwand durchbohren, Spuren im Material hinterlassen. Dunkelkammer, Schwarzbild, Rotlicht, Negativ, das Positiv zum Fragment vergrößert. Nicht das sichtbare Bild ist entscheidend, sondern die Sichtbarmachung des Prozesses, der zum Bild geführt hat. Ausgangspunkt für den Film ist Karin Macks Fotoserie ZERSTÖRUNG EINER ILLUSION. (Diagonale)
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DOUBLE 8
Christiana Perschon / Österreich 2016 / 3 min / stummZwei Handkameras, zwei Rollen Doppel-8-Material, vier Kader: In ihrer filmischen Begegnung nehmen sich Christiana Perschon und Linda Christanell – zwei Künstlerinnen aus unterschiedlichen Generationen des österreichischen Avantgardefilms – gegenseitig in den Blick, agieren zugleich als Filmende und Protagonistinnen miteinander. Zu zweit, mit je einer Kamera, entstehen so vier Bilder, die – im Split Screen auf der Leinwand angeordnet – den visuellen Vergleich nahelegen: Was ähnelt sich und worin? Wo entstehen Brüche? Wie verhalten sich die Gefilmten und die Filmenden zueinander? (Diagonale)
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