FILMARCHIV

18 Resultate

#THEIRCATSASWELL

Lisbeth Kovacic • Österreich 2016 • 4 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: eOF

»How is your cat?« – »She already got a German passport.«

Ein syrisches Paar flieht mit Katze Zaytouna über Griechenland nach Deutschland. Anhand einer mit animierten Bildern unterlegten WhatsApp-Konversation erzählt Lisbeth Kovacic von deren Weg, den Missständen in einer deutschen Flüchtlingsunterkunft und der Bedeutung sozialer Medien auf der Flucht. (this human world)

lisbeth.klingt.org

Konzept Lisbeth Kovacic Animation Lisbeth Kovacic Schnitt Lisbeth Kovacic Musik Matija Schellander Produktion Lisbeth Kovacic
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15 JAHRE UND KEINE ANTWORT

Gita Ferlin • Österreich 2015 • 7 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OmeU

In Gita Ferlins essayistischem Porträt eines jungen Asylwerbers in Österreich bleibt der Protagonist unsichtbar, verbannt aus dem Bild, nur als frei umherschwebende Stimme existent, nicht zu verorten. Die beklemmenden Schilderungen seines der Mündigkeit beraubten Lebens, das nunmehr von Furcht, Armut, Scham und Perspektivlosigkeit bestimmt wird, verdichten sich in kontemplativen Raumtableaus des schäbigen Wohnheims und im Sound: Enge, die keine Entfaltung ermöglicht. Wände, Gitter, verschlossene Türen, die gefangen nehmen. Ein Ausblick auf Bahngleise, der die permanente Angst vor Abschiebung ebenso spürbar macht wie der Verkehrslärm, der unentwegt präsent ist. Eine sensible und eindringliche Annäherung an eine unbehauste Existenz, ein Dasein zwischen Kerker und Transit. (Digonale)

Konzept Emran Ibishi & Gita Ferlin Kamera Gita Ferlin Schnitt Gita Ferlin Produktion Gita Ferlin
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AZIZA

Soudade Kaadan • Libanon/Syrien 2019 • 13 min • OmdU (HoH)

Ein syrisches Paar, ein VW-Käfer namens »Aziza« und eine Fahrstunde in den Straßen Beiruts, die Erinnerungen weckt. Die 1979 in Frankreich geborene syrische Filmemacherin Soudade Kaadan, die 2018 ihr Langfilmdebüt mit THE DAY I LOST MY SHADOW feierte, inszeniert ein melancholisches wie doppelbödiges Kammerspiel. AZIZA wurde 2019 auf dem Sundance Film Festival mit dem Grand Jury Prize in der Sektion Kurzfilm ausgezeichnet.

Schauspiel Caresse Bashar & Abdel Mounaem Amayri Drehbuch Soudade Kaadan Kamera Elsy Hajjar Ton Elia el Haddad Produktion Soudade Kaadan
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EIGENTLICH VERGANGEN

Nicole Foelsterl • Schweiz/Österreich 2018 • 14:30 min • OmeU

»Ich bin nicht drauf!« Die Großmutter ist sich sicher, dass die Filmemacherin die Kamera falsch positioniert hat. Resolut verteidigt die Frau ihr eigenes Bild gegenüber der Enkelin, die mehr über ihre vergangene Flucht von Ungarn nach Österreich in Erfahrung bringen möchte. Im reibungsvollen und dennoch vertrauten Dialog der beiden offenbart sich wie Familien ihre Geschichte über Generationen hinweg weitergeben und wie diese sich ins Innerste von Beziehungen einnisten.

www.nicolefoelsterl.com

Mitwirkende Marianne Schneider & Nicole Foelsterl Drehbuch Nicole Foelsterl Kamera Nicole Foelsterl & Astrid Heubrandtner Schnitt Nicole Foelsterl Ton Stefan Rosensprung Sound Design Gregg Skerman Produktion Nicole Foelsterl
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ENTWÜRFE

Juri Schaden • Österreich 2013 • 22 min • OmdU (HoH)

Früher sorgte der Erzabbau für Arbeitsplätze in der steirischen Gemeinde Vordernberg, heute liegen die Hoffnungen auf dem geplanten Schubhaftzentrum für Asylsuchende. Juri Schaden verwebt Bilder von (architektonischen) Entwürfen des Gebäudes mit ambivalenten Perspektiven auf Sicherheit, Freiheit, das Angehaltensein/-werden. Nicht als unumstößliche, lineare Erzählung, sondern als interpretativ offener filmischer Essay. (Diagonale)

Sprecherin Dolores Winkler Konzept Juri Schaden Kamera Juri Schaden & Lisbeth Kovacic Schnitt Juri Schaden Ton Piotr Reisig Musik Emanuel Donner Produktion Juri Schaden
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I’M ALIVE

Maria Weber • Österreich 2015 • 6:40 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OmeU

Der Versuch Menschen auf der Flucht eine Stimme zu verleihen: In Süditalien initiiert Maria Weber ein partizipativen Filmprojekt, bei dem persönliche Geschichten durch Claymation-Technik in Animationen gekleidet werden. Durch die Abstrahierung ist es den Erzähler*innen möglich sich ganz zu öffnen, gleichzeitig wird ihre Anonymität gewahrt.

weberknechtfilm.com

Konzept Maria Weber Animation Maria Weber Kamera Maria Weber Schnitt Maria Weber Ton Maria Weber Produktion Maria Weber
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IF I HAD LAND UNDER MY FEET

Lotte Schreiber • Österreich 2016 • 7:15 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OF

Die Videoarbeit IF I HAD LAND UNDER MY FEET basiert auf dem Projekt 400 – THE IMAGE BEHIND der Künstler*innen Lotte Schreiber und TK1968+. Menschen formieren sich auf der Straße zu einem Diagramm, halten für einen Moment inne, um wieder zu verschwinden. Als temporäres Mahnmal »verkörpern« sie jene statistische Zahl, die den Tod jener Menschen beschreibt, die in den ersten Wochen des Jahres 2016 beim Versuch, sich vor Krieg und Elend in Sicherheit zu bringen, im Mittelmeer ertrunken waren.

lotteschreiber.com

Konzept Lotte Schreiber & TK1968+ Kamera Martin Putz & Johannes Hammel Schnitt Lotte Schreiber Produktion Lotte Schreiber & TK1968+
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IN ERSTER LINIE

Veronika Schubert • Österreich 2016 • 5:30 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OmeU

»Die Lage ist auch heute etwas unberechenbar.« Veronika Schubert sammelt und archiviert Sätze. Über die Jahre sind so unter anderem sprachliche Analysen verschiedenster TV-Genres entstanden: Kriegsberichterstattung, Soap Operas, Krimis, Regionalnachrichten … Immer im Fokus ist der einzelne »gefundene« Satz, der aus dem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und neu montiert wird. IN ERSTER LINIE beschäftigt sich mit der Berichterstattung über ankommende Flüchtlinge im September 2015 und demaskiert die hohlen Phrasen und Floskeln der Polit-Sprache. Auf über 3.000 Glasplättchen sind Umrisslinien von Wolkenbewegungen graviert. Die Linien wirken wie eine sich ständig verankernde Grenzlinie auf einer imaginären Landkarte.

www.veronika-schubert.at

Konzept Veronika Schubert Animation Veronika Schubert Kamera Veronika Schubert Schnitt Veronika Schubert Produktion Veronika Schubert
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KILL OFF

Genevieve Clay-Smith • Australien 2017 • 15 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OmeU

Beim Krumping Battle in der Waschküche einer inklusiven Beschäftigungseinrichtung prallen die beiden Außenseiter Sonja und Goodwill aufeinander. Sie: eine junge Frau mit Down Syndrom, nicht auf den Mund gefallen, die sich von ihrer klammernden Schwester emanzipieren möchte. Er: aus dem Sudan geflüchtet und noch nicht richtig angekommen.

KILL OFF ist der neueste Film aus der inklusiven Filmschmiede Bus Stop Films, die 2007 von Genevieve Clay-Smith gegründet wurde, um Menschen mit Lernbehinderungen eine fundierte Filmausbildung zu ermöglichen. Am Film arbeiteten 11 Menschen vor und hinter der Kamera mit. In der Hauptrolle: Die US-amerikanische Schauspielerin Jamie Brewer, die ihre Karriere Ende der 1990er Jahre am Theater begann und seit 2011 in der Fernsehserie AMERICAN HORROR STORY begeistert.

www.busstopfilms.com.au

Schauspiel Jamie Brewer, Abbey Earl & Mandela Mathia Drehbuch Genevieve Clay-Smith Kamera Henry Smith Schnitt Fiona Strain Sound Design Wayne Pashley Musik Johnny Higgins Produktion Erin Black, Genevieve Clay-Smith & Eleanor Winkler
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MIGRATION STANDARDS

Borjana Ventzislavova • Österreich 2011 • 5:30 min
Screening: OmdU (HoH) • Streaming: OmeU

»Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der es selbstverständlich ist, dass alle Menschen die gleichen Rechte teilen«, formulierte die Petition »Ausschluss Basta« als Initiative von Kulturarbeiter*innen, Aktivist*innen und Forscher*innen anlässlich der 2010 kontroversiell geführten »Integrations«-Debatten in Österreich und Deutschland. In ihrer Videoarbeit greift die Künstlerin Borjana Ventzislavova diese und andere migrationspolitische Forderungen auf.

»Sie werden aber nicht von den Akteur*innen selbst vorgebracht, sondern von vier Kindern und Jugendlichen, die nacheinander vor unterschiedlichen Kulissen ihre Statements an die Kamera richten. Auch die Settings sind irritierend: Wohlbekannte Ansichten von Wiener Sehenswürdigkeiten wie Schloss Schönbrunn und Parlament sind als Hintergrundmotive in und vor verschiedene (Un-)Orte wie eine Autobahn, Landschaften mit Bahngleisen oder eine darüber liegende Flugschneise gestellt. Sie lassen sich als transitorische Räume beschreiben, die in erster Linie dem Zweck des Transports und der Mobilität dienen. (…) Potenziell sind ihnen damit auch migratorische Praktiken der Flucht und der illegalisierten Grenzüberschreitung eingeschrieben. (…) In der befremdlichen Verdichtung dieser kontrastierenden Elemente ruft Ventzislavova widerstreitende Bilder, individuelle und kollektive Projektionen zum allgegenwärtigen Thema Migration auf.« (Luisa Ziaja)

www.borjana.net

Mitwirkende Bojena Koseva, Alexandra Harizanova, Janis Nagel & David Gorlitzer Drehbuch Borjana Ventzislavova Konzept Borjana Ventzislavova Kamera Borjana Ventzislavova Schnitt Borjana Ventzislavova Ton Veselin Zografov Produktion Borjana Ventzislavova
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MIRAMARE

Michaela Müller • Kroatien/Schweiz 2009 • 8:30 min • OF

Meeresrauschen, schreiende Möwen, das Klacken von Sandalen … Im Animationsfilm MIRAMARE wird mit einer impressionistischen Tonspur und wenigen Pinselstrichen eine Strandszenerie entworfen. Der Film wirft einen Blick auf das Leben an den mediterranen Grenzen Europas, wo Tourist*innen sich entspannen wollen, während »illegale« Immigrant*innen um eine Chance auf ein besseres Leben kämpfen. Als zwei Kinder einer Schweizer Familie aus der streng abgegrenzten Touristenzone ausbrechen, lernen sie schnell, dass die Realität an diesem Ort nicht viel mit dem Leben auf dem Campingplatz zu tun hat. In der Nacht dann fegt ein Sturm über Strand und Gelände. Absperrungen und Grenzen werden zunichte gemacht und für einen Moment herrscht Gleichheit in einer ungleichen Welt.

Die Schweizerin Michaela Müller, die in Zagreb studierte, ist ursprünglich Malerin und vereint in MIRAMARE ihr Können mit der filmischen Animation. Für ihren Diplomfilm malte sie virtuos mit breitem Pinsel über 5.000 Bilder chronologisch auf eine Glasplatte und wurde dafür vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grand Prix Animateka 2010.

michaelamuller.com

Drehbuch Michaela Müller Animation Michaela Müller Kamera Michaela Müller Sound Design Fa Ventilato Musik Fa Ventilato Produktion Michaela Müller Hochschule Academy of Fine Arts University of Zagreb
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MY HONEYMOON

Eileen Hofer • Schweiz 2014 • 4 min • eOmfU

Im Jahr 2013 kamen 11.600 Asylsuchende nach Bulgarien, einem der ärmsten Länder Europas. Die meisten von ihnen waren aus Syrien geflüchtet. MY HONEYMOON handelt von einem kurzen zufälligen Zusammentreffen der Filmemacherin Eileen Hofer mit Berivan und ihrem Mann.

www.eileenhofer.ch

Konzept Eileen Hofer Kamera Kamen Kalev Schnitt Eileen Hofer Ton Eileen Hofer Musik Lad Agabekov Produktionsleitung Eileen Hofer Produktion 5 to five team production
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SHIPWRECK

Morgan Knibbe • Niederlande 2014 • 15 min • OmeU

Am 3. Oktober 2013 sinkt ein Boot, auf dem sich 500 aus Eritrea geflüchtete Menschen befinden. Über 360 von ihnen ertrinken vor der Küste der italienischen Insel Lampedusa. Abraham, einer der Überlebenden, geht durch einen Friedhof von Schiffswracks und erinnert sich an die albtraumhafte Erfahrung. Währenddessen werden am Hafen hunderte Särge auf ein Militärschiff geladen.

Ungewöhnlich poetisch und zugleich bedrückend eindringlich dokumentiert SHIPWRECK ein großes Problem unserer Zeit: Die hoffnungslose Situation von Menschen, denen die Passage über das Mittelmeer geglückt ist, während viele ihrer Freunde und Familienmitglieder im Meer bleiben. Ohne einzugreifen, gleitet die Kamera von Morgan Knibbe zwischen den Schiffen und den Menschen hindurch. Sie gleitet über die Gesichter italienischer Polizist*innen, Journalist*innen und Einheimischer, die ihre Blicke hinter spiegelnden Sonnenbrillen verbergen, als schämten sie sich ihres eigenen Voyeurismus.

SHIPWRECK wurde 2014 auf dem Internationalen Filmfestival von Locarno mit dem silbernen Leoparden für den besten Kurzfilm ausgezeichnet und wurde Teil des längeren Dokumentarfilms THOSE WHO FEEL THE FIRE BURNING, der noch im selben Jahr auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Amsterdam Premiere feierte.

www.workofmork.nl

Konzept Morgan Knibbe Kamera Morgan Knibbe Schnitt Morgan Knibbe Musik Carlos Dalla-Fiore Produktion Jos de Putter
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SPIELFELD

Kristina Schranz & Caroline Spreitzenbart • Deutschland 2017 • 26 min • OmdU (HoH)

Was bleibt, ist Leere – nachdem das Grenzdorf Spielfeld im Winter 2015 von Hunderttausenden Flüchtlingen durchquert wurde, ist der Normalzustand zurückgekehrt. Zäune, Zelte und ein ausgeklügeltes »Grenzmanagement-System« warten auf neuen Andrang, der allerdings ausbleibt. (…) Unaufgeregt spürt Kristina Schranz der Ambivalenz des Transitorts nach und verortet die Auswirkungen geopolitischer Herausforderungen im dörflichen Alltag der Spielfelder Bewohner*innen – zwischen Raststättenbistro und Einfamilienidyll. Ein Film über einen Ort, der nach kurzer, fragwürdiger Berühmtheit längst wieder von der medialen Bildfläche verschwunden ist. (Diagonale)

SPIELFELD wurde auf der Diagonale 2017 mit dem Preis für den besten Kurzdokumentarfilm ausgezeichnet.

Drehbuch Kristina Schranz & Carina Zech Kamera Caroline Spreitzenbart Schnitt Sophie Oldenbourg Ton Marie Freund, Julia Nehls, Kristina Schranz & Carina Zech Hochschule Hochschule für Fernsehen und Film München
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THE AEGEAN OR THE ANUS OF DEATH

Eleni Gioti • Griechenland 2014 • 7:30 min • OmeU

Ein geheimnisvoller Mann erscheint an verschiedenen Orten Athens, an denen während der letzten Jahre rassistische Übergriffe stattgefunden haben. Warum gibt er Anweisungen, wie man eine Rettungsweste benutzt? Wen will er aus dem »Anus des Todes« retten? Dieser Film von Eleni Gioti und Jazra Khaleed ist ein poetischer Anschlag auf die Ausbreitung faschistoider Ideen.

Schauspiel Laberouk Sprecher Iasonas Panagiotopoulos Drehbuch Eleni Gioti & Jazra Khaleed Literaturvorlage Jazra Khaleed Kamera Alexis Iosifidis Schnitt Eleni Gioti Sound Design Iasonas Theofanou Musik Iasonas Theofanou
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