FILMARCHIV

17 Resultate

A STORY FOR THE MODLINS

Sergio Oksman • Spanien 2012 • 26 min • eOF

Eine Nebenrolle in Roman Polanskis ROSEMARY’S BABY sollte der traurige Höhepunkt von Elmer Modlins Schauspielkarriere sein. Danach verlässt er mit seiner Frau Margaret und Sohn Nelson die USA. In Madrid führen sie für die nächsten 30 Jahre in einer großzügigen Wohnung ein zurückgezogenes Leben. Margaret widmet sich voll und ganz ihrer Kunst. Elmer glaubt an sie. Und Nelson muss für die riesigen, symbolträchtigen Bilder posieren. Anhand von Fotos und Videomaterial, das nach dem Tod der Modlins in einer Kiste auf der Straße gefunden wurde, rekonstruiert Sergio Oksman ihr geradezu schauerliches Schicksal und vollzieht dabei eine interessante Gratwanderung zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Zu unheimlich, zu traurig und zu gut ist diese Geschichte, um erfunden zu sein. ROSEMARY’S BABY in fast forward gibt dabei prophetisch den Ton an: von der Schauspielkarriere, die nicht werden will, von religiösem Eifer und seltsamen Dingen, die hinter Vorhängen geschehen. Bis zuletzt geheimnisvoll bleibt diese aus Puzzlesteinen meisterlich montierte Skizze. Und die Pointe: Der Zufall und ein fremder Künstler schenken den Modlins die Anerkennung, nach der sie sich zeitlebens sehnten. (Viennale)

Sprecher Trent Cohn Drehbuch Carlos Muguiro, Emilio Tomé & Sergio Oksman Kamera Miguel Amoedo Schnitt Fernando Franco & Sergio Oksman Ton Carlos Bonmatí Sound Design Iñaki Sánchez Produktion DOK Films
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A WEEK WITH AZAR

Tara Najd Ahmadi • Iran/Slowenien/USA/Österreich 2018 • 11 min • OmeU

Das Reiseverbot, das Donald Trump 2017 gegen sieben muslimische Länder durchsetzte, verwehrte der damals in Seattle lebenden Iranerin Azar die letzte Begegnung mit ihrer kranken Schwester. In einer Mixtur aus Doku, Essay, poetischem Tagebuch und Fotoroman, die Azar symbolischen Widerstand und gedanklichen Ausbruch in die Heimat gestattet, erzählt A WEEK WITH AZAR von den persönlichen Nachwirkungen politischer Entscheidungen. (Diagonale)

najdahmadi.com

Mitwirkende Azar Rahimi Drehbuch Tara Najd Ahmadi Produktion Jurij Meden & Tara Najd Ahmadi
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DAS BIN NICHT ICH, DAS IST EIN BILD VON MIR

Christiana Perschon • Österreich 2018 • 9 min • OmdU (HoH)

Eine Begegnung mit Fotografie durch Film – eine Begegnung zweier Künstlerinnen, die gegen das Abbild arbeiten: Rouladenspieße, Nägel und Haarnadeln, die eine Leinwand durchbohren, Spuren im Material hinterlassen. Dunkelkammer, Schwarzbild, Rotlicht, Negativ, das Positiv zum Fragment vergrößert. Nicht das sichtbare Bild ist entscheidend, sondern die Sichtbarmachung des Prozesses, der zum Bild geführt hat. Ausgangspunkt von Christiana Perschons jüngster Auseinandersetzung mit der feministischen Avantgarde der 1970er-Jahre ist Karin Macks Fotoserie ZERSTÖRUNG EINER ILLUSION. (Diagonale)

christiana.perschon.at

Mitwirkende Karin Mack Konzept Christiana Perschon Kamera Christiana Perschon Schnitt Christiana Perschon Ton Christiana Perschon Produktion Christiana Perschon
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DAS PERFEKTE FOTO

Olga Gelwer • Deutschland 2013 • 2 min • kein Dialog

Der erste Schultag sollte mit einem tollen Foto festgehalten werden. Doch ständig scheint etwas das idyllische Bild zu trüben …

Originaltitel PERFECT SHOT Animation Olga Gelwer Hochschule Kunsthochschule Kassel
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DIE BADEWANNE

Tim Ellrich • Österreich 2015 • 12 min
Screening: dOF • Streaming: OmeU

Georg, Alexander und Niklas wollen ihrer Mutter zum 60. Geburtstag ein originelles Geschenk machen. Doch die Idee, einen Badewannen-Schnappschuss aus der Kindheit fotografisch nachzustellen, gefällt dem Ältesten, der mittlerweile in der Politik Fuß gefasst hat, gar nicht. Die Hüllen fallen und drei Brüder bleiben zurück, die in der Zwischenzeit Fremde geworden sind. Ein feuchtfröhliches Kammerspiel.

DIE BADEWANNE wurde 2016 auf dem internationalen Kurzfilmfestival von Clermont-Ferrand mit dem Prix Spécial du Jury ausgezeichnet.

Schauspiel Simon Jaritz, Rainer Wöss & Stefan Pohl Drehbuch Tim Ellrich & Dominik Huber Kamera Lukas Gnaiger Schnitt Maximilian Merth & Andreas Ribarits Ton Rudolf Pototschnig Sound Design Volker Armbruster Produktion Emilia Möbus, Dominik Huber, Leopold Pape & Tim Ellrich
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DOPPELGÄNGER

Michaela Taschek • Deutschland/Österreich 2018 • 20 min • eOF

Es ist Freitag der 13. und Vollmond, als Erich Taschek in seinem Badezimmer einen Herzstillstand erleidet und verstirbt. Doch ist dies wirklich der Zeitpunkt, an dem der Vater aus dem Leben der Filmemacherin verschwindet? Michaela Taschek begibt sich mithilfe der Aufnahmen aus dem Familienarchiv auf eine essayistische Spurensuche. Ihre These: Der Vater ist bereits 24 Jahre zuvor gegangen und wurde durch einen »Doppelgänger« ersetzt.

Drehbuch Michaela Taschek Kamera Michaela Taschek Schnitt Sandra Wollner Sound Design Denis Elmaci Musik Anna Kohlweis Produktion Michaela Taschek
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DU, MEINE KONKRETE UTOPIE

Zara Pfeifer • Österreich 2016 • 10 min • dOF

Ein Blick aus der U-Bahn-Station auf die charakteristischen Türme: Willkommen in Alt-Erlaa. Die in den 1970er-Jahren in Wien von Harry Glück entworfene modernistische Wohnanlage beherbergt rund 32 Freizeitvereine – in niedrigen, vor Tageslicht geschützten Räumen widmet man sich dem Modellbau, der Gymnastik oder dem Fotografieren.

In Zara Pfeifers Fotofilm treffen mit einer Mittelformatkamera aufgenommene Fotografien auf iPhone-Audioaufnahmen. Es vermittelt sich eine regelrecht unheimliche Diskrepanz zwischen Bildern, die Bewegung im Stillstand festhalten – tanzende Paare, lachende Gesichter, sich dehnende Gliedmaßen –, und der davon abgetrennten Geräuschkulisse, die vom Leben in Alt-Erlaa erzählt. Es ist eine eigene kleine Welt – eine bis heute über weite Strecken intakte Utopie aus Beton und Neonröhren, Geselligkeit und Freizeitspaß. (Diagonale)

www.zarapfeifer.com

Konzept Zara Pfeifer Kamera Zara Pfeifer Schnitt Zara Pfeifer Ton Zara Pfeifer Sound Design Matthias Kassmannhuber Produktion Zara Pfeifer
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IM ANFANG WAR DER BLICK

Bady Minck • Österreich/Luxemburg 2003 • 45 min • OmdU (HoH)

Man stelle sich ein Österreich-Portrait vor, gedreht von Jan Svankmajer und David Lynch. Dann bekommt man einen ersten Eindruck von Bady Mincks phantastischem Kinostück IM ANFANG WAR DER BLICK, in dem ein Schriftsteller Österreich in seinen Postkarten erforscht. Der Erzberg und Salzburg werden Landschaften zwischen Traum und Alptraum. Und die Texte, auf den Rückseiten der Karten verborgen, kommen als ein Flüstern ins Bild geschlichen: schreckliche, schmerzliche Texte, von wem auch immer geschrieben im Laufe der Zeit. Eine Spannung zwischen Bild und Text, Suspense zwischen Kultur und Landschaft. (Hans Schifferle, Süddeutsche Zeitung)

badyminck.com

Schauspiel Bodo Hell Drehbuch Bady Minck Literaturvorlage Bodo Hell, Friedericke Mayröcker & Ernst Jandl Kamera Martin Gschlacht, Jerzy Palacz & Martin Putz Schnitt Anne Schroeder & Frédéric Fichefet Ton Carlo Thoss & Frédéric Fichefet Sound Design Frédéric Fichefet Musik Dr. Nachtstrom & Bernhard Fleischmann Produktion AMOUR FOU Vienna, AMOUR FOU Luxembourg, Oikodrom, Garabet Film, Bady Minck & Alexander Dumreicher-Ivanceanu
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IMBUED LIFE

Ivana Bošnjak & Thomas Johnson • Kroatien 2019 • 12 min • OmeU

Eine junge Frau nutzt ihr Talent für Tierpräparation, um Tieren dabei zu helfen in ihre natürliche Umgebung »zurückzukehren«. Die wirkliche Suche nach Antworten beginnt, als sie in jedem der Tiere, die sie behandelt, eine unentwickelte Filmrolle findet. Auf wundersame Weise fühlt sie sich den Tieren verbunden.

Originaltitel UDAHNUT ŽIVOT Sprecher Rakan Rushaidat Drehbuch Ivana Bošnjak & Thomas Johnson Animation Ivana Bošnjak & Thomas Johnson Kamera Ivan Slipčević Schnitt Iva Kraljević Ton Andrea Martignoni Sound Design Andrea Martignoni Produktion Bonobostudio
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JULIA, ROMANI MATRIARCH

Pedro Branco • Portugal 2013 • 12 min • OmeU

Seit mehr als einem Jahrhundert haben viele Roma Communities ihre traditionelle nomadische Lebensweise aufgegeben und sich in den kleinen Dörfern und Städten in Zentralportugal niedergelassen. Julia führt einen 15-köpfigen Haushalt an und steht als Matriarchin drei Roma Siedlungen in Abrantes vor. In einer fesselnden Montage aus Fotografien und Videoaufnahmen lässt Pedro Branco Julia Stationen ihres Lebens erinnern und reflektieren auf welche Weise Roma Traditionen ihren Platz im modernen Leben haben.

Konzept Pedro Branco Kamera Pedro Branco Schnitt Pedro Branco Musik Paco de Lucia, El Vito, Dead Combo & Aurora em Lisboa Produktion Pedro Branco
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LEFTOVERS

Michelle Citron • USA 2014 • 23 min • eOF

Norma und Virginia lebten 47 Jahre zusammen. Sie starben vereinsamt, die lebendige lesbische Community aus ihrer Jugend war längst Vergangenheit. Alles, was blieb, waren ihre Fotos – 2.000 an der Zahl! Eine Liebesgeschichte über das Leben jenseits des Mainstreams.

Die Film- und Medienkünstlerin Michelle Citron, deren Arbeiten vielfach preisgekrönt wurden, arbeitet seit mehr als 40 Jahren zu den Themen Gender, Identität und Sexualität. LEFTOVERS ist der vierte Teil des teilweise interaktiven, über das Internet vertriebenen Film-Quartetts QUEER FEAST.

Sprecherin Michelle Citron Drehbuch Michelle Citron Animation Mark Begale & Sarah Cortese Kamera Michelle Citron Schnitt Michelle Citron Musik Joseph Fosco Produktion Michelle Citron
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LOVELY ANDREA

Hito Steyerl • Japan/Deutschland/Österreich 2007 • 30 min • OmeU

Hito Steyerl begibt sich in ihrem autobiografischen Video LOVELY ANDREA auf die Suche nach erotischen Fotografien, für die sie vor Jahren als junge Studentin in Tokyo Modell stand. Sie nimmt die Zuseher*innen dabei mit auf eine Reise durch die fremdartige Welt der japanischen Bondage-(Sub)kultur und mischt Bondage-Szenen mit Bildern von Musikvideos, Comics und Guantánamo-Häftlingen. »Ich habe angefangen mich daran zu erinnern, als ich die ersten Bilder aus Guantánamo sah«, sagt sie, »man könnte sagen, man hat es hier mit einer Art von politischem Bondage von ungeahnten Ausmaßen zu tun.«

Drehbuch Hito Steyerl Kamera Hito Steyerl Schnitt Stefan Landorf Ton Hito Steyerl Produktion Osada Steve
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MIGRATION STANDARDS

Borjana Ventzislavova • Österreich 2011 • 5:30 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OmeU

»Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der es selbstverständlich ist, dass alle Menschen die gleichen Rechte teilen«, formulierte die Petition »Ausschluss Basta« als Initiative von Kulturarbeiter*innen, Aktivist*innen und Forscher*innen anlässlich der 2010 kontroversiell geführten »Integrations«-Debatten in Österreich und Deutschland. In ihrer Videoarbeit greift die Künstlerin Borjana Ventzislavova diese und andere migrationspolitische Forderungen auf.

»Sie werden aber nicht von den Akteur*innen selbst vorgebracht, sondern von vier Kindern und Jugendlichen, die nacheinander vor unterschiedlichen Kulissen ihre Statements an die Kamera richten. Auch die Settings sind irritierend: Wohlbekannte Ansichten von Wiener Sehenswürdigkeiten wie Schloss Schönbrunn und Parlament sind als Hintergrundmotive in und vor verschiedene (Un-)Orte wie eine Autobahn, Landschaften mit Bahngleisen oder eine darüber liegende Flugschneise gestellt. Sie lassen sich als transitorische Räume beschreiben, die in erster Linie dem Zweck des Transports und der Mobilität dienen. (…) Potenziell sind ihnen damit auch migratorische Praktiken der Flucht und der illegalisierten Grenzüberschreitung eingeschrieben. (…) In der befremdlichen Verdichtung dieser kontrastierenden Elemente ruft Ventzislavova widerstreitende Bilder, individuelle und kollektive Projektionen zum allgegenwärtigen Thema Migration auf.« (Luisa Ziaja)

www.borjana.net

Mitwirkende Bojena Koseva, Alexandra Harizanova, Janis Nagel & David Gorlitzer Drehbuch Borjana Ventzislavova Konzept Borjana Ventzislavova Kamera Borjana Ventzislavova Schnitt Borjana Ventzislavova Ton Veselin Zografov Produktion Borjana Ventzislavova
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PITTER PATTER GOES MY HEART

Christoph Rainer • Österreich 2015 • 21 min
Screening: dOF • Streaming: OmeU

Lisa (wunderbar: Vicky Krieps) ist von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt. Bei einem Antikrampfadern-Shooting will sie das Herz des Werbefotografen, ihres Exfreundes, zurückgewinnen. Gut, dass ihr Vater diesbezüglich prächtig ausgestattet ist, blöd nur, dass zur perfekten Liebe immer noch zwei gehören. Ein modernes Märchen als bitterböse Romantikkarikatur.

Schauspiel Vicky Krieps, Michael Maertens, Martina Schöne-Radunski, Max Reimann & Tom Lass Drehbuch Christoph Rainer Kamera Georg Geutebrück Schnitt Roland Stöttinger Ton Aljoscha Haupt & Simon Peter Musik David Furrer Produktion Elsa Kremser, Mark Szilagyi, Nikolai Gemel & Christoph Rainer Hochschule Filmakademie Baden-Württemberg, Columbia University & Filmakademie Wien
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SEEEN SEHEN

Bady Minck • Österreich 1998 • 5 min • OmdU (HoH)

In einer Hochgeschwindigkeitsfahrt von 160 Ansichtskarten pro Minute werden die Zuschauer*innnen zum Soundtrack von Pulsinger & Tunakan in die Höhen und Tiefen der österreichischen Postkartenseele katapultiert. Im Stakkato-Schnitt von SEEEN SEHEN verschwimmen 800 Postkartenansichten heimischer Seen in einem hypnotischen Strudel zu einem einzigen imaginären Österreich-See.

badyminck.com

Konzept Bady Minck Schnitt Bady Minck Musik Erdem Tunakan & Patrick Pulsinger Produktion Bady Minck & Alexander Dumreicher-Ivanceanu
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