FILM UP! WHAT A WONDERFUL WORLD

73 min • Kuration & Moderation: Lisa Mai
Do 21.3.2024 19:00 FILM

Neun Kurzfilme als Ode an das Erwachen der Natur nach dem Winterschlaf. Unberührte Wildnis entfesselt sinnliche Erfahrungen. Kultiviertes Schrebergarten-Idyll befördert zarte gesellschaftliche Pflänzchen. Unkraut leistet Widerstand gegen den Beherrschungswillen des Menschen. Üppig wucherndes Grün lässt in Form einer ökologischen Utopie einen Hoffnungsschimmer für die Zukunft wachsen. Was aber wenn der Wald zunehmend verschlungen wird? Es ist eine wunderbare Welt, in Moll.

Zum 11. Mal folgt dotdotdot der Einladung des Kulturvereins Blaues Fenster nach Salzburg und lädt im Stille Nacht Museum im Pflegerschlössl in Wagrain zum Kurzfilmabend ein.

LOCATION

Stille Nacht Museum im Pflegerschlössl
Museumsgasse 3, 5602 Wagrain > Anfahrt

www.stillenacht-wagrain.at

TICKETS

€ 9,00 reguläres Ticket
€ 7,00 für Mitglieder des Kulturvereins
€ 5,00 für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre

ALI SEIN GARTEN

Undine Siepker / Deutschland 2010 / 15 min / dOF

Koreanische, türkische und ostpreußische Migrant*innen schlagen nach 30 Jahren Glückssuche im Ruhrgebiet Wurzeln in der deutschen Klischee-Idylle: Im Schrebergarten! Mit argwöhnischem Interesse und auch nicht ganz neidlos wird jeweils verfolgt, was sich bei den Nachbar*innen so tut. Zwischen Sellerie und Mangold gedeiht offenbar auch ein sehr empfindliches Pflänzchen im deutschen Gesellschafts-Garten gedeiht: Integration.

»Ali sein Garten« ist Teil des Gruppenfilm »Zeche is nich – Sieben Blicke auf das Ruhrgebiet«, eine Koproduktion von Made in Germany Filmproduktion mit ZDF Das Kleine Fernsehspiel, Kunsthochschule für Medien Köln und Internationale Filmschule Köln.

Credits

Kamera André Jäger Schnitt Nina von Guttenberg Ton André Leu Sound Design André Leu Produktion Melanie Andernach Hochschule Kunsthochschule für Medien Köln

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BATTLEFIELD

Jannis Lenz / Österreich 2019 / 8 min / OmeU

Sommer auf einer österreichischen Militärbasis. Brummende Rasenmäher, Vogelzwitschern, Wasser spritzt aus einem Gartenschlauch. Ein Idyll samt »Blumenwalzer« von Tschaikowsky. »Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner«, soll Oskar Kokoschka einmal gesagt haben. In BATTLEFIELD von Jannis Lenz gerät der Konflikt zur akribischen Begegnung. (Diagonale)

www.jannislenz.com

Credits

Kamera Jakob Fuhr Ton Benedikt Palier & Joseph Nikolussi Sound Design Rudolf Pototschnig Musik Pjotr Iljitsch Tschaikowski Produktion PANAMA Film, David Bohun & Sonja Lenz
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THE GARDEN

LE JARDIN
Marie Paccou / Frankreich 2002 / 6 min / kein Dialog

Ein Paar erwacht in einem Garten. Die Frau kann es kaum erwarten, endlich die Fische vom Strauch zu ernten, doch sie sind noch nicht reif. Es braucht Geduld.

Credits

Drehbuch Marie Paccou Animation Marie Paccou Schnitt Fabrice Gérardi Sound Design Serge Zelikson Musik Mathieu Aschehoug Produktion Dora Benousilio

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WINTER IN THE RAINFOREST

TALV VIHMAMETSAS
Anu-Laura Tuttelberg / Estland/Litauen/Mexiko 2019 / 8:30 min / kein Dialog

Der ewige Tanz von Leben und Tod, so wie ihn die magischen Wesen erleben, die die Wildnis unserer Träume bewohnen. Zwei Monate dauerten die Dreharbeiten mit den filigranen von der estnischen Künstlerin Anu-Laura Tuttelberg geschaffenen Tier-, Vogel-, Blumen- und anderen Figuren aus Porzellan in den üppigen tropischen Regenwäldern von Mexiko. Ein Film von atemberaubender Schönheit, Zerbrechlichkeit und Nähe.

anulaura.com

Credits

Drehbuch Anu-Laura Tuttelberg Animation Anu-Laura Tuttelberg Kamera Anu-Laura Tuttelberg & Rodrigo Pérez Alcocer Schnitt Silvija Vilkaite Musik Maarja Nuut Produktion Nukufilm & Estudio Carabás

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SIGN NIGHT SHANGHAI: UNFURL

Cathy Mager / Großbritannien/China 2022 / 4:10 min / Omd/eU (SDH)

Kollaboration zwischen der gehörlosen britischen Künstlerin Cathy Mager und der gehörlosen Performerin Alice Xiaoshu Hu. Nachdem Cathy Magers im COVID-19-Lockdown entstandener Film SIGN NIGHT – virtuell – bis nach China gereist war, kamen die beiden Künstlerinnen miteinander in Kontakt und schufen ein Filmpoem, das sich auf vielfältigen Bedeutungsebenen als Projektion auf der Fassade des Shanghai Duolun Museum of Modern Art entfaltete.

In ihrem Gedicht beschreibt Cathy Mager das Gefühl von Freiheit und Empowerment durch Gebärdensprache und Gehörlosenkultur, das sie empfindet: »As my hands unfurl, my heart opens to the sky.« Die einfühlsame und ausdrucksstarke Interpretation durch Alice Xiaoshu Hu übersetzt es in das Wachstum einer Lotusblüte, das Ausdauer und Widerstandsfähigkeit erfordert. Nicht zuletzt thematisiert diese Übersetzung auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Artenvielfalt.

Cathy Mager: »Gebärdensprache hat die Fähigkeit, komplexe wissenschaftliche visuelle Darstellungen der Natur auszudrücken und die geheimnisvolle Naturwelt mit Tiefe und Details darzustellen, was oft in schriftlicher Form viel schwieriger zu erreichen ist. Es ist wichtig die Rolle anzuerkennen, die gehörlose Menschen in relevanten Diskussionen über Klimawandel und Biodiversität spielen.«

www.cathymager.com

Credits

Schauspiel Alice Xiaoshu Hu Drehbuch Cathy Mager Literaturvorlage Cathy Mager Animation James Merry & Cathy Mager Kamera Zheng Xiosan Produktion Spectroscope
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UATH LOCHANS – SMALL LAKES OF THE HAWTHORNS

Simon Fildes & Katrina McPherson / Großbritannien 2015 / 6:30 min / kein Dialog

Berückendes Solo des schottischen Tänzers Marc Brew für die Filmreihe WATER AND GLASS (UATH LOCHANS). In Kollaboration mit den Screendance-Spezialist*innen Katrina McPherson und Simon Fildes verneigt sich Brew vor der unberührten Natur der Uath Lochans, einem Seengebiet im Cairngorm Nationalpark.

Credits

Mitwirkende Marc Brew Kamera Katrina McPherson Schnitt Simon Fildes Musik David Lintern & James Weaver Produktion Peter Royston

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BLAUBEEREN – CERNE JAGODY

Maja Nagel & Julius Günzel / Deutschland 2013 / 15 min / dOF

»Hier wird Abschied genommen und der Trauer Raum gegeben (…) Wenn es eine Anklage gibt, dann wird sie nicht ausgesprochen.« – Robert Lorenz

Die alte Dame kennt die besten Plätze zum Blaubeerenpflücken und sie weiß auch, wie man sie gut einmacht. Sie liebt die uralte Buche und die Gegend, die sie wie ihre Westentasche kennt. Der Braunkohletagebau verschlingt unaufhaltsam den Wald der Muskauer Heide und nähert sich dem Dorf Rohne, in dem die beiden sorbischen Protagonist*innen Edith und Christian Penk leben. Eine tragische Geschichte aus der Lausitz. (Internationales Frauen Film Fest Dortmund+Köln)

www.majanagel.de

Credits

Mitwirkende Edith Penk & Christian Penk Drehbuch Maja Nagel & Julius Günzel Kamera Julius Günzel Schnitt Maja Nagel & Julius Günzel Ton Frieder Zimmermann Produktion Filmpunktart, Julius Günzel & Maja Nagel
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TESTUDO HERMANNI

G. Anthony Svatek / Österreich/USA 2023 / 6:45 min / eOF

Die Kühlschranktemperatur beträgt 5 Grad, ideale Bedingungen für Frischkäse, Milch – und Tony. Seit über 20 Jahren lebt die griechische Landschildkröte bei der Familie des Regisseurs. Im Gegensatz zur weißen Winterlandschaft im Wandkalender ist der Salzburger Untersberg jedoch kaum mit Schnee bedeckt. Da die Winter auch hier milder geworden sind, ist Tony zum Überwintern ins Gemüsefach umgezogen, um die notwendigen Bedingungen für eine mehrmonatige Winterstarre vorzufinden. »Eine Beziehungsgeschichte, die im Angesicht der Unvorhersehbarkeiten eines sich verändernden Klimas, der Zunahme extremer Wetterereignisse und starker Temperaturschwankungen eine Resilienz entwickelt, in der nicht nur Vor- sondern vor allem auch Fürsorge eine wesentliche Rolle spielt.« (Martina Genetti)

svatekfilm.com

Credits

Drehbuch G. Anthony Svatek Kamera G. Anthony Svatek Schnitt G. Anthony Svatek Sound Design G. Anthony Svatek Produktion G. Anthony Svatek

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SOAP&SKIN: WHAT A WONDERFUL WORLD

Anja Plaschg & Timo Schierhorn / Deutschland 2018 / 2:20 min / eOF

»I see trees of green, red roses too
I see them bloom, for me and you
And I think to myself
What a wonderful world…«
(Bob Thiele, 1967)

Ein schöner Tag im Leben einer Schildkröte. Sie macht das, was ihr Spaß macht. Ein tierisches Musikvideo mit einer einzigen Protagonistin, der Leckerbissen gereicht werden. Die Kamera bleibt auf Augenhöhe mit der Heldin. (Internationales Frauen Film Fest Dortmund+Köln)

Credits

Kamera Timo Schierhorn Schnitt Anja Plaschg Musik Soap&Skin
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